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Markant und zweckmäßig

Solitär stiftet Identität im Quartier

Außergewöhnliche Form: Die Architekten des Büros Harter + Kanzler haben in Freiburg im Breisgau einen neungeschossigen Wohnturm im neuen Quartier Gutleutmatten realisiert. Das 26 m hohe Gebäude ist eine Landmarke im Stadtteil Haslach. Die weit auskragenden Eckbalkone charakterisieren dabei die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes zusätzlich. Für die Fassadengestaltung wurden Hagemeister-Klinker der Handstrich-Sortierung "Weimar HS" im Dünnformat ausgewählt.

Freiburg (ABZ). – Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau ist um eine neue Landmarke reicher. In dem quirligen Stadtteil Haslach entsteht in den kommenden Jahren das Quartier Gutleutmatten mit rund 500 geplanten Wohneinheiten für etwa 1300 Menschen. Im westlichen Teil des Neubaugebietes sticht schon jetzt ein markantes Wohnhaus hervor. Der neungeschossige Turm ist bereits von Weitem aus sichtbar und markiert den Eingang zum neuen Quartier. Die Architekten des Büros Harter & Kanzler entschieden sich bei der Fassadengestaltung für Hagemeister Klinker der Handstrich-Sortierung "Weimar HS".

Das wichtige Entwicklungsgebiet Gutleutmatten in Freiburg im Breisgau grenzt an den Bezirk Gartenstadt, der mit seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und einem Hallenbad den sozialen Mittelpunkt des Stadtteils Haslach darstellt. Direkt an der Eschholzstraße, welche in das neue Quartier leitet und es in Ost und West teilt, haben die Architekten von Harter & Kanzler einen 26 m hohen Turm mit 23 Wohnungen und 23 Stellplätzen in der Tiefgarage realisiert. Der Entwurf des Freiburger Architekturbüros sah einen Mix aus kleineren Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sowie größeren, familiengerechten Vier-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 60 und 108 m² vor.

Die Architekten des Büros Harter + Kanzler haben in Freiburg im Breisgau einen neungeschossigen Wohnturm im neuen Quartier Gutleutmatten realisiert. Das 26 m hohe Gebäude ist eine Landmarke im Stadtteil Haslach.

Der Wohnturm ist wie ein Punkthochhaus geformt. Diese Bautypologie erzeugt besondere Sichtachsen und prägt den ersten Eindruck vom neuen Quartier. Das Hochhaus besticht durch die Definition des Baukörpers als Solitär und die konsequente turmartige Ausbildung durch eine klare Stapelung der Geschosse. Diese aussagekräftige Gestaltung der Gebäudehülle lobte auch Architektin Jórunn Ragnarsdóttir von LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei, die beim Investorenwettbewerb den Vorsitz der Jury innehatte.

Die Fassaden wurden mit Hagemeister-Klinkern der Sortierung "Weimar HS" im Dünnformat gemauert. Der Stein mit seinen weiß-hellbeigen Grundtönen, akzentuiert mit dezent schwarz-anthraziten Kohleaufschmauchungen, überzeugt durch seine handstrichartige Oberflächenstruktur. Der helle Ziegel reflektiert Tageslicht und erzielt so zusätzlich zur markanten Gebäudestruktur eine besondere Wirkung. Die außergewöhnliche Architektur des Baukörpers wird außerdem durch weit auskragende Eckbalkone charakterisiert. Reliefierte Teilfassaden runden dieses individuelle Wohnhaus ab. Durch das Herausschieben einzelner Steine aus dem Verband ist ein Mauerwerksrelief mit Klinker-Köpfen entstanden, was dem Gebäude eine besondere Akzentuierung im Detail gibt. Weitere Materialien wie hellbraunes Aluminium für die Fensterrahmen und Jalousien sowie Betonblöcke und helles Holz für Sitzbänke rund um das Hochhaus ergänzen sich mit dem hellen Klinker optimal.

Der charakteristische Baukörper entwickelt nicht nur eine gute Fernwirkung, sondern schafft zudem Identität für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers. Die Eingangssituation zu Gutleutmatten hat so eine architektonische Qualität bekommen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2020.

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