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Leistungsstarke Tiefenenttrümmerung

Baufeldfreimachung für Logistikzentren

Moß Abbruch-Erdbau-Recycling, Abbruch, Ausstattung & Zubehör, Bagger und Lader

Leistungsstarke Tiefenenttrümmerung Dank schwerem Gerät, wie dem Hitachi ZX670-5 von der Moß Abbruch-Erdbau-Recycling GmbH & Co. KG.

Bochum (ABZ). – Längst erfolgt die Erschließung von Logistikstandorten nicht nur auf "der grünen Wiese". Gerade in Ballungsgebieten werden einstige Produktionsstätten der Industrie revitalisiert und so neue Logistikstandorte erschlossen. Bei dieser Art von Revitalisierungsprojekten sind wesentliche erste Arbeitsschritte vor Ort der Abbruch der Altsubstanz und die Baufeldfreimachung. Um Zeitverzug und Kostensteigerungen in diesen ersten Projektphasen zu vermeiden, braucht es erfahrene und leistungsstarke Akteure und neueste Maschinen vor Ort. Das Projekt "ARGE (Arbeitsgemeinschaft) DSV Bochum" zeigt Lösungen auf.

Zum Projekterfolg trägt die Auswahl der ausführenden Firmen bei. Die Kafril-Unternehmensgruppe aus Großzschepa/Sachsen und die Moß Abbruch-Erdbau-Recycling GmbH und Co. KG aus Lingen/Emsland verfügen über sämtliche Ressourcen für den Rückbau, die bevorstehende Freimachung des Baufeldes und das mobile Recycling der Betonrestmassen vor Ort. Die Feldhaus Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Schmallenberg/Nordrhein-Westfalen hat in diesem Projekt den Schwerpunkt die weiterführenden Tiefbautätigkeiten auszuführen.

Bochum, Ortsteil Stahlhausen, auf dem Gelände "Untere Stahlindustrie" ist die oberirdische Bebauung des einstigen Stahlwerks bereits zurückgebaut. Aktuell gilt es auf den über 12 ha zukünftiger Gewerbefläche die Baufreimachung zu realisieren. Das bedeutet Abbruch der massiven Fundamente und des kompletten Stahlbetonbodens des ehemaligen Stahlwerks, aber auch Rückbau sämtlicher Keller, Bunker und ähnlicher Anlagen. Dazu gibt es den Auftrag zum Ausheben aller Fundamentgruben für den neuen Hallenbau mit über 70 000 m² Grundfläche und den Kanalbau.

Die dänische Firma DSV, die zu den viergrößten Transport- und Logistikunternehmen der Welt gehört, hat sich entschlossen, vor Ort in Bochum ein neues Logistikzentrum errichten lassen. Nur drei Monate haben die Firmen Kafril, Moß und Feldhaus nunmehr Zeit.

Jeden Mittwoch ist in den frühen Morgenstunden ab 4.30 Uhr ein Auto mit Chefs der Firma der Kafril-Unternehmensgruppe Großzschepa auf dem Weg nach Bochum, um sich mit den anderen Akteuren vor Ort zu treffen. Meist stimmen sich Geschäftsführer Jens Karnahl und Prokuristin Katrin Weist direkt mit Markus Moß und seinem Projektleiter Michael Kraft über den Einsatz von Technik und Arbeitskräften vor Ort und die nächsten Arbeitsschritte ab.

Ein besonders Augenmerk wird in diesem Projekt auf die mobilen Brechanlagen zur Betonaufbereitung gelegt. Hier gilt es, einer möglichen hohen Ausfallquote entgegenzuwirken. Störungen haben große Mengen altes Schlackepflaster gemacht, welches vom Baggerfahrer beim Beschicken der Brecher nicht erkannt werden kann. Um den Termin zu halten und mit diesen Erschwernissen fertig zu werden, hat Kafril kurzfristig einen neuen Brecher gekauft, dessen verbesserte Mechanik bei übergroßem Widerstand an den Brechplatten diese öffnen lässt und somit Ausfälle we-sentlich vermindert. Drei Tage vorher brannte sogar das Haufwerk neben dem Brecher! Eine Phosphorbombe, Relikt aus dem 2. Weltkrieg, hatte einen Brand ausgelöst. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war schnellstens zur Stelle. Alles ging glimpflich ab.

Pro Tag sollen nun 1000 m³ Betonplatte aufgenommen und gebrochen werden, eine äußerst anspruchsvolle Leistung, damit wird das gesamte Gelände 1m unter bisheriger Oberkante saniert und aufbereitet. Die gebrochenen Betonmaterialien bleiben vor Ort, bereits über 40 Haufwerke befanden sich auf dem Gelände an vorgegebenen Orten. Für jedes Haufwerk ist die Herkunft des Materials genau dokumentiert und wöchentlich kommt Lars Rademacher von der Firma Geologie Münster und führt Probenahmen durch. Das Material wird hinsichtlich Körnung, Altlasten und Restbeständen kontinuierlich untersucht. Je nach Ergebnis der Analytik fällt die Entscheidung zur Entsorgung der Massen oder der Freigabe für den künftigen Einbau in den Baugrund. In diesem Rahmen sind einzelne Probefelder anzulegen und mit differenzierten Maßnahmen, bspw. einer Kalkung, die erforderliche Tragfähigkeit zu erreichen und vor allem nachzuweisen. Also Kontrollen allerorten: bei den Haufwerken, bei der Baugrundherstellung, bei der Massenermittlung.

Sieben Bagger und zwei Dumper, Walzen und verschieden große Radlader sowie die mobile Brechanlage beherrschen die Baustelle. Die Großmaschinen kommen gemeinschaftlich von den drei beteiligen Firmen. Während die Firmen Kafril und Moß im Wesentlichen den Rückbau verantworten, ist der Schwerpunkt von Feldhaus der Kanalbau auf dem Gelände.

Was sind die aktuell größten Herausforderungen dabei? Der Bauherr hatte für die Entwässerungsplanung noch nicht die erforderlichen Genehmigungen und damit drohten die Geländearbeiten zu stagnieren. Aber jeden Stillstand gilt es zu vermeiden. Sämtliche Beteiligten wollen die gestellten Ziele erreichen. Im Arbeitsverlauf werden mehrere gewaltige alte Trägerfundamente des früheren Stahlwerkes freigelegt. Es sind massive Stahlkörper, jeweils über 55 t schwer. Für diese muss ein spezieller Entsorgungsweg gefunden werden. Denn selbst die Stahlwerke im Ruhrgebiet könnten solche großen Blöcke nicht schneiden, also bleibt nur die kontrollierte Sprengung in einem Sprengwerk.

All das wurde von den Mitwirkenden und dem verantwortlichen Planungsbüro im Rahmen eines kompletten Baustellenrundganges erörtert. Dann ging es zur nächsten Bauberatung ins frühere Opelwerk 1 Bochum, auf die derzeit größte Abbruchbaustelle Deutschlands.

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