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Ministerin Aigner erwägt Lockerung der Bebauungspläne

Augsburg (dpa) - Um mehr Wohnraum zu schaffen, will Bayerns Bauministerin Ilse Aigner notfalls Hürden senken. „Da kann ich mir im Einzelfall eine Befreiung vom Bebauungsplan vorstellen. Auch bei Dachgauben zum Beispiel“, sagte die CSU-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich finde, wir müssen alles als Wohnraum nutzen, was zu nutzen ist, und das auch flächensparend.“ So müsse etwa in die Höhe gebaut werden - aber nicht nur in Form von Hochhäusern. „Das funktioniert vielleicht in Großstädten, nicht aber auf dem Land“, sagte Aigner der Zeitung weiter. Doch es gebe Möglichkeiten für normale Einfamilienhäuser. „Da geht es um ein paar Zentimeter, um die der Kniestock des Dachbodens erhöht werden muss. Es spricht nichts dagegen, die um ein Geschoss aufzustocken“, sagte die Ministerin. „Das habe ich bei mir daheim auch gemacht - und so sind 120 m2 neue Wohnfläche entstanden.“ Schon nach geltendem Recht seien im Einzelfall Nutzungsänderungen möglich. „Wir werden auf den Prüfstand stellen, ob hier noch weitere Vereinfachungen bundesrechtlich möglich sind“, sagte Aigner. „Wenn wir es ernstnehmen mit dem Flächensparen, müssen wir das tun.“

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