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Kobelco in Deutschland

Wachstumsziele weiter im Blick

Im Latitandesit-Steinbruch Marta der Ross Bauservice GmbH + Co. KG bei Bad Kreuznach arbeitet seit Mai 2018 ein Kobelco SK500LC in der Brecher-Direktbeschickung ab Wand. Im Gewinnungsbereich möchte Kobelco künftig noch präsenter sein.

Almere/Niederlande (ABZ). – Eine insgesamt zufriedenstellende Bilanz zieht der Bau-maschinenhersteller Kobelco für das Deutschland-Geschäft im zurückliegenden Jahr. Der befürchtete Einbruch sei ausgeblieben, teilte das Unternehmen kürzlich mit. Verkaufszahlen und Bestelleingänge hätten sich auf hohem Niveau konsolidiert. Insgesamt blickt der Baggerspezialist positiv ins Jahr 2021.

"Wie eigentlich alle unsere Mitbewerber in den einzelnen Marktsegmenten der leichten bis schweren Kettenbagger traf auch uns die Corona-Krise im ersten Quartal 2020 sehr unvermittelt", urteilt Hanns Renz, als Regional Sales Manager bei Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) verantwortlich für den deutschen Markt sowie Österreich und die Schweiz. "Nach der ersten Schockwelle zeigte sich der Markt allerdings sehr robust. Wir konnten unsere ursprünglichen Verkaufsziele weitgehend erreichen und registrierten gegenüber 2019 sogar eine Steigerung der Maschinenbestellungen quer durch alle Klassen um knapp 10 Prozent."

"Langfristig streben wir in Deutschland einen Marktanteil von 10 Prozent an", sagt Renz, wohlwissend um die unterschiedlichen Perspektiven dererlei Erhebungen. Aussagekräftiger sind die derzeitigen Branchenschwerpunkte und ausbaufähigen Marktsegmente: "Mit branchenweit 9 beziehungsweise 13,5 Prozent sind Tief- und Kanalbau sowie Abbruch und Recycling heute unsere Hauptabnehmer mit rund der Hälfte unserer platzierten Einheiten über 12 Tonnen. Hier können unsere kompakten Maschinen einerseits ihr überlegenes Handling und die hocheffiziente Leistungscharakteristik voll ausspielen, andererseits bieten wir als langjähriger Marktführer im japanischen Abbruchsektor ausgereifte Lösungen für den fachgerechten Rückbau unterschiedlichster Strukturen auch im sensiblen urbanen Bereich."

Vertriebsleiter Hanns Renz (l.) mit Özgü Öztura. Nach unterschiedlichen Stationen im Wettbewerb ergänzt der erfahrene Maschinenbau-Ingenieur seit September vergangenen Jahres das DACH-Vertriebsteam von Kobelco.

Schwieriger gestaltet sich die Situation im Mini- und Midi-Segment: "Hier entscheidet zum Beispiel der GaLaBauer nach sehr spezifischen Mobilitätskriterien wie Trailer-Größe oder -Nutzlast. Tatsächlich orientiert sich unsere an Maschinenleistung und Bedienkomfort ausgerichtete Modellabstufung jedoch nicht unbedingt an den geforderten 100 Kilogramm mehr oder weniger." Ebenso spielten angesichts der Aufgabenstellungen und überschau-barer Investitionsrahmen Maximalleistung und langfristige Zuverlässigkeit nicht die entscheidende Rolle. "Ganz anders stellt sich das am alpinen österreichischen Markt dar, wo zum Beispiel unsere mittleren Modelle ganz vorne mitspielen", so Renz. Mit einem flächendeckenden Ausbau der Mietkapazitäten der Regionalhändler in Deutschland will Kobelco hier mittelfristig gegensteuern und branchenübergreifend für eine stärkere Präsenz und kundenorientierte Testmöglichkeiten seiner Technologien sorgen.

Das gilt langfristig auch für den Gewinnungsbereich: "Als Schlüsselgeräte im Steinbruch, Kies oder Ton überzeugen unsere Modelle ab 35 Tonnen mit großen Schaufel- und Reißkräften, schnellen, aber kontrollierten Arbeitsspielen, hoher Zuverlässigkeit und einem sehr niedri-gen Kraftstoffverbrauch. Wir haben bereits zahlreiche, zum Teil langjährige Referenzen im Feld und gerade unser Programm um den 85-Tonnen-Bagger Kobelco SK850LC erweitert. Jetzt gilt es, durch eine gezielte Kundenansprache unseren überregionalen Bekanntheitsgrad auch in dieser stationär geprägten Branche zu erhöhen", so Renz.

Für das laufende Jahr kündigt Kobelco zahlreiche Generationswechsel und Modellpremieren an. So werden insgesamt neun Modellreihen ab 20 Tonnen erneuert und kommen in der "11er"-Generation jetzt alle mit EU-V-gerechten Antrieben, weiter optimierten Ausleger-Geometrien und dem neuen Kobelco-Kabinenkonzept mit LED-Arbeitsbeleuchtung, noch besserer Übersichtlichkeit und ergonomisch optimierten Bedienelementen, einschließlich 10-Zoll-Statusmonitor. Als wichtige Ergänzung wird der neue 38-Tonnen-Kurzheckbagger Kobelco SK380SRLC eine bestehende Lücke im Programm schließen und kompakte Hochleistung auf engstem Raum bieten.

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