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Millionenschwere Korruptionsaffäre um NRW-Baubetrieb

Düsseldorf (dpa). – Egal ob Gerichtsgebäude, Polizeipräsidium oder Fachhochschule: Wenn das Land Nordrhein-Westfalen als Bauherr auftrat, sollen dem Steuerzahler durch Korruption und Untreue regelmäßig Schäden in Millionenhöhe entstanden sein. Nach fast sechsjähriger Ermittlungsarbeit wird jetzt die spektakulärste Korruptionsaffäre seit Jahren in NRW vor dem Düsseldorfer Landgericht aufgerollt. Kurios: Auch beim Bau des Gerichtsgebäudes, in dem der Fall nun verhandelt wird, soll es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.  Angeklagt wegen Bestechlichkeit, Untreue und Verrat von Dienstgeheimnissen ist der ehemalige Chef des landeseigenen Baubetriebs BLB, Ferdinand Tiggemann. Außerdem müssen ein Rechtsanwalt aus Bad Neuenahr und der ehemalige Leiter der BLB-Niederlassung Aachen auf die Anklagebank. Ermittler des Landeskriminalamts, auf Korruption spezialisierte Staatsanwälte in Wuppertal, der Landesrechnungshof und ein Untersuchungsausschuss des Landtags beschäftigen sich schon lange mit den Vorgängen. 

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