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Mehrzweckgebäude

Minergie-Standard mit Fertigteil erreicht

Baustoffe

Dank der Gebäudehülle aus Liapor-Energiespar-Wänden entspricht das Objekt dem Schweizer Minergie-Standard.

Kreuzlingen/Schweiz (ABZ). – Wie sich mit Liapor-Blähton höchste Energieeffizienz-Vorgaben erfolgreich umsetzen lassen, zeigt die Kastell GmbH mit der neuen Liapor-Energiespar-Wand. Das Fertigteilelement aus Liapor und EPS sorgt beim neuen Mehrzweckgebäude in Kreuzlingen dafür, dass es dem Schweizer Minergie-Standard entspricht – und punktet dabei auch in Sachen Massivität, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Vor Kurzem entwickelte die Kastell GmbH in Veringenstadt mit der neuen Liapor-Energiespar-Wand ein nach eigener Aussage ganz besonderes Fertigteilelement. Die Wand besteht aus haufwerksporigem LAC-6-Liapor-Leichtbeton und weist innen eine durchgängige Lage aus EPS-Hartschaum und Blähglas auf. "Es ist eine massive, dennoch dampfdiffusionsoffene Verbundwand, bei der die Liapor-Schale die tragende Funktion übernimmt. Die Schicht aus EPS und Blähglas erhöht dabei die an sich schon sehr gute Dämmwirkung der Wandelemente nochmals erheblich", so Wolfgang Berner, Werkleiter der Kastell GmbH. "Und dank der Kombination aus Liapor und EPS als Dämmputzsystem entfällt eine zusätzliche bauseitige Dämmung etwa in Form eines herkömmlichen Wärmedämmverbundsystems."

Die Vorteile der neuen Liapor-Energiespar-Wand zeigten sich auch beim neuen Mehrzweckgebäude im schweizerischen Kreuzlingen am Bodensee. Das dreistöckige Objekt mit über 4000 m³ Rauminhalt wurde von der Kastell GmbH geplant und errichtet. Und die Herausforderungen im Vorfeld waren hoch: "Es sollte ein energetisch optimal gedämmtes Gebäude mit minimalem Energieverbrauch erstellt werden. Gleichzeitig sollte so flexibel wie möglich gebaut werden, um bei späteren Umnutzungen die entsprechenden Umbaumaßnahmen so günstig und einfach wie möglich tätigen zu können. Diese Anforderungen konnten wir mit unseren äußerst vielseitig einsetzbaren Fertigteilen optimal lösen", so Berner.

Für die hohe Energieeffizienz des Objekts sorgt die Gebäudehülle selbst, die hier aus Liapor-Energiespar-Wandelementen in 40 cm Stärke besteht. Sie erfüllen mit einem entsprechenden U-Wert von 0,24 W/m²K auch die Anforderungen des Schweizer Minergie-Standards. Sämtliche Innenwände mit einer Gesamtfläche von rund 380 m² bestehen dagegen aus von der Kastell GmbH hergestellten Liapor-Fertigelementen in 24 cm Stärke. "Gerade unsere Liapor-Wandsysteme erfüllen höchste Ansprüche an Wärmedämmung, Schall- und Brandschutz sowie Ökologie", erklärt Berner. "Gegenüber Normalbeton sind sie zudem wesentlich leichter, was die Herstellung besonders großflächiger Elemente ermöglicht." Und für den geforderten Freiraum im Inneren sorgen die vom Unternehmen gefertigten Variax Spannbeton-Hohldecken mit Spannweiten von über 11 m, die das flexible Einziehen oder auch Entfernen von nichttragenden Innenwänden gestatten.

Genauso flexibel erfolgt auch die Fertigung der Liapor-Energiespar-Wände, für die Kastell eine eigene Zulassung erhielt. Denn während die Liapor-Schicht immer 20 cm stark ist, kann die Dicke der EPS-Schicht variabel an die jeweiligen Effizienzanforderungen angepasst werden. Verfügbar sind Gesamtwandstärken von 28, 30, 36,5 und maximal 40 cm mit entsprechenden U-Werten zwischen 0,34 und 0,24 W/m²K. Wie bei den herkömmlichen Liapor-Wandelementen -lassen sich Fenster und Türen bereits vor der Rohbaumontage erstellen, ebenso wie alle Aussparungen für Haustechnik und Elektroinstallation. Der hohe Vorfertigungsgrad und die hohe Passgenauigkeit der Elemente sorgen so für einen besonders schnellen und wirtschaftlichen Baufortschritt. Hier betrug die reine Rohbaumontagezeit gerade einmal 15 Arbeitstage.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 38/2016.

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