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Mit allen Bauteilen

Fassaden technisch rundum optimal ausstatten

Evonik, Dämmstoffe, Fassaden, BAU München

Calostat lässt sich leicht verarbeiten, z. B. schneiden.

ESSEN (ABZ). - Die Gebäudehülle ist die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum und ist damit als Raum begrenzendes Bauteil internen und externen Beanspruchungen ausgesetzt.

Fassaden sind Schlagregen, Wind- und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Diese bauphysikalischen Einflüsse wirken sich erheblich auf die Energiebilanz eines Gebäudes aus, da sie in enger Wechselwirkung mit der technischen Ausrüstung des Gebäudes stehen. Um den Nutzern eines Gebäudes eine sichere und behagliche Innenraumsituation zu bieten, gilt es, bei der Fassadenplanung vorbeugend ebenso umhüllend-, schützende, wie konstruktive und energetische, aber auch brandschutztechnische Parameter entsprechend der geltenden DIN-Normen und Verordnungen zu berücksichtigen.

Zur Optimierung des Wärmeschutzes – mit geringen Wärmeverlusten im Winter und guten raumklimatischen Bedingungen im Sommer – bedarf es der Gesamtoptimierung der Fassade mit all ihren Bauteilen. Wichtiges Kriterium in der Planungsphase bildet der Einsatz von wärmegedämmten Rahmenkonstruktionen sowie Bauprodukten mit guter Wärmespeicherfähigkeit und einer geringen Wärmeleitfähigkeit in der Dämmebene. Das Geschäftsgebiet Silica des weltweit führenden Spezialchemieunternehmens hat speziell für den Bausektor einen interessanten Dämmstoff entwickelt, der neben der guten Energiebilanz beste Brandschutzeigenschaften und schlanke Ansichtsbreiten ermöglicht. Calostat nennt der Hersteller sein ausgezeichnetes Bauprodukt mit Dreifachnutzen. Das diffusionsoffene, kapillaraktive, nicht brennbare und selbsttragende Bauelement besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid. Das mineralische nichttransparente Rohmaterial ist ein idealer Indikator für seine Produkteigenschaften, dem auch bauphysikalisch gute Noten verliehen werden: Bemerkenswert ist die hohe Dichte (165 kg/m³). Der hydrophobe Dämmstoff zeichnet sich darüber hinaus durch eine hohe Druckfestigkeit aus.

Im Sommer sind die täglichen Schwankungen der Außentemperatur im Allgemeinen höher als im Winter. Hinzu kommt ein hoher Temperaturunterschied an den Bauteiloberflächen infolge von Sonneneinstrahlung. Der sommerliche Wärmeschutz soll verhindern, dass durch direkte und indirekte Sonneneinstrahlung eine für die Nutzung unzumutbare Aufheizung im Innern eines Gebäudes entsteht. Das Hauptaugenmerk für die Bemessung des sommerlichen Wärmeschutzes für opake Bauteile gemäß EnEV 2014 und DIN 4108-2 liegt in der Wärmespeicherfähigkeit der raumumschließenden Bauteile. Dabei ist nicht die Art des Dämmstoffes ausschlaggebend. In der Folge dessen spielt die Wärmedämmung (U-Wert) bei sommerlichem Wärmeschutz eine eher untergeordnete Rolle. Bei herkömmlichen Dämmstoffen ist das der temperaturabhängigen Wärmeleitfähigkeit geschuldet. Die Dämmleistung nimmt mit steigendender Temperatur ab. Mit der über einen weiten Temperaturbereich nahezu konstanten, geringen Wärmeleitfähigkeit ist mit Calostat der sommerliche Wärmeschutz nun auch zu einem Thema für die Fassadendämmung geworden. Hier kann Calostat seine Trümpfe voll ausspielen.

Hinzu kommt, dass Calostat ein vergleichsweise günstiges Temperatur-Amplitudenverhältnis (TAV) aufweist. Es handelt sich hierbei um ein komplexes Zusammenspiel der spezifischen Speicherkapazität, der Dichte des Dämmstoffes und der Wärmeleitfähigkeit, was zusammen eine Phasenverschiebung auf acht bis zwölf Stunden bewirkt. Damit kommt der Temperaturdurchgang im Bauteil erst in der Nacht auf der raumseitigen Wandoberfläche an, was ein behagliches Wohnraumklima direkt unterstützt.

Bestnoten für geringe Rauchentwicklung und guten Wärmeschutz.

