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Bauaussichten 2021

Mit Elektro- und Wasserstoffprodukten bereit für die Zukunft

Von Frank Zander, Geschäftsführer der JCB Deutschland GmbH, Frechen

Als im Frühjahr die Produktion in allen JCB-Werken weltweit für einen Monat eingestellt wurde, waren wir davon maßgeblich betroffen. JCB ist als Global Player weltweit vernetzt und bekommt seine Komponenten nicht nur von seinen eigenen Werken weltweit, sondern auch von Lieferanten aus der ganzen Welt. Darüber hinaus mussten wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter schützen. So kam es also, dass die Produktion und Lieferungen schließlich ruhen mussten. Wie bei vielen anderen Herstellern indes auch, da diese oftmals die gleichen Zulieferer hatten.

Unser komplettes Händler- und Vertriebsnetz, inklusive Kundenservice und Ersatzteilversorgung hat diese Zeit ohne Stillstand hervorragend gemeistert. Nur die Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen und Hausausstellungen wurden gecancelt. Vor gut einem Jahr haben wir unsere neue JCB-Deutschlandzentrale bezogen, doch unseren Konferenzbereich und das Training Center konnten wir nicht wie geplant nutzen. Sogar die Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen von JCB und dem Geburtstag von Lord Bamford musste ausfallen. Die JCB-Belegschaft in Deutschland wurde in getrennte Teams aufgeteilt – ein Teil im Home-Office, die anderen im Büro. Wir waren selbst überrascht, wie schnell sich die digitale Kommunikation in unser alltägliches Geschäftsleben integriert hat.

Doch auch im Krisenjahr 2020 hat das Baugewerbe als Wachstumsmotor für die Wirtschaft fungiert. Dadurch blieb die Nachfrage nach Baumaschinen im Gegensatz zu vielen anderen Branchen vom Lockdown nahezu unbeeinflusst. Glücklicherweise waren die Lagerbestände an Maschinen hier in Deutschland seit Jahresbeginn solide und wir konnten somit einen Großteil der Kundennachfragen mit vorrätigen Maschinen bedienen. Mittlerweile hat sich die Liefersituation etwas entspannt. Vorausgesetzt die Lage bleibt weiterhin stabil, gehen wir davon aus, dass wir wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren können.

Dennoch beobachten wir weiter aufmerksam, was uns die nächsten Wochen und Monate bringen werden. Die Zulassung eines wirksamen Impfstoffes gegen Corona ist in greifbare Nähe gerückt, aber die gesamte Situation wird uns auch 2021 noch weiter beschäftigen. Natürlich betrachtet JCB die weltweite Situation und hat in der Krise verstärkt daran gearbeitet, seine Lieferketten stabiler zu machen. Doch aus der Krise konnten wir etwas Positives ziehen: Durch den Lockdown ist die gesamte Branche zu einer digitalen Vertriebs- und Marketingkommunikation gezwungen worden und hat diesbezüglich einen nie geglaubten Schub erfahren. Deshalb steht als Resümee für uns fest, dass wir auch nach der Krise den digitalen Weg zusätzlich in der Zukunft beibehalten werden.

Für uns liegen 2021 aber weitere Risiken auf der Hand: unvorhersehbare Handelskonflikte, die Entwicklung der Weltkonjunktur und in Europa, da wir mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU konfrontiert werden. Als global tätiges Unternehmen mit 22 Produktionsstätten auf vier Kontinenten ist JCB in den unterschiedlichen Märkten bereits seit Jahren unterwegs. Daher sehen wir uns mit dieser Erfahrung gut gewappnet, uns mit geeigneten Maßnahmen auf politische oder geschäftliche Szenarien schnell einzustellen.

Zudem blicken wir mit einer hervorragenden Produktpalette zuversichtlich in die Zukunft. Erst vor einigen Wochen hat JCB auf seiner ersten virtuellen Pressekonferenz seine Innovationen unter dem Motto "Road to Zero" – Auf dem Weg zu Null Emission – vorgestellt: die brandneue Elektro-Produktreihe, bestehend aus Mini-Bagger, Dumper, Dumpster, Teletruk und Teleskoplader für den Einsatz in urbaner Umgebung sowie den weltweit ersten Kettenbagger mit Wasserstoffantrieb.

JCB ist und bleibt ein innovatives Unternehmen und hat auch während einer Krise in ebenso neue wie nachhaltige Technologie investiert. Unsere Scherenarbeitsbühnen haben uns ein komplett neues Geschäftsfeld in kurzer Zeit eröffnet und der 360 Grad drehbare Teleskoplader besitzt ein hohes Marktpotential, um nur einige wenige Beispiele neben unserer Produktpalette aus mehr als 300 verschiedenen Modellen zu nennen.

Insgesamt erwarten wir, dass sich die Baubranche auch im laufenden Jahr in Deutschland auf einem stabilen Niveau behauptet. Denn die Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Infrastrukturen, dem Wohnungsbau und den privaten Investitionen – beflügelt durch ein günstiges Zinsniveau – stellen sich für uns als Hersteller von Baumaschinen im Gegensatz zu vielen anderen Branchen auch weiterhin positiv dar.

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