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Leicht und hoch druckfest zugleich

Flachdach mit Schaumglasplatten saniert

Glapor, Dachbau

Als die Sanierung des Flachdachs an einem Mehrfamilienhaus in Ismaning nahe München anstand, fiel die Entscheidung auf den innovativen und ökologisch nachhaltigen Baustoff Schaumglas.

ISMANING (ABZ). - Ihre Vorteile spielen Schaumglasplatten bei einem Mehrfamilienwohnhaus in Ismaning nahe der bayerischen Metropole München aus. Als dort die Sanierung des Flachdachs anstand, fiel die Entscheidung auf das innovative und ökologisch nachhaltige Produkt. Die zugleich leichte und hoch druckfeste Dämmung aus 100 % Recyclingglas erfüllt in jeder Hinsicht die gestiegenen Anforderungen an den Umweltschutz, den Brandschutz, die Tragfähigkeit sowie die Energetik von Gebäuden

Das Ressourcen schonende Ausgangsprodukt Glas und der innovative Produktionsprozess bestimmen die vielseitigen positiven Eigenschaften von Schaumglasprodukten: Die diffusionsdichten Dämm- und Leichtbaustoffe für die Bauwirtschaft kombinieren die bauphysikalischen Eigenschaften des Glases mit den Dämmeigenschaften einer geschlossenen Zellstruktur, sind hoch druckfest, leicht, nagetiersicher und nicht brennbar. Gerade der letzte Aspekt ist bei Hochhäusern zwingend vorgegeben, die geforderte Klassifizierung lautet A1. "Schaumglas erfüllt diese Forderungen zuverlässig", erklärt Heiner Middelmann, Leiter Anwendungstechnik der Herstellerfirma Glapor.

Legt man das Kriterium A1 zu Grunde, wird das Dämmstoff-Angebot rasch überschaubar. Außer Schaumglas erfüllen aktuell nur zwei weitere Produkte am Markt die Vorgaben: KSH, also Porenbeton, und Mineralfaser. Porenbeton kommt in der Praxis auch zur Anwendung, Mineralfaser dagegen ist für einen Dachdämmeinsatz im Hochhausbereich eher zu weich und war damit für das Projekt in Ismaning ungeeignet. Im Gegensatz dazu ist geschäumtes Glas so druckfest, dass theoretisch, z. B. auf Dächern von Krankenhäusern, auch Helikopter auf dem Schaumglas mit entsprechender Druckverteilerplatte problemlos landen können. In Ismaning ist dies nicht der Fall, doch spielte der Faktor Druckfestigkeit auch hier eine wichtige Rolle.

Auf dem Dach wurde eine großflächige Solaranlage mit 125 m² montiert. Damit diese nicht durch die Dachabdichtung befestigt werden musste, wurde sie mittels auf der Dachfläche aufgebrachter Streifenfundamente "aufgelegt". Zum Tragen kamen bei dem Sanierungsobjekt vor den Toren Münchens weitere umfangreiche Zusatzattribute des Produkts. So handelt es sich bei Schaumglas um ein wahres Federgewicht, was für Anlieferung und Einbau von Bedeutung ist. Auch die Tatsache, dass das Material kein Wasser aufnimmt spielte beim Einsatz in luftiger Höhe eine im wahrsten Sinne des Wortes "gewichtige" Rolle. Vorausgesetzt der finanzielle Spielraum gerade öffentlicher Auftraggeber lässt es zu, kommt Schaumglas für alle Gebäude mit einer langen Nutzungsdauer oder erhöhten Sicherheitsanforderungen in Frage, so z.B. Krankenhäuser, Flughäfen, Versicherungsgebäude, Banken, Schulen, Universitäten oder auch Kindergärten. Thomas Bartels vom gleichnamigen Ingenieurbüro für Bauwesen, der für die Planung in Ismaning zuständig war, bestätigt: "Der Bauherr hatte das Produkt auf der Messe gesehen und als Alternative in Betracht gezogen. Auch wenn letztendlich für den Auftraggeber der Preis eine große Rolle spielt, ist Schaumglas in der Summe der Eigenschaften die zur Zeit wohl beste Flachdachabdichtung inkl. Dämmung und bietet durch die recycelbaren Eigenschaften langfristig in jedem Fall enorme Vorteile." Glapor-Inhaber Walter Frank versteht, dass im Vorfeld von Objektsanierungen wirtschaftliche Überlegungen mit einfließen müssen: "Betrachtet man wirklich alle Aspekte, zeichnet sich Schaumglas durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus", davon ist Walter Frank ebenfalls überzeugt. "Unsere Produkte punkten u.a. durch eine schnelle, einfache und damit Kosten sparende Verarbeitung vor Ort.