Brandschutz ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor, der die Qualität und Sicherheit einer Gebäudehülle beeinflusst. Brandschutztechnische Vorschriften im Hochbau zwingen daher zu sorgfältiger Auswahl der Dämmstoffe. Deshalb fordern alle Landesbauordnungen in Deutschland, dass die Gebäude so beschaffen sein müssen, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt werden muss. Kein Problem für Calostat.

Auch für dieses Anwendungsgebiet hat sich der Hochleistungsdämmstoff qualifiziert. Er ist gemäß DIN EN 13501-1 mit A2-s1 d0 klassifiziert und somit der Baustoffklasse A – nicht brennbar zuzuordnen. Darüber hinaus enthält er keine brennend abfallenden Teile gemäß europäischem Standard. Ebenso erfüllt Calostat die Anforderungen an die Prüfung im Brandschacht gemäß DIN 4102-1 und darf sich damit auch in die Baustoffklassifizierung A der deutschen Prüfvorschriften einreihen. Dieser einzigartige Wert, gemeinsam mit seiner hervorragenden Wärmeleitfähigkeit von ? = 0,019 W/(mK), macht den Dämmstoff von Evonik für Brandschutzanwendungen im Fassadenbereich interessant. Besonders im Hochhausbau, wo die Brandschutzklassifizierung A zwingend vorgeschrieben ist, gibt es laut Hersteller bisher keine alternativen Hochleistungsdämmstoffe zu Calostat in Bezug auf das Verhältnis von Dämmleistung bei gleichzeitig schlanker Bauweise.

Ein weiteres Indiz für die guten Brandschutzeigenschaften ist sein Verhalten bei der Feuerwiderstandsprüfung gemäß DIN EN 1363-1. Die neue Anordnung der Sensoren in dieser Norm führt quasi zu einer Verschärfung der Anforderungen an die Dämmung von Raumabschlüssen, wie z. B. Türen. An dieser Stelle kann die Dämmstärke mit der temperaturstabilen und geringen Wärmeleitfähigkeit gezielt gehalten, ja sogar verringert werden, so dass verschiedene Bauformen überhaupt nur noch durch Calostat möglich erscheinen.

Durch die Kombination der niedrigen Wärmeleitfähigkeit mit der günstigen TAV wird dem Hochleistungsdämmstoff außerdem ein schlanker Wandaufbau bescheinigt, der sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Außentemperaturen einen optimalen Wärmeschutz bietet. Die schlanken Elemente wirken sich zudem statisch günstig auf die gesamte Baukonstruktion aus, was interessant für Gebäude oder Flächen mit begrenztem Raum oder bei energetischen Sanierungen ist. Mit herkömmlichen Dämmstoffen der A-Klassifizierung werden die Dämmungen aufgrund der zunehmenden Anforderungen immer dicker. Diese Tatsache reduziert die architektonischen Gestaltungsfreiheiten.

Weitere Einschränkungen ergeben sich durch z. B. vorgeschriebene Abstandsflächen zur Nachbarbebauung für die Einhaltung von Brandschutzflächen oder Grundstücksgrenzen, wo ein dickerer Wandaufbau nur mit gebührenpflichtigen Genehmigungen und/oder vertraglichen Sonderregelungen möglich ist. Beispielsweise führt das Überbauen von Bürgersteigen nur um ca. 10 bis 20 cm direkt zu spürbaren Eingriffen in den Städtebau. Besonders betroffen hiervon sind Sanierungsobjekte. Aber auch in Ballungsgebieten mit hohen Wohnraumkosten oder Büromieten ist die Steigerung der Nutz- und Vermietungsfläche bei Neubauten auf einer in der Regel vorgegebenen maximal überbaubaren Fläche durch die geringe Wandstärke ein entscheidender ökonomischer Vorteil. Hierfür eignen sich Bauprodukte, die in ihren bauphysikalischen Eigenschaften einen Mehrfachnutzen erzeugen. Calostat gehört heute schon dazu.

Der Hochleistungsdämmstoff verbindet in idealer Art und Weise die Vorzüge von Sicherheit, Energieeffizienz und Raumgewinn durch schlanke Ansichten in einem Produkt. Diese Kombination schafft mehr Spielraum für architektonische Gestaltungsfreiheit, die sich auf Dauer in Euro und Cent ökonomisch günstig auswirkt. Durch die Anwendung mit Calostat in einer Fassade kann die Heizleistung verringert und daraus folgernd die Investitions- und Betriebskosten gesenkt werden. Letztendlich fördert er die CO2- Reduktion und den Werterhalt der Immobilie.

Das Unternehmen ist auf der Bau in Halle A1, Stand 415 vertreten.

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