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Kombination von Stahlbeton und Holz

Produktionshalle mit zweigeschossigem Bürotrakt gestaltet

FH Finnholz, Hallenbau

Neben der Fassade aus roten Trespa-Platten (im Bild schwarz dargestellt) lockern zwei Pfosten-Riegel-Fassadenelemente die Optik auf.

Lienen/Lage (ABZ). – Für einen Kunden aus dem Bereich "Planung und Installation von CNC Maschinen" hat FH Finnholz eine 1000 m² große Flachdachhalle mit zweigeschossigem Büro- und eingeschossigem Produktionstrakt im Gewerbegebiet Lage errichtet. Das Gebäude bietet nach Angaben des Unternehmens gute Arbeitsbedingungen, da der Bürotrakt und die Produktionshalle direkt miteinander verbunden sind. Das bauseitig erstellte Brandschutzkonzept habe ergeben, dass beide Bereiche aufgrund der unterschiedlichen Brandschutzanforderungen durch eine "F 90 A"-Brandschutzwand aus Stahlbeton getrennt werden müssen. Die Besonderheit: In der Wand befinden sich T 30-Fenster und -Türen, um Halle und Büro dennoch miteinander zu verbinden.

Die Stützen der knapp 50 m langen Halle bestehen aus einer Kombination aus Stahlbeton im Produktionstrakt und Holz im Bürotrakt. Die wirtschaftlichste Lösung sei die Installation von 14 Betonfertigteilstützen gewesen, um die 10-t-Krahnbahn tragen zu können. An allen Stützen befinden sich Konsolen, auf welchen die Schienen für die Krahnbahn aufliegen. Fünf Brettschichtholzbinder überspannen mit jeweils 20 m die komplette Halle. Der Binderabstand betrage kontinuierlich 7 m. Das gesamte Holztragwerk entspreche der Brandschutzanforderung F 30 B. Anforderung an die Produktionshalle sei ein stützenfreier Innenraum gewesen, um ausreichend Platz für Maschinen zu bieten. Die Belichtung in der Halle übernimmt ein 28 m langes Firstlichtband. Zwei Sektionaltore ermöglichen Transportvorgänge.

Der Eingangsbereich/Bürotrakt hebe sich durch seine äußere Erscheinung deutlich vom Produktionsbereich ab. Der 8 m hohe Portalrahmen mit roter Fassadenverkleidung falle direkt ins Auge. Der Rahmen bestehe seitlich aus Holzrahmenbausäulen, auf welchen oberhalb zwei Binder mit 20 m Spannweite aufliegen, die durch eine OSB-Platte miteinander verbunden sind.

Neben der Fassade aus roten Trespa-Platten sorgen zwei Pfosten-Riegel-Fassadenelemente –bestehend aus gekoppelten Kunststofftüren- und Fenstern – für eine aufgelockerte Optik. Fenster unterstützen ideale Lichtverhältnisse an den Arbeitsplätzen. Sowohl das Flachdach mit 2°-Dachneigung als auch die Wand wurden mit 120 mm starken Sandwichelementen beplankt. Durch die Sandwichpaneele ist eine Attika ausgebildet worden, die an der Traufe ca. 0,50m auskragt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 27/2017.

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