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Kultur im Glanzgewand

Spezielles biegsames Aluminium entwickelt

Baustellen, Baustoffe

Die Aluminium-Fassade des Toruner CKK Jordanki wurde von Aluprof entwickelt.

Torun/Polen (ABZ). – Das Toruner Kultur- und Kongresszentrum CKK Jordanki erinnert an ein prähistorisches Monument oder eine Höhle. Sein ungewöhnliches Konzept basiert auf Formen wie Rauten, Trapezen und Parallelogrammen, welche aus Aluminium gefertigt sind. Sie geben dem Gebäude einen fließenden, dynamischen Charakter. Dabei stellt die Mehrzweckanlage, die den kulturellen Hintergrund der Stadt widerspiegelt, eine lang erwartete Investition in die Kunstwelt Toruns dar.

Das Gebäude ist multifunktional nutzbar, sodass neben Konzerten, Theateraufführungen, Shows und Opern dort auch Konferenzen abgehalten werden können. In vollem Umfang erfüllt es selbst strenge technische Anforderungen. Darüber hinaus erlaubt die innovative Gebäudestruktur flexible Lösungen. Speziell für das CKK Jordanki hat Aluprof biegbares Aluminium entwickelt, das in Rahmen, Fensterflügeln und Schürungen des Gebäudes verwendet wurde. Es ermöglicht eine nicht-rechteckige Bogenstruktur, die typisch für das Kultur- und Kongresszentrum ist.

Das CKK Jordanki wurde 2015 als bestes architektonisches Objekt Polens ausgezeichnet und gilt als eine der 25 wichtigsten polnischen Baumaßnahmen des letzten Vierteljahrhunderts. Das Konzept des spanischen Architekten Fernando Menis erwies sich jedoch bei der Umsetzung als derart problematisch, dass die Designer gezwungen waren, dessen ursprünglichen Plan zu ändern.

Das Objekt besteht zu 90 % aus nicht-rechteckigen Formen. Durch die Mischung verschiedener geometrischer Figuren wie Trapeze und Rauten konnten Aluminiumkonstruktionen für diese erstellt werden. Das Unternehmen Aluprof, das nach eigenen Angaben europäische Marktführer in der Herstellung von Aluminium-Systemen ist, hat für die problematische Form des Bauwerks eine individuelle Lösung entwickelt. "Ohne die Möglichkeit, sich auf Katalogprodukte verlassen zu können, stellte der Bau des CKK Jordanki für unsere Ingenieure eine spannende und motivierende Aufgabe dar. Um ein Design zu entwickeln, das höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt und dabei voll funktional ist, haben wir uns für das System MB-SR50N, einer Pfosten-Riegel-Fassade, entscheiden, die sich durch leichte, flache Vorhangwände mit schmalen Trennlinien auszeichnet", berichtet Zbigniew Poraj, Sales Director bei Aluprof.

Charakteristisch für das System MB-SR50N sind ein breiter Maßbereich für Pfostenprofile (von 65 mm bis 325 mm) und Riegelprofile (5 mm bis 189,5 mm) sowie moderne Lösungen für Zubehör und Verbindungsprofile. Sie ermöglichen eine Erhöhung der zu übertragenen Kräfte, so dass die Füllung eines Festmoduls der Fassade bis zu 450 kg wiegen kann. Zusätzlich dazu gewährt die Konstruktion Freiheit bei der Planung von Befestigungspunkten der Fassade. Durch einen breiten Verglasungsbereich können großflächige Gläser mit Ein- oder Zweikammerverglasung eingesetzt werden. Für eine optimale Wärmedämmung und eine Minimierung von Tauwasserbildung an den Aluminiumteilen sorgen ein durchgehender Isoliersteg aus dem Dämmmaterial Hart-PVC sowie eine profilierte EPDM-Glasdichtung.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die Ausführung MB-SR50N HI, welche eine erhöhte Wärmedämmung sowie spezielle Zwei-Komponenten-Isolatoren aufweist. Das im CKK Jordanki verbaute Fassadensystem MB-SR50N HI+ hat vom Passivhaus Institut (PHI) in Darmstadt aufgrund seiner Energiespareigenschaften und Wärmedämmparametern die höchste Effektivitätsklasse A+ für Produkte erhalten, die für Passivhäuser bestimmt ist. Das System MB-SR50N ermöglicht die Installation verschiedener Arten von Fenstern und Türen in der Fassade – einschließlich der Fassadenfenster, Klappflügelfenster und Dachflächenfenster MB-SR50N RW.

Besonders effektiv sei zudem die Integration von Fenstern in die Fassade auf Basis des MB-SR50 IW, so das Unternehmen. Das Objekt beinhaltet außerdem das Klappflügelfenstersystem MB-SR50N OW, das sich durch ökonomische Profile auszeichnet und dem Gebäude damit eine besondere Leichtigkeit verleiht.

Seinen einzigartigen Charme verdankt das Toruner CKK Jordanki dem Rohstoff Aluminium, der wie kein anderes Material einfache, moderne und minimalistische Formen zu schaffen imstande ist. Die Ingenieure des Kultur- und Kongresszentrums hatten zunächst Bedenken, die glänzenden Oberflächen und das moderne Design der transparenten Aluminium-Fassaden könnten die Umgebung dominieren. Um dies zu verhindern, wurde das Gebäude in vier längliche Module untergliedert, welche miteinander verbunden sind.

Die größte Herausforderung, vor der die Ingenieure von Aluprof bei der Konstruktion des CKK Jordanki standen, war die Erfüllung der Erwartungen von Investoren hinsichtlich der Wärme- und Schalldämmung der Gebäudeverglasung. Durch individuelle Systemlösungen bestand Aluprof jedoch auch diesen Test mit Bravour.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2017.

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