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Liebherr

Erstmals mehr als zehn Milliarden Euro Jahresumsatz

Weltpremieren und Produktneuheiten präsentiert: Die Sparte Erdbewegung hat auf der Intermat 2018 neben ihrer neuen Teleskoplader-Baureihe auch die Stereolader L507 und L509 vorgestellt. Bei den Raupenbaggern fiel der Startschuss für die Markteinführung der Generation 8. Im Bereich Spezialtiefbau feierte das neue Paket für Schlitzwandarbeiten mit Seilbagger und neuem hydraulischem Schlitzwandgreifer Premiere.

Bulle/Schweiz (ABZ). – Die Firmengruppe Liebherr hat nach eigenen Angaben im Jahr 2018 einen Umsatz von 10 551 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit lag das Unternehmen erstmalig in seiner Geschichte über der Marke von 10 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr habe das Unternehmen insgesamt eine Steigerung um 739 Mio. Euro oder 7,5 % erzielt. Trotz des leicht rückläufigen Wirtschaftswachstums war 2018 damit ein Rekordjahr für die Firmengruppe Liebherr. Sowohl der Bereich Baumaschinen und Mining als auch die anderen Produktbereiche verzeichneten insgesamt höhere Umsätze. Bei den Baumaschinen und Mining-Geräten stieg der Umsatz laut Liebherr um 10,8 % auf 6 833 Mio. Euro. Dazu zählen insbesondere die Sparten Erdbewegung, Fahrzeugkrane und Mining. In den anderen Produktbereichen, zu denen die Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Hausgeräte sowie Komponenten und Hotels zählen, konnte der Umsatz insgesamt um 2 % auf 3 718 Mio. Euro gesteigert werden. Der Rekordumsatz im Jahr 2018 lässt sich nach Aussage des Unternehmens auf eine sehr erfreuliche Entwicklung von Konjunktur und Nachfrage in mehreren Absatzregionen zurückführen. Innerhalb der Europäischen Union, der für Liebherr bedeutendsten Region, konnte der Absatz erneut gesteigert werden. Dies lässt sich u. a. auf das erneute Wachstum in Deutschland, dem für Liebherr größten Markt, sowie auf die positive Entwicklung in Frankreich und Großbritannien zurückführen. In den Nicht-EU-Ländern sank der Absatz im Vergleich zum Vorjahr auf Euro-Basis, bedingt in erster Linie durch die Währungskursentwicklung in Russland. Sehr positiv entwickelten sich zudem die Geschäfte in Nordamerika, Mittel- und Südamerika sowie in Asien und Ozeanien. Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere die Märkte USA, Australien und China.

Die Firmengruppe Liebherr erzielte 2018 ein Jahresergebnis von 321 Mio. Euro und liegt damit leicht über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Das Finanzergebnis sank, vor allem aufgrund von negativen Währungseinflüssen. Auch die Mitarbeiterzahl hat sich nach Angaben von Liebherr im Geschäftsjahr 2018 deutlich erhöht. Zum Jahresende beschäftigte die Firmengruppe Liebherr weltweit insgesamt 46 169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2300 mehr als im Vorjahr.

Als Hochtechnologieunternehmen verfolgt die Firmengruppe das Ziel, den technologischen Fortschritt in den für Liebherr relevanten Branchen maßgeblich mitzugestalten. Im vergangenen Jahr investierte Liebherr deshalb 586 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Ein Großteil davon floss in die Entwicklung neuer Produkte. Zahlreiche Forschungsprojekte mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten wurden initiiert und fortgesetzt. Ein Themenschwerpunkt dieser Forschungsprojekte ist die Baustelle der Zukunft. So ging Liebherr eine Entwicklungspartnerschaft mit der RWTH Aachen im Rahmen des Center Construction Robotics ein und beteiligt sich auch in dem vom VDMA initiierten Gemeinschaftsprojekt "Bauen 4.0". Wesentliche Themen über die große Bandbreite an Produkten und Leistungen hinweg sind seit mehreren Jahren die Steigerung der Energieeffizienz, der Leichtbau sowie die Automatisierung und Vernetzung von Produkten. Ein bedeutendes Projekt ist die Erforschung von additiven Fertigungsverfahren in der Luftfahrt. Ein Meilenstein dieses Projekts war im vergangenen Jahr die Auslieferung des ersten Serienbauteils aus der 3D-Druckproduktion.

Mit der Entwicklung von Ladekabel-Kühleinheiten für Ladestationen und der Forschung an einem elektrischen Turbokompressor für brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge fördert die Firmengruppe zudem das Thema EMobilität. Investitionen in Höhe von 829 Mio. Euro flossen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz. Damit steigerte die Firmengruppe ihre Investitionstätigkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 51 Mio. Euro. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 513 Mio. Euro gegenüber. So wurde am Standort Kirchdorf an der Iller (Deutschland) ein neues Entwicklungs- und Vorführzentrum eingeweiht. Darin werden neue Bau- und Materialumschlagmaschinen entwickelt, getestet und geprüft. Zudem wurde mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums begonnen. Die Firmengruppe investierte zudem in Bad Schussenried (Deutschland) als neuen Produktionsstandort für Betonpumpen. In Bulle (Schweiz) und Colmar (Frankreich) wurden neue Fertigungslinien für Großmotoren eingerichtet. Und in Toulouse (Frankreich) wird ein neues Aerospace-Trainingscenter für Mitarbeiter und Kunden geplant.

Im Rostocker Hafen hat Liebherr mit der Installation eines der leistungsstärksten landgebundenen Schwerlastkrane begonnen. Der Portalkran TCC 78000 soll künftig nicht nur für das Verladen immer größerer Liebherr-Krane genutzt werden, sondern wird auch für externen Schwerlastumschlag im Hafen Rostock zur Verfügung stehen. Außerhalb Europas investierte Liebherr u. a. in den Ausbau des Standorts Newport News (USA). Die Erweiterung für die Bereiche Krane, Baumaschinen und Betontechnik soll die langfristige Wachstumsstrategie der Firmengruppe im USamerikanischen Markt stützen.

Laut aktuellen Prognosen wird sich das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr zwar weiter verringern. Jedoch lassen sich keine Anzeichen einer drohenden Rezession feststellen.

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