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Millimeterarbeit im Pumpspeicherbecken

Mit Seilsäge Stahlbetonbrücke rückgebaut

Husqvarna, Abbruch, Abbrucharbeiten

Meisterte das diffizile Rückbauprojekt im Pumpspeicherwerks Glems (Baden-Württemberg) problemlos: das Husqvarna-System bestehend aus der Seilsäge CS10, der Hochfrequenzwandsäge WS 482 HF sowie dem Antriebsaggregat PP 480 HF und dem vakuumgelöteten Diamantseil C 1000 sägte die Brücke exakt in vier Teile.

Glems (ABZ). – Beim Rückbau einer etwa 45 m langen Stahlbetonbrücke im oberen Becken des Pumpspeicherwerks Glems in Baden-Württemberg haben die Betonbohr- und Sägespezialisten Jörg Müller und Andreas Stickel auf die elektrische Husqvarna-Seilsäge CS10 in Kombination mit dem Antrieb der Husqvarna-Hochfrequenzwandsäge WS 482 HF gesetzt. "Mit diesem leistungsstarken und flexiblen System konnten wir diese doch eher ungewöhnliche Herausforderung innerhalb von zwei Tagen ohne Probleme bewältigen", sagt Andreas Stickel. Das in der Region Neckar-Alb in der Nähe von Metzingen bereits im Jahr 1964 gebaute und heute von der EnBW Kraftwerke AG betriebene Pumpspeicherwerk Glems hat eine Leistung von 90 MW und besteht aus einem Unterbecken und dem 283 m (mittlere Fallhöhe) höher gelegene Oberbecken. Dieses hat einen bis zu 19,5 m hohen Ringdamm und kann 900 000 m ³ Wasser speichern. Im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme wurde kürzlich die etwa 45 m lange Stahlbetonbrücke vom Damm zum Schieberturm rückgebaut und durch eine Stahlbrücke ersetzt. Mit dem Rückbau der Brücke beauftragt war die Firma Beton-Bohr Reutlingen, die dieses Projekt in Kooperation mit der Firma BetonBohr Zollernalb (Bodelshausen) realisierte.

Für die beiden Geschäftsführer Jörg Müller (Beton-Bohr Reutlingen) und Andreas Stickel (BetonBohr Zollernalb) bestand die Herausforderung bei diesem Projekt vor allem darin, dass die Brücke mit einem Gesamtgewicht von rund 100 t so zersägt werden musste, dass die einzelnen Teile nach dem Sägen auf Pontons stabilisiert und so gefahrlos ans Ufer transportiert werden konnten. "Dafür musste die Höhe des Wasserspiegels im Becken exakt berechnet werden. Denn nur so konnten die Schwimmkörper direkt unter den Brückenteilen positioniert werden und die Brückenteile aufnehmen", sagt Andreas Stickel. "Denn natürlich bestand die Gefahr, dass ein Ponton eines der gesägten Teile der unter Spannung stehenden Brücke nicht so wie geplant aufnimmt oder sogar aufgrund des Gewichts kentert. Deshalb war das alles wirklich Millimeterarbeit." Abschließend wurden die Brückenteile mittels eines Autokrans für den Abtransport auf einen Lkw verladen.

Jörg Müller und Andreas Stickel entschieden sich dafür, bei diesem diffizilen Rückbauprojekt das Husqvarna-System bestehend aus der Seilsäge CS10, der Hochfrequenzwandsäge WS 482 HF und dem Antriebsaggregat PP 480 HF einzusetzen, dessen leistungsstarker Frequenzwandler schnelle und präzise Einstellungen unter allen Betriebsbedingungen garantiert. Mit diesem System wurde die 2,14 m breite und 1,40 m starke Brücke in vier gleich große Teile gesägt, von denen jedes knapp 12 m lang war und etwa 25 t wog. Die Seilsäge CS10 mit einer Säulenhöhe von 1200 mm kann horizontal oder vertikal eingesetzt werden und zeichnet sich vor allem durch drei Eigenschaften aus: Da ist zum einen der star-ke Antrieb, gibt doch der Elektromotor der WS 482 HF "echte 19 kW an die Spindel ab", wie es Daniel Weisser, Gebietsverkaufsleiter Baden-Württemberg bei Husqvarna Construction Products, formuliert. Das biete eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten.

Zudem verfügt die CS10 über einen großen Seilspeicher und kann bis zu10 m Seil aufnehmen. Dadurch können größere Schnitte gemacht werden, ohne dass das Diamantseil gekürzt werden muss. Des Weiteren kann man die Säge schnell umbauen und aufgrund ihrer symmetrischen Konstruktion auch gut dort einsetzen, wo die Platzverhältnisse sehr beschränkt sind. Durch die stufenlose Drehzahlregelung der über die Funkfernbedienung gesteuerten Spindel kann die Geschwindigkeit für jede Sägearbeit optimal eingestellt werden, zudem ist die Drehrichtung des Seils umkehrbar. Zersägt wurde die Stahlbetonbrücke im oberen Becken des Pumpspeicherwerks Glems mit dem vakuumgelöteten Seil C 1000 von Husqvarna. Zu dessen herausragenden Eigenschaften gehört eine außergewöhnliche Leistungskapazität, eine hohe Stabilität und eine lange Lebensdauer. Es eignet sich perfekt zum Trocken- und zum Nassschneiden auch von stark armiertem Stahlbeton und von Metall. So beträgt der Perlendurchmesser des C 1000 immerhin 10,3 mm. Als Reparaturseil stand bei dem Projekt das Diamantseil C 900 mit einem Perlendurchmesser von 9,8 mm zur Verfügung. "Aufgrund der kurzen Umrüstzeiten und des ausgezeichnet funktionierenden Diamantseils haben wir diese Brücke innerhalb von nur zwei Tagen komplett zurückgebaut, ohne dass es irgendeinen Zwischenfall gegeben hat", so Jörg Müller und Andreas Stickel.

Für die beiden Betonbohr- und Sägespezialisten ist die Husqvarna-Seilsäge CS10 in Kombination mit der Hochfrequenzwandsäge WS 482 HF und dem Antriebsaggregat PP 480 HF "ein wirklich gut durchdachtes System", das einfach zu handhaben und dessen Produktivität bemerkenswert ist. "Bei der Entwicklung von Husqvarna-Produkten steht neben der Leistungsfähigkeit und der Sicherheit immer auch die Anwenderfreundlichkeit im Mittelpunkt", betont denn auch Daniel Weisser. Das kann Andreas Stickel bestätigen, der in den vergangenen zwei Jahren "fast seinen gesamten Maschinenpark auf Husqvarna-Produkte umgestellt hat".

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 26/2016.

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