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Kommentar

Langfristig Denken

Kai-Werner Fajga

Die Halbjahresbilanz für die Bauwirtschaft fällt in einigen Bundesländern negativer aus, als erwartet. Steigende Kosten, Corona-Pandemie und unterbrochene Lieferketten führen zu Bauverzögerungen. Die Branche kämpft wie die gesamte Industrie mit Materialengpässen. Und eine Besserung scheint hüben wie drüben nicht in Sicht, im Gegenteil: Nach der neuesten Umfrage des ifo-Instituts hat sich der Materialmangel in der Industrie weiter verschärft. 69,2 Prozent der Firmen in Deutschland klagten über Engpässe und Probleme bei Vorprodukten und Rohstoffen.

Im Bauhauptgewerbe ist laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 2021 ein leichter Umsatzrückgang in Höhe von 2,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2020 zu verzeichnen. Im Hoch- und Tiefbau sei der Umsatz um 3,4 und 6,1 Prozent vermindert. Vor diesem Hintergrund ist es nur zu verständlich, dass es vielen Unternehmen nicht leicht fällt, ihren Optimismus zu behalten. Denn wie immer fällt der Blick über den Tellerrad schwer, wenn Unternehmen, Bekannte und auch Verbände in den Tenor einstimmen.

Umso erfrischender ist es, wenn es denn doch jemand wagt. Peter Gerstmann, Vorstand der Zeppelin GmbH hat das nun getan – und zwar mit voller Wucht: Er spricht angesichts der aktuellen Negativ-Tendenzen im Baugewerbe davon, dass wir am Anfang eines goldenen Jahrzehnts in der Bauwirtschaft stehen. Dazu gehört Mut, Überblick und das Vermögen, Prozesse zu abstrahieren. Wer seiner Argumentation folgt, kann nur zu demselben oder zumindest einem ähnlich positiven Schluss zur künftigen Entwicklung der Baubranche kommen.

Freilich, die zu bewältigenden Aufgaben kann auch ein Konzernlenker nicht kleinreden, aber er kann zum Nachdenken anregen – und dazu, etwas optimistischer nach vorn zu schauen. Falls Sie es also nicht schon tun – lassen Sie sich anstecken!

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