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Mit Gel-Batterie und 110-Volt-Heizsystem ausgestattet

Arbeitsbühne unterstützt Polarforschungsprogramm

Die Genie Z-45 XC, gerüstet für Arbeiten auf unwegsamem Gelände.

Bremen (ABZ). – Auf dem höchstgelegenen, trockensten, kältesten und windigsten Kontinent der Erde, der Antarktis, sind bei Bauprojekten besonders robuste und zuverlässige Maschinen erforderlich.

Auf diese Weise gelangte der niederländische autorisierte Genie-Vertragshändler HDW an den Auftrag, seinem Kunden, der Royal BAM Group (BAM), eine speziell angepasste Genie Z-45 Xtra Capacity (XC) Arbeitsbühne zu liefern, die den Anforderungen des British Antarctica Survey (BAS) und dessen Partnern NERC, SWECO und Rambol genügte.

Die BAS-Forschungsmission ist auf einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren für eine langfristige Forschung angelegt. Die bereits im Januar 2019 in der Antarktis eingetroffene Genie Z-45 XC Bühne soll fünf Jahre vor Ort bleiben. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere der Ausbau der Anlegemöglichkeiten für das neue Polarschiff RRS Sir David Attenborough, die umfassende Modernisierung der Rothera-Forschungsstation – der wichtigsten britischen Versorgungsbasis in der Antarktis – und die Verbesserung der Einrichtungen und Arbeitsbedingungen weiterer BAS-Forschungsstationen in der Region. Während die Forschungsarbeiten an der Station das ganze Jahr über laufen, selbst bei –60 °C, ist die Arbeit mit Maschinen aufgrund der extremen Stürme und niedrigen Temperaturen nur in den Sommermonaten von Oktober bis Februar möglich, wenn das Thermometer auf einigermaßen erträgliche –15 °C ansteigt. Als langjähriger Kunde von HDW verließ man sich bei der BAM auf die Empfehlung seines Partners: die Genie Z-45 XC.

Wilco Donkersloot, Account Manager bei HDW, erläutert: "Die Genie Z-45 XC Arbeitsbühne vereint die Vorteile robuster Geländegängigkeit mit extrahoher Tragfähigkeit, die zwei Personen mit mehr Material und Werkzeug auf der Plattform zulässt. Hieraus ergibt sich ein großes Produktivitätsplus – für ein Projekt, das Arbeiten nur an fünf Monaten im Jahr erlaubt, somit das perfekt geeignete Modell für diesen Einsatz." Weiter führt er aus: "Selbstverständlich waren an der Maschine einige Modifikationen notwendig, um den extremen Bedingungen der Antarktis Rechnung zu tragen. Unter anderem verwendeten wir eine Gel-Batterie, die bei Minustemperaturen widerstandsfähiger und insgesamt langlebiger ist. Das Standard-Batteriepaket wurde durch eine leistungsstärkere Batterie mit einer Spitzenkapazität von 1100 CCA Kaltstartstrom ersetzt, die wir mit einem Erhaltungsladegerät verbunden haben. Damit stellen wir sicher, dass jederzeit die maximale Batterieleistung zur Verfügung steht. Darüber hinaus haben wir ein 110-Volt-Heizsystem für die Ölwanne und die Heizelemente des Hydrauliktanks installiert, um Motor- und Hydrauliköl auf der korrekten Betriebstemperatur zu halten."

Während ihres fünfjährigen Einsatzes wird die Genie Z-45 XC schätzungsweise 2000 Betriebsstunden absolvieren. "Im Rahmen unserer langfristigen Planung haben wir dafür Sorge getragen, dass BAM sowohl mit ausreichend Ersatzteilen für die Wartung als auch mit Teilen zur Behebung kritischer Ausfälle versorgt wurde", betont Donkersloot. Abschließend merkt er an: "Die Maschine wurde erst vor etwas mehr als einem Jahr ausgeliefert. Wir befinden uns also noch in der frühen Phase, und die Kommunikation mit der Forschungsstation gestaltet sich, vorsichtig ausgedrückt, etwas schwierig. Dennoch können wir zum jetzigen Zeitpunkt mit Zufriedenheit feststellen, dass die Genie Z-45 XC laut der letzten Meldung der BAM zuverlässig ihren Dienst versieht und die Arbeiten im Zeitplan liegen."

Die Genie Z-45 XC ist die neu konzipierte XC-Version (Xtra Capacity) der geländegängigen Diesel-Gelenkteleskoparbeitsbühne Z-45/25 J RT. Sie bietet eine Arbeitshöhe von maximal 15,87 m, eine seitliche Reichweite bis 7,55 m und eine übergreifende Höhe von bis zu 7 m. Durch ihren dualen Arbeitsbereichs mit Tragfähigkeiten von 300 kg uneingeschränkt – beziehungsweise 454 kg eingeschränkt – nimmt diese Maschine in ihrer Plattform zwei Personen einschließlich Werkzeug und Material auf, für eine erhöhte Produktivität bei unterschiedlichen Schwerlastaufgaben auf Baustellen und in Industrieanlagen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2020.

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