Minimale Verkehrsbeeinträchtigungen

Brüssel setzt auf grabenlose Rohrsanierung

Rädlinger Schlauchliner Oldenburger Rohrleitungsforum
Beim Einsatz des Primus-Line-Verfahrens, dessen Basis ein flexibler Druckschlauch und eine spezielle Verbindertechnik bilden, werden große Straßenaufbrüche unnötig. Foto: Rädlinger Primus Line

BRÜSSEL/BELGIEN (ABZ). - In der Erneuerung von Versorgungsleitungen in Städten und Ballungszentren liegen einige Herausforderungen für die Verantwortlichen. Beengte Platzverhältnisse, viele Anwohner und ein hohes Verkehrsaufkommen sind nur einige kritische Punkte.

Die offene Sanierung stößt aufgrund des hohen Maschinenbedarfs, der Einschränkungen des Verkehrsflusses, dem Lärm-aufkommen und hohem Zeitaufwand da-her schnell an die eigenen Grenzen, heißt es von Seiten der Rädlinger Primus Line GmbH. Im Gegensatz dazu stünden grabenlose Sanierungsmethoden, wie sie das Unternehmen anbietet.

Die belgische Hauptstadt Brüssel gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas und lässt in dieser Hinsicht jede deutsche Großstadt hinter sich. Im beengten Straßenbild der Stadt stand der belgische Wasserversorger Vivaqua vor der Aufgabe, zwei Trinkwasserleitungen aus Gusseisen zu sanieren, um altersbedingten Schäden vorzubeugen und so ihre Lebensdauer zu verlängern. Um die Beeinträchtigungen an den Hauptverkehrsstraßen auf ein Minimum zu reduzieren, suchte der Betreiber nach einer Lösung mit möglichst kurzer Bauzeit und entschied sich unter anderem aus diesem Grund für eine grabenlose Sanierung mit dem System Primus Line.

Einer der zu erneuernden Leitungsabschnitte verläuft quer unter der vielbefahrenen "Avenue Louise". Ein Öffnen der vierspurigen Straße hätte zu einer Teil- oder sogar Vollsperrung geführt und außerdem die parallel verlaufende Straßenbahnlinie unterbrochen. Beim Einsatz des Primus-Line-Verfahrens, dessen Basis ein flexibler Druckschlauch und eine spezielle Verbindertechnik bilden, werden große Straßenaufbrüche unnötig, was auch die Lärmbelastung für die Anwohner reduziert. Denn für die Instandsetzung einer Leitung wird der Primus Line Schlauch lediglich über kleine Baugruben am Anfang und am Ende des Sanierungsabschnitts in das bestehende Rohr eingezogen.

Die nötige Flexibilität und zugleich extrem hohe Materialfestigkeit erhält der Primus Liner durch seinen mehrschichtigen Aufbau: eine Innenschicht, die medienspezifisch für den Transport von Wasser, Gas oder Öl gewählt werden kann, eine Außenschicht aus verschleißfestem PE und dazwischen die statisch tragende Schicht aus nahtlosem Aramidgewebe. Aufgrund seiner Beschaffenheit muss der Primus Line Schlauch nicht mit dem Altrohr verklebt werden und Einzugslängen von bis zu 2500 m sowie Bogengänge von bis zu 45° sind durchführbar. Die Möglichkeit, auch mehrere Bögen zu durchfahren, spielte für das zweite Projekt in Brüssel eine wichtige Rolle. Die 100 Jahre alte Trinkwasserleitung entlang der "Rue Vincotte" wurde auf dem 440 m langen Sanierungsabschnitt mit vier Bögen von bis zu 30° verlegt.

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Nach der Trennung und Grobreinigung des sanierungsbedürftigen Leitungsabschnitts wurde der Primus Liner DN 350, PN 21 mit Hilfe einer Seilwinde über zwei kleinere Baugruben in das bestehende Altrohr und durch die 30°-Bögen hindurch eingezogen. Innerhalb von vier Tagen konnte das vierköpfige Baustellen-Team mit nur geringem Maschineneinsatz den Leitungsabschnitt vollständig erneuern und nach erfolgreicher Druckprüfung wieder in Betrieb nehmen. Davon konnten sich auch rund 20 zur Baustelle geladene Firmenvertreter aus Europa und Südamerika überzeugen, die die Installation hautnah miterlebten.

Interessierten Besuchern stellt sich Primus Line auch im Rahmen des Oldenburger Rohrleitungsforums vor. Die Teilnehmer und Besucher des Forums sind eingeladen, am Ausstellerstand mit den Produktexperten über technische und wirtschaftliche Entwicklungen der Branche zu diskutieren.

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