Millimeterarbeit

Tandemhub auf engstem Raum ausgespielt

Grove Autokran Krane und Seilmaschinen
Beim Verladen des Grundrahmens eines Hafenkrans war Teamwork gefragt. Foto: Manitowoc

Bamberg (ABZ). – Eine besonders knifflige Aufgabe hatte die Merkel Autokrane GmbH im Hafen Bamberg zu lösen: Es galt, einen 92 t schweren und 18 m hohen Grundrahmen eines Hafenkrans anzuheben und seitlich auf ein Schiff zu verladen. Die Herausforderung bestand in der 3,5 m hohen Kaimauer, auf die der Hafenkran montiert war und welche die mögliche Kranstellfläche auf einer Zwischenebene zwischen Mauer und Main-Donau-Kanal stark einschränkte. Der mögliche Schwenkradius des Krans betrug weniger als 10 m, was den Einsatz eines großen Raupenkranes oder 9-Achsers mit Wippe und Abspannung von vorneherein ausschloss. Die Lösung bot der Grove GMK5250L, der mit seinen kompakten Abmessungen, insbesondere in Bezug auf die Abstützung, und einer gleichzeitig hohen Traglast von 250 t punkten konnte. So entschied sich Merkel in seinem Hebekonzept für einen Tandemhub mit zwei GMK5250L, zu dem die Augé GmbH aus Würzburg den zweiten 5-Achser beisteuerte.

Die beiden 5-Achser konnten auf der Zwischenebene direkt an der Kaimauer positioniert werden, links und rechts des anzuhebenden Rahmens. Der GMK5250L von Merkel war mit einem Gegengewicht von 80 t ausgestattet und hob 65 t, während das Modell von Augé mit 70 t Gegengewicht die verbleibenden 27 t des Grundrahmens hob. Die Auslegerlänge betrug bei beiden Kranen 28,5 m, um für die erforderliche Traglast eine Ausladung von 8 bis 10 m zu erzielen: 8 m beim Anheben des Elements, 10 m bei der seitlichen Verladung auf ein im Hafen ankerndes Schiff.

Die beiden Kranführer waren per Funk miteinander verbunden und konnten ihre Arbeiten so optimal aufeinander ausrichten. Zuvor hatte Merkel mit seinem GMK5250L bereits weitere Komponenten des Hafenkrans wie bspw. den Ausleger demontiert. Insgesamt dauerten die Arbeiten fünf Tage; davon entfielen zwei Tage auf den Tandemhub des Grundrahmens inklusive Vorbereitung. "Durch die angrenzende Kaimauer wäre ein Durchschwenken mit einem größeren Kran nicht möglich gewesen", erklärte Karl-Heinz Göring, Außendienstmitarbeiter bei Merkel Autokrane. "Damit war der Tandemhub mit den beiden kompakten Grove GMK5250L die effizienteste Lösung für unser Hebekonzept, denn so konnten wir den verfügbaren Platz optimal ausnutzen und den Aufwand so gering wie möglich halten."

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