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Luft erhärtender Porenbeton

Für stahl- und faserbewehrten Einsatz

Baustoffe, Betonfertigteile, Fassaden, Dämmstoffe

Das Bauen mit Neopor ist in über 70 Ländern bei 700 000 Gebäuden erprobt. Im Bild ein zweistöckiges Gebäude mit tragender Funktion in Rohdichte 1700 kg/m³ erstellt in Südafrika.

NÜRTINGEN (ABZ). - Vor über 50 Jahren wurde das sogenannte Neopor-Verfahren zur Herstellung von Fertigteilen und dem Gießen kompletter Gebäude in einem Vorgang entwickelt. Insbesondere bei Großprojekten ist das Verfahren bereits seit fast 30 Jahren in über 70 Ländern bei 700 000 Gebäuden erprobt, heißt es in einer Mitteilung der Neopor System GmbH (www.neopor.com). Einzelne Hausbau-Projekte seien zudem von einer deutschen Fertigteilfirma in der Schweiz erstellt worden. Die Firma Neopor System unterhält in Ebersbach/Fils ein Logistikzentrum mit angeschlossenem Eignungslabor, in welchem Betonfachkräfte aus verschiedenen Ländern mehrtätige Kurse in L'PB (lufterhärtenden Porenbeton) belegen können. Dort werden für Besucher Vorträge gehalten und mit Videos begleitet.

L'PB ist Normalbeton bei weichem Grobzuschlag (Kies) durch Luft ersetzt wird. Der verwendete Schaum auf organischer Basis ist nach eigenen Angaben umweltfreundlich. Dabei stelle dieser nur weniger als 1 Promille aus und bewirke keine chemische Reaktion im Beton (Mörtel), sondern diene lediglich als Verpackung für die Luft im Schaum. Die Luftporen im Mörtel sind < 2 mm. Größere Luftporen führten zu einer Konvektion der eingeschlossenen Luft, wenn die Luftpore 2 mm und größer ist, heißt es weiter. Neopor zeichne sich im Vergleich zu Normalbeton zudem u. a. durch seine hohe thermische Isolierung bei einem monolithischen Wandaufbau aus. Zu den weiteren Vorteilen würde die Gewichtseinsparung von ca. 40 bis 30 % der hohe Feuerwiderstand und die Einsparungen von Stahl bei Hochbauten und im einzelnen Bauelement zählen.

Neopor hat im November 2011 im Auftrag der Europäischen Union und in Zusammenarbeit mit der GIZ (ehemals GTS) in einem GIZ Institut in Tunis für die Maghreb und andere arabische Staaten in Nordafrika eine praktische Vorführung veranstaltet, um u. a. die strengen thermischen Isolierungen, welche die EU. in ihren Mitgliedstaaten vorgibt, der Bauindustrie in diesen Ländern zu vermitteln. Die GIZ und Neopor hatten dem Institut ein Schaumgerät und Neopor Schaumkonzentrat (umweltfreundlich und abbaubar) zur Verfügung gestellt. Die EU hat die Firma Neopor seither auserkoren, um auf deren jährlichen Events in wechselnden Ländern diese Werte nahe zu bringen. Dieses Jahr findet die das Event Ende Oktober in Singapur und Malaysia dabei.

Im Februar kommenden Jahres wird auf den Ulmer Betontagen von den Organisatoren dieser Veranstaltung der Neopor Beton als "grünster" Beton den Besuchern vorgeführt, nachdem sich die Organisatoren von den Vorteilen des Luft erhärtenden Porenbetons (L'PB) vor Ort an einem dort erstellten, zweistöckigen Gebäude überzeugen konnte, dessen Statik von Ing. Friedrich Hohnerlein aus Karlsruhe vorgegeben wurde. Die Veranstalter konnten Hohnerlein als Moderator für die Ulmer Betontage zum Thema Energieeffizientes Bauen mit Neopor-Leichtbeton gewinnen.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 44/2014.

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