Anzeige

Mauermaschinen

Produktionsumstellung mit möglichst geringem Risiko

Rimatem, Mauerwerksbau

Mithilfe der Maschinen alle handelsüblichen Mauersteine verarbeiten lassen, wenn sie eine Stärke von 10 bis 50 cm und eine Schichthöhe von 12,5 bis 50 cm aufweisen.

EEKLO/BELGIEN (ABZ). - Das belgische Unternehmen Bouwcentrale Modern NV wird von zwei Brüdern, der Schwester sowie deren Vater geleitet und ist schon lange im Bereich Wohnungsbau etabliert. Um auch für die Zukunft gerüstet zu sein, suchten die Geschäftsführer nach einer Möglichkeit, die traditionelle Bauweise durch eine maschinenunterstützte zu ersetzen. Dabei stießen sie auf die Anlagen der Rimatem GmbH, Dischingen. Mit Bedacht und Vorsicht stellten sie die gesamte Produktion um, gründeten ein zweites Unternehmen und verfügen heute über zwei Maschinen sowie ein weiteres wirtschaftliches Standbein.

Seit 1970 ist die belgische Bouwcentrale Modern NV, Kaprijke, im Wohnungsbau tätig. Lange mauerten ihre Mitarbeiter die Wände ganz traditionell auf der Baustelle von Hand. Dies war verhältnismäßig zeit- und kostenintensiv. Infolgedessen such-ten die Geschäftsführer der Bouwcentrale Modern NV, eine Lösung und fand sie in den Mauermaschinen der Rimatem GmbH, Dischingen. Das süddeutsche Unternehmen vertreibt Anlagen, die das Mauernvon Wänden entweder halb oder vollautomatisch durchführen und so die Arbeit wirtschaftlicher machen.

Die Unternehmer kannten das System schon länger – ein nur 20 km entfernter Mitbewerber nutzt die Rimatem-Maschinen schon seit mehreren Jahren. Doch sie scheuten es, ein großes finanzielles Risiko einzugehen. Aus diesem Grund informierten sie sich sehr ausführlich über Alternativen, den Absatzmarkt und die Rimatem-Produktionsanlagen.

Dabei erfuhren sie, dass mit ihnen gleichermaßen Kalksandstein-, Beton-, Leichtbeton- oder Ziegelwände im Werk vorgefertigt werden können. Es begeisterte sie, dass sich mithilfe der Maschinen alle handelsüblichen Mauersteine verarbeiten lassen, wenn sie eine Stärke von 10 bis 50 cm und eine Schichthöhe von 12,5 bis 50 cm aufweisen. Und sie fanden heraus, dass Rimatem sein Verfahren zum Verkleben der Steine weiterentwickelt, sodass selbst Hochlochziegel mit dünnster Fuge vermauert werden können.

Dies überzeugte nicht nur sie, sondern auch ihren Vater, sodass sie sich entschlossen, in die halb automatische Maueranlage HAIII mit einer Produktionslänge von 8 m zu investieren. Bei ihr werden die Steine mittels Handhabungskran versetzt. Dabei gewährleistet eine höhenverstellbare Plattform, dass sich der Anwender stets in einer ergonomischen Arbeitshöhe befindet.

Eine Anschlagsvorrichtung stellt sicher, dass die Steine fortwährend vertikal, horizontal und in der Höhe richtig platziert sind. Um das finanzielle Risiko so klein wie möglich zu halten, gingen die Verantwortlichen Schritt für Schritt vor. Anstatt sofort eine Produktionshalle zu bauen, die genau an die Anforderungen der Mauermaschine angepasst ist, mietete das Unternehmen zunächst entsprechende Räumlichkeiten. Hierzu sagt Mike De Baets: "Bei der Suche nach den richtigen Produktionsräumenhaben uns die Mitarbeiter der Firma Rimatem wertvolle Tipps gegeben." Und in der Tat gehört es zum Service des süddeutschen Unternehmens, die passende Halle mithilfe von Plänen und Besichtigungen vor Ort auszuwählen. Darüber hinaus unterstützen die Rimatem-Mitarbeiter ihre Kunden bei der Auswahl von Steinen, Mörtel bzw. Kleber. Hierbei legt das Unternehmen großen Wert darauf, dass alle Kunden möglichst bei ihren bisherigen Lieferanten bleiben bzw. regionale Baustoffe einsetzen können. Hierzu lässt sich Rimatem vorab die entsprechenden Materialien vom jeweiligen Lieferant zusenden und testet sie in einer eigenen Versuchsanlage. So kam es, dass die Firma Bouwcentrale Modern NV im Herbst 2009 die ersten automatisch gemauerten Wände in einer gemieteten Halle fertigte. Zunächst wurden die Maschinen nur im Einschichtbetrieb genutzt, doch schnell war die Produktionsumstellung so weit fortgeschritten, dass im Zweischichtbetrieb gearbeitet wurde. Anfangs diente die Anlage lediglich dazu, den Eigenbedarf an gemauerten Wänden zu decken. Doch auch andere Unternehmen bekundeten ihr Interesse an den fertigen Wänden. Um diesem Wunsch nachkommen zu können, gründeten die Geschäftsführer ein zweites Unternehmen und verkaufte die Mauern unter dem Namen Pre-Build Walls BM NV.

Der Erfolg stellte sich schnell ein: Innerhalb von nur drei Jahren war klar, dass eine zusätzliche Mauermaschine erforderlich ist. Dieses Mal kauften die Verantwortlichen die halb automatische Anlage HA IV mit einer Produktionslänge von 13 m. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der HA III. Sie bietet bspw. Raum für drei Anwender, während auf der HA III nur zwei gleichzeitig arbeiten können. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei ihr innerhalb weniger Minuten vom Mörtel- auf das Klebeverfahren umgestellt werden kann.

Wichtig für den Erfolg von Pre-Build Walls BM NV war, dass dank der Bahnlänge von 13 m mehrere Mauern gleichzeitig produziert werden können. Womit eine effizientere Auslastung möglich ist. Auch hierfür mussten die geeigneten Produktionsräume gefunden werden. Und wieder unterstützen die Rimatem-Mitarbeiter die belgischen Unternehmer.

Doch dieses Mal waren keine Kompromisse erforderlich. Da die Firmeninhaber eine eigens hierfür geplante Halle bauten, konnte diese exakt auf die Anforderung der Produktion abgestimmt werden.

Auf eines legte der Vater, die beiden Söhne und die Tochter allerdings großen Wert: Die Produktion sollte trotz der Umstellung auf zwei Maschinen keinesfallsins Stocken geraten. Aus diesem Grund wurde zunächst die neue Halle gebaut und die zweite Maschine funktionsfähig instal-liert. Sofort nach deren Produktionsbeginn hat Rimatem die erste Maschine demontiert und in der neuen Halle wieder aufgestellt. Heute arbeiten beide Maschinen im Zweischichtbetrieb und Pre-Build Walls BMNV erstellt mit ihnen ca. 80 000 m² Wandfläche pro Jahr.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel