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Klinkerfassade

Skulpturale Architektur in Szene gesetzt

Wienerberger, Fassadengestaltung, Klinker, Fassaden

Aus der Grundform eines Kubus konzipierte der Hamburger Architekt Lars Wittorf ein skulpturales Gebäude. Die über den Fensteröffnungen eingebauten, vorgefertigten Verblendstürze sind eine wirtschaftlich sinnvolle Ergänzung der Fassade, da sie bei der Herstellung und Verarbeitung Zeit und Kosten sparen.

Bremen (ABZ). – Idyllisch im Grünen, dennoch zentral wohnen: Auf dem Stadtwerder in Bremen ist das möglich. Schon im 14. Jahrhundert war diese Weserinsel Zentrum urbanen Lebens. Wohnen zwischen zwei Flüssen ist auch heute eine Besonderheit. Die Weser Wohnbau GmbH realisierte mit der Wohnanlage Meridian einen einzigartigen städtischen Lebensraum. Der Hamburger Architekt Lars Wittorf stimmte dabei sein Architekturkonzept mit den funktionalen Anforderungen vorbildlich ab. Die regionaltypische Klinkerfassade umhüllt das Gebäude mit einer Komposition aus Licht- und Farbenspiel.

Lars Wittorf modellierte die Grundform eines Kubus. Dennoch bleibt das Gebäude klar strukturiert. Für die Fassade wählte Wittorf den Bockhorner Klinker Cuxhaven aus dem Terca-Programm von Wienerberger. Die vorliegende Wechselsortierung bietet dem Verarbeiter Unternehmensangaben zufolge hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders rustikal ausgeprägte Fußseiten werden in der Sichtfläche der Fassade mit vermauert. Durch die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit ergeben sich Lichtreflektionen als zusätzlicher optischer Reiz. Außerdem überzeugt der stranggepresste Klinker mit lebendiger Farbigkeit zwischen blauschwarzen und helleren, roten Reflexen. Auf 3600 m² wurden insgesamt 191 000 Klinker verarbeitet, jeder davon einzigartig in Farbe und Oberfläche. Einen weiteren Aspekt erhält die Fassade durch die 2 mm zurückliegende Fuge. Sie unterstützt das skulpturale Architekturkonzept.

Bauphysikalische Vorgaben im Einklang mit hohen ästhetischen Ansprüche erfüllten sich durch die optimale Verarbeitung der Klinkerfassade. Die statisch notwendige Stabilisierung der Vormauerschale erfolgte mittels Dübelanker in das Beton-Hintermauerwerk. Auf Empfehlung der Fachberater von Wienerberger wurden vorgefertigte Verblendstürze in einer abgehängten Variante eingebaut. Diese Vorgehensweise sparte Zeit und Kosten bei Herstellung und Verarbeitung. Insgesamt wurden knapp 340 m Fertigteilstürze eingebaut. Gemäß gültiger Norm wurden zur Entwässerung offene Stoßfugen oberhalb der Fensterstürze und im Sockelbereich realisiert. Sperrschichten gegen eindringende Feuchtigkeit sind in diesen Bereichen klassisch als Z-Sperre aus 1,2 mm starker PE-Folie ausgeführt. Damit über die Fuge möglichst keine Feuchtigkeit eindringt, kam ein Fugenmörtel zum Einsatz, der wasserabweisend, witterungs- und frostbeständig ist. Wartungskosten für die Fassade entfallen bei zweischaligen Wänden mit Klinker nahezu. Die hochwertige Verarbeitung durch die Firma B. Kathmann Bauunternehmung GmbH & Co. KG runden das bauphysikalische Gesamtkonzept der Wohnanlage Meridian auf vorbildliche Weise ab.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 30/2016.

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