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Midibagger

Bagger mit vier Auslegervarianten

Eurocomach, Bagger und Lader

Der "ES 95TR4" mit Knickarm und Verstellausleger besticht neben der Grab- und Fahr-Performance durch seine Hubkräfte.

San Piero in Bagno (ABZ). –  Die Entwicklungsabteilungdes Kompaktmaschinen-Herstellers Sampierana S.p.A. möchte mit der Weiterentwicklung der neuen Midibagger-Serie Eurocomach "ES 85SB4", "ES 85ZT4", "ES 90UR4" und "ES 95TR4" neue Standards setzen. Einerseits ist Sampierana ein Hersteller, der vier Ausleger-Varianten bietet, und andererseits sind diese nach Herstellerangaben alle Nullheck-Ausleger. Dabei hat der Gedanke das Entwicklungsteam vorangetrieben, Midibagger für Unternehmen zu konzipieren, die mehr als geringfügige Operationen professionell am Bau ausführen wollen. Daraus ergab sich diese Modellkonstellation: Der "ES 85ZT4" Monoausleger mit Schwenkarm – ein klassischer Minibagger –, der "ES85SB4" Monoblockausleger ohne Schwenkarm, der "ES90UR" als Hüllkreisbagger sowie der "ES 95TR4" mit Knickarm und Verstellausleger.

Ein Charakterzug der Midibagger ist die seitliche Montage des Tier 4-Motors mit dem integrierten Partikelfilter entsprechend den neuesten Umweltnormen. Dies habe zur Verbesserung der klimatischen und akustischen Bedingungen in der Kabine geführt. Zudem erlaubt die Bauweise den Einbau einer großen, abgefederten Komfortkabine mit Beinfreiheit für Fahrer bei kompakten Außenmaßen und ermöglicht eine bessere Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten. Die aus Blech bestehenden und im Pulververfahren lackierten Seitenverkleidungen können zu Wartungszwecken abmontiert werden. Neben dem Heckgewicht befinden sich nur die Tankgefäße im Heck. Dieses moderne Design – speziell auch die nach vorne abfallenden Motorhau-ben – bietet eine 360°-Rundumsicht und soll es Anwendern erlauben, lange Arbeitsphasen zu meistern. Generell handelt es sich um Maschinen, die sich für Arbeiten auf engem Raum eignen und gleichzeitig eine hohe Grabkraft, enorme Hubkräfte und Stabilität garantieren.

Zu unterstreichen sei die Ökonomik des nach Tier 4-Norm gefertigten Turbo-Aggregats Yanmar 4TNV98CT 53,7 KW – 73 PS mit integriertem, aktiven Parti-kelfiltersystem. Vier Ventile pro Zylin-der komplett elektronisch gesteuert mit Auto-idle-Funktion führen die Drehzahl automatisch nach der vom Nutzer gewählten Sekundenzahl auf das Minimum von 1400 U/min zurück, falls kein Kommando bedient wird oder falls Motoralarme von Anwendern nicht wahrgenommen werden. So kann es gelingen, tagtäglich trotz hoher Dynamik bis zu25 % Diesel zu sparen. Ein Berühren des Joysticks reiche aus, um die Drehzahl auf die eingestellte Drehzahl zurückzuführen. Es gibt drei Arbeitsmodus-Einstellungen ("Power", "Standard" und "Economy"), mithilfe derer die Pumpen- und Motorenleistung an die auszuführende Arbeit angepasst werden kann. Gas lässt sich durch einen Drehschalter regulieren: Die vorgesteuerte Kontrolle des Planierschildes über einen Hebel ist kombiniert mit dem Umschaltknopf für die zweite Fahrgeschwindigkeit. Drei Zusatzkreisläufe, (Kreislauf 1: Hochflussleitung mit einfachem und doppeltem Effekt von 100 l/min und konstanten 200 bar, sowie einer Leckleitung für Hammer, Fräsen und Mulcher; Kreislauf 2 und 3: Niedrigflussleitung für Schwenk- und Drehbewegungen; sowie der Schwenkarm und der Verstell-Ausleger werden proportional über Kippschalter auf den Joysticks angesteuert. Über den Boardcomputer mittels eines Scroll-Mousepads können Litermengen, sowie die Sensibilität aller fünf Proportionalbewegungen eingestellt werden.

