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Kommentar

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Robert Bachmann

Folgt man den aktuellen Einschätzungen von Wirtschaftsexperten, steht es um die Konjunktur im Lande schlechter, als es derzeit noch den Anschein macht. Das könnte sich auch auf die Ausbildung von Nachwuchskräften negativ auswirken. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, diese nicht zu vernachlässigen.

Niemand weiß das besser als die Baubranche. Auf den massiven Stellenabbau während der Weltwirtschaftskrise folgte ein beispielloser Aufschwung, der bis zuletzt in einem lang anhaltenden Bauboom mündete. Der Bedarf an Fachkräften ist immens. Ihn zu decken, stellt seit Jahren eine der größten Herausforderungen der Branche dar. Dabei ringt sie nicht nur mit dem demographischen Wandel, sondern auch mit einem angekratzten Arbeitgeberimage, das von veralteten Klischees geprägt ist.

Hier hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges getan. Die Zahl der Auszubildenden steigt kontinuierlich – selbst im Corona-geplagten Jahr 2020. Dennoch sind zahlreiche Stellen weiterhin unbesetzt. Hier könnte der Bauwirtschaft die aktuelle Lage jedoch in die Hände spielen. Kaum eine andere Branche kann sich derzeit mit derart breiter Brust bei jungen Menschen als potenzieller Arbeitgeber bewerben. Während die Bauwirtschaft bislang vergleichsweise unbeschadet durch die Krise gekommen ist, nehmen in anderen Wirtschaftszweigen die Sorgen vor einer drohenden Insolvenzwelle nicht ab.

In Betrieben, die von enormen Unsicherheiten geplagt sind oder in denen aktuell eher Stellenstreichungen an der Tagesordnung sind, dürfte die Ausbildung derzeit nicht im Vordergrund stehen. In der Baubranche hat man schmerzlich gelernt, dass es fatale Folgen haben kann, in weniger guten Zeiten die Ausbildung beziehungsweise den Personalaufbau zu vernachlässigen. Die Türen für den Nachwuchs stehen hier nach wie vor offen. Auch an Argumenten mangelt es ihr nicht: Eine sehr hohe Ausbildungsvergütung, Stabilität und berufliche Perspektiven – alles da.

Dennoch muss die Branche ihre Bemühungen noch weiter verstärken. Denn um ihre Argumente auch beim potenziellen Berufsnachwuchs anzubringen und ihr Image weiter aufzupolieren, muss sie kontinuierlich den Kontakt zu jungen Menschen suchen. Da der persönliche Kontakt, beispielsweise auf einer Berufsausbildungsmesse, derzeit nur schwer möglich ist, müssen dafür vor allem die verschiedenen Kommunikationskanäle des Internets weiter erschlossen werden. Lohnenswert erscheint dies allemal, denn selten waren die Zeiten wohl besser für die Bauwirtschaft, um sich jungen Menschen als attraktiver Arbeitgeber zu empfehlen.

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