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Milliarden-Projekt U5-Ost

Hamburg legt Kostenübersicht vor

Hamburg (dpa). – Für die neue,5,8 km lange U-Bahn U5-Ost im Nordosten Hamburgs sind Kosten von mehr als 1,75 Mrd. Euro veranschlagt worden. Davon entfällt rd. 1 Mrd. Euro u. a. auf die Erdbauarbeiten nebst Rohbau (759 Mio. Euro), den Ausbau der Haltestellen (28 Mio.) und deren Ausrüstung mit Technik (102 Mio.) sowie auf die volle Automatisierung der U-Bahn (79 Mio.), wie der Technik-Vorstand der Hamburger Hochbahn, Jens-Günter Lang, vor Kurzem in Hamburg erläuterte.

Als Baunebenkosten wurden 269 Mio. Euro kalkuliert. Der östliche Teil der U5 soll von Bramfeld über die Sengelmannstraße (U1) bis in die City Nord führen, gerechnet wird mit 30 000 Fahrgästen täglich. Ein zusätzlicher Kostenpuffer ist mit 124 Mio. Euro angesetzt worden, ein Aufschlag von 12 %. Nach den Ausführungen des Technik-Chefs sei im Kataster "jedes erdenkliche Risiko" aufgeführt, z. B., wenn Findlinge die Arbeiten der Vortriebsmaschine mit 11 m Ø verzögern. "Wir sind tief ins Bauverfahren eingestiegen und haben sehr, sehr viel Arbeit reingesteckt", versicherte Lang. Das liege an der Geologie, an Gleiswechseln und am Verkehrsraum. "Bei der Projektierung haben wir uns die U5 einfacher vorgestellt."

Angesichts des derzeitigen Baubooms steht die Baubranche unter Dampf, merkte Verkehrssenator Michael Westhagemann an. "Enorme Kopfschmerzen hat uns die Baupreisentwicklung gemacht", sagte der Technik-Chef. Der U-Bahn-Bau soll sich von voraussichtlich 2021 an über neun Jahre erstrecken. Mithilfe eines Gutachters seien für zu erwartende Preissteigerungen rd. 311 Mio. Euro veranschlagt worden. Dem zugrunde liegt ein jährlicher Preisaufschlag von 3,9 % bis 2022 und anschließend von jährlich 2,6 % bis 2032. Bei der Ausschreibung der Aufträge solle eine Preisgarantie für zwei, drei Jahre vom Auftragnehmer verlangt werden, um bei Auftragsvergabe möglichst realistische Angebote zu erhalten. Er sei überzeugt, dass der Strecken-Abschnitt deutlich unter den veranschlagten 1,75 Mrd. Euro bleiben werde, sagte Lang.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2019.

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