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Mit Freivorbaugerät

Schrägseilbrücke in Polen wirtschaftlich hergestellt

Peri, Schalungstechnik, Brückenbau

Im Zuge des Ausbaus der Krakauer Stadtbahn KST wurde u. a. die Querung des Eisenbahnknotens Krakau-Plaszow erforderlich. Da die Bauarbeiten der 252 m langen Überquerung bei laufendem Bahnbetrieb erfolgten, wählte der General-Unternehmer für die Extradosed-Brücke mit Hohlkastenquerschnitt das Freivorbauverfahren mit dem Freivorbauwagen VBC von Peri. Die Kompatibilität zum Peri Up Modulgerüst schaffte zudem sichere Arbeitsbühnen und Zugänge zu allen Arbeitsbereichen. Durch die enge Zusammenarbeit von Generalunternehmer, Planer und Peri Ingenieuren konnte die Überquerung trotz komplizierter Infrastruktur termingerecht realisiert werden.

Krakau/Polen (ABZ). –  Der aktuelle Ausbau der Krakauer Stadtbahn KST erforderte u. a. die Querung des Eisenbahnknotens Krakau-Plaszow. Da für die Bauzeit dieser 252 m langen Überquerung ein ungestörter Zugverkehr sicherzustellen war, wählte der General-Unternehmer für die Extradosed-Brücke mit Hohlkastenquerschnitt das Freivorbauverfahren. Die Kompatibilität zum Peri Up Modulgerüst schaffte zudem sichere Arbeitsbühnen und Zugänge zu allen Arbeitsbereichen.

Durch die maßgeschneiderte Lösung der Peri Ingenieure erreichte das Baustellenteam mit vier Variokit Freivorbaugeräten jeweils 5,70 m lange Betonierabschnitte. Dank der hohen Flexibilität und dem einfachen Ausrichten des Systems konnten komplizierte Vorspannungssequenzen in Längs- und Querrichtung des Viaduktes realisiert werden, heißt es von Unternehmensseite. Es galt u. a. sowohl die außerhalb des Hohlkastens verlaufenden Spannglieder als auch die Verankerungspunkte der Schrägseile zu berücksichtigen. Auch die Bauarbeiten bei laufendem Bahnbetrieb und die zugeteilten Sperrzeiten erschwerten den Vorbau über den Gleisen. Trotz allem konnten die jeweiligen Segmente ununterbrochen im Zwei-Wochen-Takt hergestellt werden.

Peri, Schalungstechnik, Brückenbau

Beim Ausbau der Krakauer Stadtbahn KST wurde als zweiter Bauabschnitt der 40 m hohe asymmetrische Viaduktpylon mit einer kombinierten A und H Geometrie errichtet. In 2/3 Höhe des Pylons wurden horizontal aufgehängte SB Stützböcke verwendet. Diese bildeten eine tragende Zwischenplattform für den Querbalken, eine technologische Plattform zum Vorhalten der Bewehrung sowie auch, in der letzten Phase, eine Unterkonstruktion für das Gerüst zur Montage der Schrägseile.

Nach dem Lückenschluss eines Brückenfeldes konnte der Peri VBC Freivorbauwagen selbsttätig in die Ausgangsposition zurückfahren, obwohl sich entlang der Bauwerksachse Schrägseile befanden. So war auch die Demontage des Geräts effizient und sicher.

Peri Polen übernahm die projektspezifisch zugeschnittene Planung und die statischen Berechnungen der Komplettlösungen sowohl für den Überbau auf dem Lehrgerüst als auch für den Freivorbau. Sämtliche Systeme und Abläufe waren folglich optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichten eine plan- und termingerechte Fertigstellung. Durch die enge Zusammenarbeit von Generalunternehmer, Planer und den Peri Ingenieuren bereits in der Planungsphase wurde unter anderem die Form der Verstärkungsrippen entlang des Brückenüberbaus optimiert, um die Ausführungszeiten zu beschleunigen. Als größte Herausforderung bei der Schalungsplanung erwiesen sich die stark asymmetrische Form des Überbauquerschnitts sowie dessen variable Breite entlang der Bauwerksachse.

Peri, Schalungstechnik, Brückenbau

Dank der detaillierten Planung der Peri Ingenieure und der hohen Flexibilität des Peri Freivorbaugeräts konnte der Überbau der Schrägseilbrücke rechtzeitig fertig gestellt werden.

Zu der schnellen Realisierung trugen auch, neben den technischen Unterlagen, die Detailausarbeitungen auf Basis modernster 3D Schalungsplanung bei. Diese ausführliche Visualisierung machte das Schalen vor Ort wirtschaftlich und effizient. Auch die kontinuierliche Unterstützung des Baustellenteams vor Ort durch die Peri Supervisor beschleunigte die Abläufe.

Die Kombinierbarkeit des Freivorbaugeräts mit dem Modulgerüst Peri Up ermöglichte, als Teil der umfassenden Peri Projektlösung, die Erstellung sicherer Arbeitsplätze. Mit minimalem Aufwand für das Baustellenteam ließ sich das Gerüst mit einfachen Verbindungsmitteln mit den Variokit Standardbauteilen zu sicheren Arbeitsplattformen und Zugängen verbinden.

Die Variokit Lösung für den Freivorbau ist eine Kombination aus tragfähigen Rahmen aus Stahlbauhohlprofilen für den Lastabtrag und Variokit Standardteilen für die Ausbildung von Schalungen, Arbeitsgerüsten und Plattformen sowie die Anpassung an die Geometrie des Querschnitts. Das Freivorbaugerät leitet die Frischbetonlast in das Tragwerk und bringt die Schalung von Abschnitt zu Abschnitt. Um den Querschnittsveränderungen des Hohlkastenquerschnitts gerecht werden zu können, wird eine Schalungslösung aus Vario Träger-Wandschalungen eingesetzt. Mit optimierten Bauteilen des Freivorbaugeräts lassen sich bis zu 5,75 m lange Segmente betonieren. Zusätzlich werden Variokit Systemteile genutzt. Damit erreicht Peri eine maximale Anpassungsfähigkeit für unterschiedliche Brückenquerschnitte. Darüber hinaus ist der Umsetzvorgang zum nächsten Betonierabschnitt nach eigenen Angaben äußerst praxisgerecht gestaltet. Dank der mechanischen Lösung sind die notwendigen manuellen Arbeiten schnell erledigt. Die integrierte, zentral gesteuerte Mechanik mit Hydraulikzylindern sowie Hub- und Fahrwerken zum Verfahren, Ablassen und Heben von Wagen und Schalung sorgt für eine einfache Handhabung des Freivorbaugeräts. Die Hydraulik vereinfacht auch das Einstellen und Einmessen der Schalung von Abschnitt zu Abschnitt.

Sämtliche Module des Freivorgeräts lassen sich bei zukünftigen Projekten wiederverwenden. Zudem sind nahezu alle Bauteile im Peri Mietpark verfügbar. Dies sichert nicht nur eine schnelle Verfügbarkeit aller Bauteile, es steigert zudem die Wirtschaftlichkeit der Lösungen für die Bauunternehmung.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2016.

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