Mehrfachnutzung spart Holz und bringt ein Plus fürs Klima

Charta-Arbeitsgruppe

Gülzow-Prüzen (ABZ). – Holz und Holzprodukte sollen länger als bisher im Wirtschaftskreislauf genutzt und effizient wiederverwertet werden. Das schont Ressourcen und verstärkt den Klimaschutzeffekt der Holzverwendung. Entsprechende Empfehlungen zur "Etablierung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft bei der Nutzung von Holz" legte jetzt die Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz der Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor.

Die fast 100 Quadratmeter große Trägerrostkonstruktion der "Infozentrale auf dem Vollgut" besteht zu großen Teilen aus recycelten Altholzbalken aus Baustellenabfällen und ist ein gutes Beispiel für das nachhaltige und klimaschonende Bauen mit Holz. Um genau das weiter voranzutreiben, legte die Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz der Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nun eine entsprechende Empfehlungen zur "Etablierung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft bei der Nutzung von Holz" vor. Foto: Leon Klaßen

Die Charta-Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz empfiehlt unter anderem Laub- und Altholz sowie Kalamitätsholz stärker als bislang im Wirtschaftskreislauf zu halten und die Nutzung von holzbasierten Kunststoffen stärker zu fördern. Bereits das Produktdesign müsse als "Design for Reuse and Recycling" auf Weiter- und Wiederverwertbarkeit nach Ende eines Nutzungszyklus von Bauteilen, Möbeln, Holzprodukten und Verpackungen ausgerichtet werden.

Durch Aufbereitung von Abbruchholz und Sperrmüll könnten im Sinne des "Urban Mining" verwertbare Holzsortimente generiert oder aus dem Altpapierkreislauf Ausgangsstoffe für weitere Papiererzeugnisse gewonnen werden, heißt es in den Empfehlungen weiter. Industrielle Holzfeuerungsanlagen zur Energieerzeugung sollten weiterhin verbessert werden, sodass zukünftig auch die in den Anlagen anfallende Asche verwertet werden kann. Neben dem Ausbau von Aus- und Fortbildung zur zirkulären Wertschöpfung im Cluster Forst und Holz sowie der Verbraucherinformation empfiehlt die Arbeitsgruppe unter anderem, die Forschungsaktivitäten zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft zu verstärken.

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