Maschinenportfolio erweitert

Boden mit Traktor stabilisieren

Bomag erweitert sein Maschinenportfolio um die Anhängerfräsen der Typen RS 250 und RS 300 mit einer Arbeitsbreite von 2,5 m und einer Frästiefe von bis zu 40 beziehungsweise 50 cm. Die Anbaufräsen sind für den flexiblen Einsatz in der Bodenstabilisierung sowie im Straßen- und Wegebau optimal ausgelegt, versichert das Unternehmen.
Bomag Straßenbautechnik
Die Bomag-Anbaufräsen der Typen RS 250 und RS 300 eignen sich für das Fräsen, Mischen und Stabilisieren mit dem Baustellen-Traktor. Fotos: Bomag

Boppard (ABZ). – Angetrieben werden die Kraftpakete über die Heck-Zapfwelle eines leistungsstarken Traktors mit 200 bis 300 PS beziehungsweise 300 bis 450 PS. Die Konstruktion der Anhängefräsen basiert auf bewährten Technologien und einer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich, erläutert Bomag.

Moderne Traktoren sind universelle Zug- und Antriebsmaschinen. In Kombination mit optimal abgestimmten Anbaugeräten erobern sie sich zunehmend neue Einsatzgebiete und überzeugen auch bei schweren Erdbauarbeiten.

Die neuen Anhängefräsen der Bezeichnungen RS 250 und RS 300 schließen jetzt eine Lücke im Fuhrpark von Baufirmen und Dienstleistern, die eine flexible und ökonomische Traktorlösung für das Fräsen, Stabilisieren und Mischen von Böden suchen. Besonders auf kleineren Baustellen – aber nicht nur dort – bieten sich die leichten und wendigen Systeme als gute Ergänzung an, ist die Firma aus Boppard überzeugt. Ein Anwendungsszenario stellt die Bodenstabilisierung dar: Hier kann der Traktor nun durchgängig und vielseitig genutzt werden, beispielsweise als Zugmaschine für Bindemittelstreuer, Wasserfass und Anhängefräse.

"Beim Stabilisieren ist der Austausch von nicht tragfähigen Böden überflüssig. Stabilisieren ist daher meist ökonomisch wie ökologisch die bessere Wahl gegenüber dem Abtransport wiederverwendbarer Böden", erläutert Bomag-Produktmanager Sebastian Ibald. "Dies fordert auch das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Durch das Einmischen von Bindemitteln wie Kalk entzieht man dem Boden bei diesem Verfahren vor Ort Feuchtigkeit und verbessert so die Verdichtungseigenschaften und Tragfestigkeit.

Durch die genau dosierte Zugabe von Zement und Wasser für dessen Hydratation können so mit geringem Aufwand auch nicht tragfähige Böden dauerhaft tragfähig, fest und frostbeständiger gemacht werden. Mit unseren neuen Anhängefräsen kann hocheffiziente Technologie von Bomag für das Fräsen, Mischen und Stabilisieren nun selbst auf kleineren Baustellen noch einfacher und flexibler genutzt werden. Hier treffen optimierte Kraftübertragung und leistungsstarke Schneidtechnologie auf durchdachte und servicefreundliche Haltersysteme. Dies sind Garanten für maximale Fräsleistung, gleichmäßig ebene Fräsflächen und vergleichsweise geringen Kraftstoffverbrauch."

Variable Frästiefe

In zwei Leistungsklassen verfügbar, eignet sich der RS 300 (für Traktoren mit 300 bis 450 PS) für größere Einsätze im Bereich Stabilisierung, Bodenverbesserung und Straßenbau. Der leichtere und noch kompaktere RS 250 für Traktoren von 200 bis 300 PS ist laut Hersteller eine gute Wahl im Wegebau, für Aufschüttungen von Dämmen oder Böschungen und Hinterfüllungen.

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Der RS 300 verfügt über höhenverstellbare Seitenschilde inklusive Gleitkufen. Die Frästiefe kann bis zu 50 cm hydraulisch frei eingestellt werden.

Anders als die selbstfahrenden Stabilisierer und Fräsen von Bomag sind die neuen Anhängefräsen auf den Traktor als Antriebsmaschine angewiesen und werden über die Heckzapfwelle angetrieben – und zwar mit einer Eingangsdrehzahl von 1000 U/min. Die Kupplung erfolgt über die Drei-Punkt-Aufhängung (Kategorie 3 oder 4). Beim RS 250 lässt sich die Frästiefe von bis zum 40 cm über den hydraulischen Unterlenker variabel einstellen.

Zusätzliche Einstellmöglichkeiten bietet der RS 300: Per hydraulischem Oberlenker lässt sich die Neigung hier je nach Situation korrigieren: unabhängig voneinander höhenverstellbare Seitenschilde inklusive Gleitkufen ermöglichen eine freie Einstellung der Frästiefe bis maximal 50 cm. Die Kraftübertragung zum Rotor ist über Zapfwelle, Getriebe und beidseitigem, starken Kettenantrieb im Ölbad beim RS 250 gelöst beziehungsweise durch zwei vierteilige Kraftbänder (Power Belts) beim RS 300.

Hohe Fräs- und Mischleistung

Der Mischraum ist besonders robust ausgelegt und die Haube besteht komplett aus verschleißfestem Stahl mit einer Brinellhärte von 400, erläutert Bomag. Eine hydraulisch verstellbare Heckklappe sorgt für eine optimale Zerkleinerung und gute Mischqualität.

Beim RS 300 arbeiten sich extragroße Meißel mit einem Schaftdurchmesser von 25 mm auf einem großen Rotor mit knapp 1,5 m Durchmesser vor. Durch die spezielle Geometrie und Anordnung der Doppelmeißel entsteht ein Schaufeleffekt, der für eine optimale Bearbeitung bindiger Böden und eine sehr gute Durchmischung sorgt. Stark bindige Böden werden mit der Schaufelkante zuerst förmlich zerschnitten und dann gut durchmischt. Dies zahle sich in einem minimalen Kraftstoffverbrauch bei niedrigen Geschwindigkeiten aus. Die langlebigen Fräsmeißel des RS 300 decken ein breites Einsatzspektrum ab. Das Bomag-Doppelmeißel-Wechselhaltersystem mit geschraubter Basis erlaubt einen schnellen und unkomplizierten Austausch und Reparaturen.

Der RS 250 setzt auf das schmale BMS15L-Wechselhaltersystem, das die Hartmetall-Fräsmeißel mit einem Schaftdurchmesser von 22 mm aufnimmt. Die kleinere Fräse kann wahlweise mit verschiedenen Meißeln ausgerüstet werden: Für bindige Böden empfiehlt sich nach Angaben von Bomag der Typ BRT 04, BRT 02 eigne sich besonders für Kies und sandige Böden.

Mit BRT 01 fräst sich die Anhängerfräse sogar in Asphalt. Für die optimale Hydratation des Zements sorgt eine optionale Wassereinspritzung direkt in den Mischraum. Das Wasser wird gleichmäßig über die gesamte Fräsbreite verteilt, und zwar mit einem maximalen Volumenstrom von 500 l/min.

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