Meilenstein erreicht

Krampe Fahrzeugbau feiert 100-jähriges Bestehen

von: Jennifer Schüller
Krampe Jubiläum Nutzfahrzeuge
Der Big Body 750 wurde bei der Präsentation mit einem hydraulischen Radantrieb gezeigt, der großvolumige Wannenkipper auch dort noch weiterfahren lässt, wo andere Fahrzeuge stecken bleiben.

Coesfeld-Flamschen. – Exklusiv, individuell, sicher – mit diesen Schlagworten beschreibt Krampe Fahrzeugbau nicht nur sich selbst, sondern vor allem seine Produkte wie Erdbau- oder Volumenkipper. Eine ganze Reihe an Neuheiten präsentierte das nordrhein-westfälische Familienunternehmen jetzt bei einem Presse-Tag anlässlich des 100. Geburtstages des Betriebs und stellte dabei auch eine limitierte "100 Jahre Krampe"-Sonderedition dreier beliebter Fahrzeugtypen vor. Ein ehemaliges Kasernengelände im Münsterland ist die Heimat von Krampe Fahrzeugbau. Auf eine mittlerweile 100-jährige Tradition kann das Familienunternehmen zurückblicken. Doch wie Robin Krampe, seit vergangenem Jahr in der Geschäftsführung tätig, bei der Begrüßung der Besucher des Pressetags Ende Oktober deutlich machte, könne man 2018 gleich drei Jubiläen feiern. Denn: Nicht nur das Unternehmen feierte in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Seniorchef August Krampe wurde 60 Jahre alt, und seit genau zehn Jahren befindet sich das Krampe-Werk in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Coesfeld, wo dem Unternehmen mehr als 100.000 m² Fläche zur Verfügung stehen.

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Krampe Jubiläum Nutzfahrzeuge
Robin Krampe, als mittlerweile vierte Generation im Betrieb, leitete die Führung über das Werksgelände sowie durch die Produktion.
Krampe Jubiläum Nutzfahrzeuge
August Krampe begrüßte die Presse persönlich auf dem Krampe-Gelände, und sprach über die Unternehmensentwicklung.

Befasste sich der Familienbetrieb im Jahr 1918 noch mit der Elektrifizierung der umliegenden Bauernhöfe, kam im Jahr 1921 als zweites Standbein eine Schmiede mit Hufbeschlag hinzu. Aus der späteren Landmaschinenwerkstatt entwickelte sich dann im Laufe der Jahre die Krampe Fahrzeugbau GmbH, die heute 120 Mitarbeiter zählt (davon zehn Auszubildende) und im vergangenen Jahr einen Umsatz von rd. 30 Mio. Euro erwirtschaften konnte. August und Robin Krampe teilen sich die Geschäftsführung. Während sich der Senior um die Bereiche Verkauf und Marketing kümmert, zeichnet Robin Krampe für den technischen Bereich verantwortlich – er wird in den kommenden Jahren immer mehr Aufgaben seines Vaters übernehmen, der sich in fünf Jahren aus dem Unternehmen zurückziehen möchte. Von einer kleinen Schmiede zu einem Betrieb, der jährlich um die 800 Fahrzeuge fertigt – Krampe Fahrzeugbau kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung zurückblicken und ist dennoch bodenständig geblieben. "Wachstum steht für uns nicht an erster Stelle", sagt August Krampe. Natürlich sei Wachstum wichtig, aber man wolle "organisch wachsen". Deshalb liege der Fokus bei Krampe Fahrzeugbau auch nicht auf Masse, sondern auf Qualität. Aus diesem Grund nehme man sich auch vieler Sonderbau-Projekte an, so der Seniorchef. Und während manch anderes Unternehmen es gar nicht gerne hört, als Manufaktur bezeichnet zu werden, sehen August Krampe und Co. den Begriff eher als Aushängeschild und tragen ihn mit Stolz.Bei dem Presse-Tag Ende Oktober konnten sich die Journalisten davon selbst ein Bild machen, denn das Familienunternehmen gewährte dabei auch einen Blick hinter die Kulissen direkt in die Produktion. Seit Kurzem werden die Mitarbeiter dort von einem Schweißroboter unterstützt. Alles andere bleibt aber Handarbeit. Das Krampe-Team (das Durchschnittsalter beträgt gerade einmal 38 Jahre) arbeitet in Früh- und Spätschicht, dabei hat jeder Mitarbeiter seine eigene Kabine. Etwa 15 bis 17 Fahrzeuge werden pro Woche gefertigt. "Wir arbeiten hauptsächlich auftragsbezogen", erklärt Robin Krampe. Allein im Winter werde vorproduziert. Das seien dann allerdings auch nur die Standard-Anhänger, die dann noch ohne Bremsen oder Reifen gelagert werden.Den weitaus größten Raum nahm beim Presse-Tag jedoch die Fahrzeug-Präsentation ein. Gezeigt wurden dabei u. a. der neue Wannenkipper Big Body 980, die neue Tandem Halfpipe HP 24, der neue SKS 750 Alu sowie die Sonderedition zum 100. Geburtstag.

