Laufwasserkraftwerk an der Donau

Gelungenes Teamwork beim Rückbau der Brücke

Bertoldsheim (ABZ). – Die Brücke bei Bertoldsheim ist 180 m lang und verbindet die beiden Marktgemeinden Rennertshofen und Burgheim. Außerdem dient sie als Behelfsbrücke zur manuellen Steuerung des Laufwasserkraftwerks der Donau-Wasserkraft AG.
Husqvarna Rückbau Betonbohren und -sägen
Sägearbeiten quer zur Brückenfläche. Foto: Mayerhofer

Im Zuge der Sanierung des Wasserkraftwerkes musste die alte Brücke komplett zurückgebaut werden.

Die Betonbohr- und -sägearbeiten übernahm die Firma Bohrluchs GmbH aus Burgkirchen (Österreich) in Zusammenarbeit mit der Mayerhofer Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH und dem Partner AKM Autokranvermietung GmbH aus München.

Brücke führte über die reißende Donau

Die Schwierigkeit bei dem Rückbau war, die Randbalken so groß zu schneiden, dass das Gesamtgewicht eines Betonteils 5 t nicht überschritt, da diese von einem 20-Tonnen-Bagger der Firma Mayerhofer abtransportiert werden mussten.

Dazu kommt, dass die abzutragende Brücke nicht nur 5 m hoch war, sondern zudem auch noch über die reißende Donau führte. Durch diese erschwerten Umstände musste gewährleistet werden, dass jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit über seine PSA vor Absturz gesichert war.

Die Randbalken der Brücke waren 3 m lang, 1 m breit und 50 cm dick. Sie wurden mit dem Fugenschneider auf beiden Seiten in 120 Teile zerlegt. Hinzu kamen 240 Kernbohrlöcher mit je 150 mm Durchmesser, um die Eisenketten für den Abtransport anzubringen.

Zum Teilen der Randbalken wurden ebenfalls Kernbohrungen benötigt, um den anliegenden Querträger, in dem Spannseile verbaut waren, nicht zu beschädigen.

In Summe waren dafür ebenfalls 240 Kernbohrungen mit 150 mm Durchmesser sowie 600 lfd. M Sägeschnitte mit bis zu 55 Tiefe notwendig.

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Husqvarna Rückbau Betonbohren und -sägen
Der Brückenverlauf – ohne Fahrbahn – über die Donau. Foto: Mayerhofer

Durch die darunter fließende Donau konnte die Brücke für den Abtransport der Fahrbahnteile nicht unterstellt werden.

Aus diesem Grund und um hohe Krankosten zu sparen, wurden Stahlträger und Schwerlastanker mit 20 t Traglast zur Sicherung verbaut, um die Teile später gefahrlos abzuheben.

Die Betonteile wurden mit einem 150-Tonnen-Kran der Firma AKM München von der bereits neu gebauten Brücke gegenüber, die dafür extra gesperrt wurde, abgehoben. Die Schnittlänge für diese Aufgabe betrug 360 m per Fugenschneider Husqvarna FS 7000 D mit einer Stärke von bis zu 30 cm sowie 270 m per Wandsäge Eurodima WS 20, ebenfalls mit einer Stärke von bis zu 30 cm. Im letzten Schritt wurden die Brückenträger mit der Seilsäge Eurodima Braxx 12 gekappt und von einem 350-Tonnen-Kran abtransportiert. Das gesamte Projekt umfasste 23 m² Seilsägearbeiten, 180 m Kernbohrungen, 340 m² per Fugenschneider und 60 m² mit der Wandsäge.

Erfolgreicher Abschluss

Für den Rückbau der Brücke waren zwei Mitarbeiter der Firma Bohrluchs insgesamt fünf Wochen vor Ort. Der Auftrag konnte zwei Wochen vor Termin abgeschlossen werden.

Der erfolgreiche Abschluss sei das Ergebnis einer Teamarbeit, getragen durch die große Erfahrung der Mitarbeiter in Kombination mit der Zusammenarbeit der Maschinenhersteller Husqvarna und Eurodima sowie der auftraggebenden Baufirma Mayerhofer und dem Partner AKM.

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