Hinzu kommen weitere Aspekte wie Ökologie sowie Nachhaltigkeit – gerade bei der Flachdach-Sanierung." Schaumglas ist zudem stauchungsfrei. "Die Dächer halten auf diese Weise länger und schieben die sehr teuere Dachsanierung für ein Hochhaus um Jahre auf", weiß Harald Möhle vom Bauherren, der Baugesellschaft München-Land GmbH. Fakt ist, Konstruktionen mit Schaumglas halten länger, weil das Material nicht schüsselt, nicht schrumpft und über eine nur moderate Wärmedehnung verfügt.

Fakten, die in der Fachwelt längst anerkannt sind. Deshalb verrichten auch bei dem Objekt in Ismaning auf etwa 500 m² Dachfläche Glapor-Gefälleplatten in minimaler Höhe von 12 cm und maximaler Höhe von 34,5 cm ihren Dienst. Die Dachkonstruktion besteht aus kompakt verklebten Schichtenfolgen. Sollte es irgendwann zu einem Schadensfall kommen, ist die Undichtigkeit lokal eingegrenzt und nicht das gesamte Dach wird schadhaft. Die Kombination vielfältiger positiver Eigenschaften definierte bei der Flachdachsanierung des neungeschossigen Gebäudes in Ismaning den Einsatz gemäß der Daumenregel: Je höher das Objekt und je vielfältiger die Anforderungen, desto besser die Karten für Schaumglas. Glapor-Schaumglasprodukte werden laut Hersteller zu 100 % aus Altglas gewonnen. Flaschen, Fensterscheiben und andere, sonst kaum wieder verwertbare Glasteile bilden fein gemahlen den Rohstoff. Mit ökologisch unbedenklichen Porenbildern vermischt und in einem Durchlaufofen aufgeschäumt, entsteht eine luftige Masse, die als Strang den Ofen verlässt. Der sich anschließende Abkühlungsprozess erfolgt differenziert und ermöglicht die Herstellung unterschiedlicher Produkte. Schaumglasprodukte stehen für eine konsequent ökologische und ökonomische Ausrichtung. Dazu nochmals Walter Frank: "Unsere Produkte sparen in zweierlei Hinsicht CO2 – beim Herstellungsprozess ebenso wie bei dem wärmedämmenden Einsatz an Bauwerken."

Die Einsatzmöglichkeiten von Schaumglasplatten sind vielfältig: Ob in Fußballstadien, Flughäfen, öffentlichen Begegnungsstätten, Biogasanlagen und technischen Isolierungen im WKSB-Bereich – die Anwendungsbereiche reichen von der Bodenplatte bis zum Dach. Schaumglasschotter überzeugt als lastabtragende Wärmedämmung unter Gründungs- und Bodenplatten mit kapillarbrechender Eigenschaft, in der planerischen Gestaltung der Landschaftsarchitektur, denkmalgeschützten Gebäudesanierung und als Leichtschüttung. Mit der Kombination aus Randdämmstein und Schaumglasschotter bietet Glapor schließlich eine einzigartige Systemlösung zur Konstruktion der lastabtragenden Wärmedämmung. Das Dämm-Ergebnis spricht für sich und freut die Umwelt. So erstrahlt auch das Flachdach in Ismaning nach der innovativen Sanierung in jeder Hinsicht in neuem, dauerhaftem und nachhaltigem Glanz.

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