Kommentar

Diskussionsbedarf

Robert Bachmann

Einmal mehr öffnen sich in der kommenden Woche im schleswig-holsteinischen Neumünster die Tore zur NordBau, Nordeuropas größter Kompaktmesse für das Bauen. Mit dem Fokus auf die rasant voranschreitende "Digitalisierung am Bau" sowie dem Schwerpunkt "Grün in der Stadt" bietet das Messeprogramm auch 2017 wieder einen spannenden Themenmix, der aktueller nicht sein könnte.

Neu und besonders interessant ist vor allem aber die Beteiligung der Deutschen Bahn an der diesjährigen NordBau. Auf der Messe wird die DB Netz AG über anstehende Großprojekte in Norddeutschland informieren – u. a. die Schienenanbindung der geplanten Festen Fehmarnbeltquerung zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland. Mit Prof. Dirk Rompf, Vorstand des Ressorts "Netzplanung und Großprojekte", und Projektleiter Bernd Homfeldt reisen dafür zwei personelle Hochkaräter zur Messe nach Neumünster. Nicht nur des Informierens wegen. Zugleich möchte der Netzbetreiber den Branchentreff nutzen, um mit qualifizierten bzw. qualifizierbaren Bauunternehmen aus der Region in Kontakt zu treten, mit denen die geplanten XXL-Vorhaben im Norden Deutschlands umgesetzt werden können. 

Nicht zuletzt will sich das Unternehmen auf der NordBau als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und über sein Berufs- und Ausbildungsangebot informieren. Neben interessanten Themen, bspw. zum Engagement der Bahn in Sachen Building Information Modeling (BIM) bei der Umsetzung ihrer Projekte, wird sich das Unternehmen dann jedoch auch unangenehmen Fragen stellen müssen – allem voran dem Desaster rund um die Sperrung der Rheintalbahn sowie dem anschließenden Krisenmanagement der Bahn. Wie auch immer man sich dazu stellen mag: Mit ihren clever gesetzten Schwerpunkten verspricht die NordBau auch in 2017 einmal mehr hoch spannende Diskussionen. Das Team der ABZ wünscht allen Besuchern und Ausstellern eine erfolgreiche und informative Messe.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 36/2017.

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