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Das Nashorn ist das Maskottchen des Familienunternehmens Krampe Fahrzeugbau im Münsterland. Fotos: Schüller

Mit dem neuen Tridem-Wannenkipper Big Body 980 erweitert das nordrhein-westfälische Unternehmen seine Big Body-Baureihe. Mit einer Wanneninnenlänge von 9,8 m erreicht dieses Modell ein Transportvolumen von 50 m³. Doch beim Big Body 980 können laut Krampe nicht nur die Größe überzeugen, sondern auch die Details: Durch die serienmäßige Ausstattung mit einem torsionssteifen Scherenstabilisator habe dieses Modell eine gute Standsicherheit im Gelände.Baustellenprofis bietet Krampe jetzt außerdem in der Baureihe der Tandem-Halbrundmulden noch eine größere Auswahl. Die Zweiachs-Halfpipe HP 20 ist nun auch unter der Bezeichnung HP 24 mit einem Achsabstand von 1,81 m erhältlich, welches ein zulässiges Gesamtgewicht von 24 t ermöglicht. Ein weiterer Vorteil des größeren Achsabstands sei zudem, dass Reifendimensionen von 600/60 R 30,5" genutzt werden können. Des Weiteren wurde bei der neuen HP 24 die Wanne um 40 cm verlängert und erlaubt so ein Transportvolumen von 13,5 m³ bei dem zulässigen Gesamtgewicht von 24 t bei 40 km/h. Dieses Modell soll die Lücke zwischen dem Tandem-Modell Halfpipe HP 20 mit 22 t und der Tridem Ausführung HP 30 mit 31 t zulässigem Gesamtgewicht schließen.Neben diesen Neuerungen hat das Krampe-Entwicklerteam an den Erdbaukippern weitere Verbesserungen in vielen Details vorgenommen. So kann die Zugvorrichtung nun – ähnlich wie bei den Big Body-Modellen – fast stufenlos und nur durch wenige Handgriffe höhenverstellt werden. Darüber hinaus wurde die Anordnung der Heckklappenzylinder modifiziert: Schnellere Öffnungs- und Schließzeiten erhöhen die Produktivität. Die Rückenleuchten sind nach oben unter die Kotflügel gewandert, außerdem wurde das Schmiersystem der Pendelachse optimiert. Diese Ausführungen werden noch diesen Winter serienmäßig verbaut. Als Material für die Wannenbleche dient dabei weiterhin der Schwedenstahl Hardox 450.

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Bei der neuen HP 24 wurde die Wanne um 40 cm verlängert.

Als Erlkönig wurde ein kippbarer Alu-Sattelauflieger gezeigt, der mit einem Schubboden ausgerüstet ist. Dieser ist speziell für den landwirtschaftlichen Einsatz gedacht und soll sowohl das Entladen in niedrigen Gebäuden ermöglichen als auch die Kippgefahr beim Entleeren im unwegsamen Gelände erheblich reduzieren.Es können Niederdruckreifen bis zu einer Größe von 30,5" (max. Reifendimension 1500 x 710 mm) montiert werden. Mit einer besonderen Portion Stolz aber präsentierte Krampe die limitierte "100 Jahre Krampe"-Sonderedition der Halfpipe HP 20, des Big Body 540 und des Big Body 750. Insgesamt 100 Fahrzeuge (50 x Halfpipe HP 20, 25 x Big Body 540, 25 x Big Body 750) erhalten statt der charakteristischen roten Farbe eine schwarze Sonderlackierung, werden exklusiv beklebt und sind mit einem nummerierten Typenschild (Nr. 1 bis 100) sowie den Originalunterschriften von August und Robin Krampe versehen. Zusätzlich kommen diese 100 Modelle mit einem extra Sicherheitspaket.

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