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Linde

Erster Roadster mit Brennstoffzellenantrieb

Den Roadster gibt es jetzt mit einem Antrieb aus Brennstoffzellen.

Aschaffenburg (ABZ). – Einen Roadster mit Brennstoffzellenantrieb präsentiert das Unternehmen Linde Material Handling. An der Entwicklung serienfähiger Flurförderzeuge mit Brennstoffzelle arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits seit zwei Jahrzehnten. "Wir waren 1997 die Ersten, die sich intensiv mit dieser vielversprechenden Technologie beschäftigt und erste Geräte 2010 in die Serienfertigung aufgenommen haben", sagt Markus Weinberger, International Product Manager Energy Solutions bei Linde Material Handling. Heute verfüge die Marke Linde über das größte Angebot an Flurförderzeugen mit Brennstoffzellenantrieb im Markt. Rd. 80 % aller Modelle seien mit dieser Energievariante bestellbar. Dazu gehörten Niederhubwagen, Schlepper oder Schubmaststapler sowie Gegengewichtstapler inklusive des Roadster-Modells.

Die Roadster-Versionen der Elektrostapler Linde E20 bis E35 werden nach Unternehmensangaben vor allem in Logistik- und Industrieanlagen mit regem Personenverkehr eingesetzt. Denn da die Fahrzeuge ohne die sonst üblichen A-Säule auskommen, hätten die Benutzer im Linde Roadster eine besonders gute Sicht auf Fahrweg und Ladung, erläutert Weinberger. Auch Präzisionsarbeiten wie bspw. das Einlagern in Container könnten durch das deutlich größere Blickfeld besser erledigen werden. "Weil der Roadster seine Stärken vor allem im Indoor-Bereich ausspielt, erschien uns die Kombination mit der Brennstoffzellentechnologie ideal", begründet Linde-Experte Weinberger die Erweiterung des Portfolios. Schließlich erzeuge das Energiesystem im Betrieb keinerlei Emissionen. Die Energiegewinnung erfolge durch die chemische Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff. Der so erzeugte Strom speise eine Lithium-Ionen-Batterie, die wiederum Fahr- und Hubmotoren versorge; zugleich diene der Akkumulator als Zwischenspeicher für rückgewonnene Bremsenergie und "Kraftreserve" bei Leistungsspitzen. Als Nebenprodukte fielen im Prozess lediglich Wärme und reines Wasser an. Letzteres werde beim Nachtanken von Wasserstoff abgepumpt.

Der Tankvorgang nehme nur 3 Min. in Anspruch. Das sorge für max. Verfügbarkeit. Da der einfache, schnelle und saubere Tankvorgang Batteriewechsel obsolet mache, seien Brennstoffzellen-Roadster selbst für den Einsatz in hygienekritischen Branchen wie der Pharma- oder Food-Industrie gut geeignet. Ab einem Einsatz von rd. 20 Fahrzeugen würden sich Brennstoffzellensysteme wirtschaftlich rechnen, so Weinberger. Verfüge das Unternehmen bereits über eine eigene Wasserstoff-Infrastruktur, da Wasserstoff in der Produktion ohnehin benötigt werde, werde das Konzept ökonomisch noch attraktiver. Weitere ökologische Vorteile seien die mit rd. 10 000 Bh vergleichsweise lange Lebensdauer einer Brennstoffzelle und mögliche CO2-Einsparungen, wenn der erzeugte Wasserstoff aus regenerativen Quellen wie bspw. Biogas oder einer Elektrolyse durch Sonnen- oder Windenergie stamme.

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