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Lösung ist jetzt cloud-basiert

Reifendruck digital überwachen

Von Reinhard Klant

Reinhard Klant ist Product Line Manager Erdbewegung bei Continental Commercial Specialty Tires.

Hannover. – Zu niedriger Reifenluftdruck kann in einer Fahrzeugflotte auf der Baustelle zu hohen Wartungskosten und langen Ausfallzeiten führen. Mithilfe standortunabhängiger und digitaler Lösungen lässt sich der Zustand der eingesetzten Reifen zentral überwachen.

Pro Jahr lassen sich so 195 Betriebsstunden bei einer Flotte mit 15 Fahrzeugen einsparen. Die Flotteneffizienz kann so durch höhere Produktivität und längere Laufleistung gesteigert werden.

Kosten und Zeit zu sparen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, ist eine ständige Herausforderung in der Bauindustrie. Unter Höchstleistungen müssen Maschinen, Fahrzeuge und Fahrer meist komplexe Arbeitsabläufe präzise und unter Zeitdruck abwickeln. Ausfallzeiten der Fahrzeuge aufgrund von Reifenpannen können enorme Kosten mit sich bringen und den Betrieb auf der Baustelle behindern.

Neben den hohen Reifenanforderungen, bedingt durch aggressive, schnittverletzende Bodenbeschaffenheiten, wechselnde Temperaturen und Beladung, steigt das vorzeitige Reifenausfallrisiko insbesondere durch schwankende und nicht regelmäßig überwachte Luftdruckverluste.

Das hat enorme Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch und auf die Lebensdauer des Reifens. Untersuchungen von Continental haben gezeigt, dass sich bei einem im Durchschnitt 10 % zu niedrigem Reifendruck die Profillebensdauer um 15 % und die Lebensdauer der Karkasse um 20 % verringert. Deshalb sollte der Luftdruck jedes einzelnen Fahrzeugs mindestens wöchentlich im Rahmen von Instandhaltungsservicemaßnamen kontrolliert werden.

Bei durchschnittlich 15 Minuten zusätzlicher Standzeit kommen so bei einer Flotte von beispielsweise 15 Fahrzeugen pro Jahr insgesamt rund 195 Betriebsstunden zusammen, in denen nicht alle Fahrzeuge einsatzfähig sind.

Um zu niedrigem Luftdruck und damit einhergehenden Ausfallzeiten entgegenzusteuern, müssen Fahrer und Flottenmanager zu jeder Zeit den Überblick über den Zustand der eingesetzten Reifen haben. Auf den riesigen Flächen internationaler Großbaustellenprojekte können Flottenmanager schnell den Überblick über kritische Reifenzustände ihres eingesetzten Fuhrparks verlieren. So werden schnell unnötige, kostenintensive Ausfälle provoziert. Um den richtigen Reifendruck und die richtige Reifentemperatur sicherzustellen, hat Continental, die digitalen Reifendruckkontrollsysteme ContiPressureCheck und ContiConnect entwickelt.

Reifensensoren von Continental bilden das Herzstück beider Systeme. Sie messen rund um die Uhr die Temperatur und den Luftdruck des Reifens und bieten eine Übersicht über die gesamte Flotte.

Continental CST unterstützt Flottenmanager unter anderem auf der Baustelle mit ContiConnect Live, einer standortunabhängigen, digitalen Lösung für das Reifenmonitoring.

Alarmmeldungen und Benachrichtigungen machen den Flottenbetreiber direkt auf Reifen aufmerksam, die einen sofortigen Eingriff erfordern. Das digitale, standortunabhängige Reifenmonitoring geht dabei nun noch einen Schritt weiter. Gerade unter extremen Einsatzbedingungen können Flotten die Fahrzeugverfügbarkeit durch die richtige Reifenwartung und präzises Reifenmonitoring steigern.

Über digitale Kontrollsysteme wie ContiConnect Live, der Ergänzung von ContiConnect Light und ContiConnect Yard von Continental, können Flotten nun auf Baustellen oder im Bergbau standortunabhängig, zentral überwacht werden.

Die cloud-basierte Lösung verzichtet im Gegenteil zu ihrer Vorgänger-Version ContiConnect Yard auf ortsgebundene Messstationen auf der Baustelle, sondern sammelt wichtige Daten direkt in einer Cloud, um flexibles Flottenmanagement zu ermöglichen.

Über den Sensor im Reifen werden kontinuierlich Informationen zu Reifendruck und -temperatur gesammelt und den Flottenmanagern über ein integriertes Webportal zur Verfügung gestellt. Erfordern eingesetzte Reifen sofortiges Handeln, macht das System den Flottenmanager direkt darauf aufmerksam.

Gerade in unserer derzeitigen, durch Covid19 geprägten, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation, geraten fristgerechte Wartungsintervalle schnell unter Druck beziehungsweise können nur eingeschränkt wahrgenommen werden. Dies führt zu unerwarteten Folgekosten. Remote-Überwachungssysteme, die hier dediziert und kontinuierlich Transparenz verschaffen und im richtigen Moment warnen, sind von besonderer Bedeutung. Durch die Überwachung des optimalen Reifendrucks und der richtigen Reifentemperatur verlängert sich die Betriebszeit massiv, da das Pannenrisiko sinkt und die Instandhaltung hinfällig wird. Und das wirkt sich auch erheblich auf die Kraftstoffeffizienz aus: Mit optimal aufgepumpten Reifen kann rund 1 % Kraftstoff gespart werden, im Vergleich zu einem Reifen, der 10 % Minderluftdruck hat. Durch die cloud-basierte, digitale Lösung entfallen die aufwändigen, manuellen Check-Ups und die Fahrzeuge sind jederzeit einsatzbereit. Continental rollt ContiConnect Live im vierten Quartal 2020 in ausgewählten europäischen Märkten aus.

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Der Autor ist Product Line Manager Erdbewegung bei Continental Commercial Specialty Tires.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 03/2021.

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