Die Umschaltung von Hammer auf Greifer ist ebenfalls elektronisch möglich. Zudem kann die Ansteuerung von Kreislauf 2 mit Kreislauf 3 invertiert werden. Auf die Tatsache, dass viele Ansteuerungen auf die Joysticks gelegt wurden, folgte, dass auch der Einstieg verbreitert werden konnte. Die einzig verbliebenen Pedale sind die des Fahrantriebs, welche ebenfalls eingeklappt werden können. An Stelle der Pedale befinden sich Fußstützen, die dazu beitragen sollen, dass Fahrer ihre Beine beim Arbeiten im Flachen entspannen können. Beim Arbeiten in Steigungen bieten diese darüber hinaus eine erhöhte Stabilität.

Auf dem Display des Bordcomputers können viele Arbeitsparameter in Echtzeit abgelesen werden: Arbeitsstunden, Motorumdrehungen, Arbeitsdruck und sämtliche System-Alarme wie hohe Wassertemperatur, niedriger Öldruck oder Hydraulikölstand, verschmutzte Filter usw. Zudem erfolgen Wartungskommandos des aktiven integrierten Partikelfilters über das Display. Falls gewünscht, dient das Display auch als Bildschirm für die als Zubehör erhältliche Heckkamera. Alle Midibagger sind mit dem Geoservice-Satelliten-Ortungs- und Analysesystem von Eurocomach ausgestattet. Damit lassen sich diverse Alarmtypen wie unzulässige Bewegungen der Maschine oder überschrittene Wartungsintervalle überwachen und Benachrichtigungen via SMS oder Mail einrichten. Eingebaute Untersetzungsmotoren schalten bei Überbelastung automatisch von der zweiten auf die erste Geschwindigkeit zurück. Der Steuerblock befindet sich nicht unter dem Fußbrett, sondern unter einer Klappe hinten auf der linken Seite. Hier sind ebenfalls Kontrollanschlüsse, Dieselauffüllpumpe mit Auto-Stopp-Funktion und Auffangbehälter zu finden. Die Hydraulikanlage vom geschlossen Typ besteht aus einer für die Vorsteuerung zuständige Zahnradpumpe und einer variablen Kolbenpumpe mit Loadsensing-Regulierung. Die Drehzahl von Pumpe und Motorpotenz werden in Abhängigkeit der nachgefragten Ölmenge reguliert. Ein Flowsharing-Steuerblock erlaubt drehzahlunabhängig das gleichzeitige Ausführen mehrerer Bewegungen und soll so eine präzisere Kontrolle und eine hohe Produktivität gewährleisten. Alle Systemdrücke können sowohl manuell als auch digital über Anschlusskabel abgelesen werden.

Die nach Rops–Fops-Normen hergestellte Kabine ist nicht mehr auf dem Chassis direkt montiert, sondern ist eine abgetrennte Einheit, die auf vier Antischockmodulen befestigt ist. Die Klimaanlage wurde serienmäßig verbaut. Bei 100 %-Nullheck-Midibaggern wurde der "zero-tail" neu definiert – beim Schwenken des aus Guss gefertigten Schwenkarmunterteils des "ES 85ZT4" und "ES 95TR4" um 90° nach links bleibt die Maschine hinten und vorne innerhalb der Ketten. Ein Unterwagen vom X-Typ soll für eine Kräfteverteilung sorgen. Sein Profil erlaube eine leichte Reinigung und verhindere, das sich viel Material ansammelt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2017.

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