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Mit GFK-Rohren

Stadt entschied sich für Kaliberberstverfahren

Hobas, Baustellen, Modernisierung und Sanierung, Verbautechnik, Rohr- und Leitungsbau, Entwässerung

Einsatz der Hobas GFK-Rohre im 2 x 2 m Press-Schacht Fahrmischer brachten dann den Flüssigboden wieder zurück zur Baustelle, wo er unmittelbar eingebaut wurde.

UNNA (ABZ). - Die Sanierung alter Abwasserleitungen stellt stets eine große Herausforderung für Gemeinden und die zuständigen Kläranlagen dar. Viele der noch vorhandenen Altkanäle wurden gemauert oder bestehen aus Steinzeug, Beton oder Stahlbeton. Doch selbst die beste Kanalleitung zeigt mit der Zeit Belastungserscheinungen oder Materialermüdung und wird zunehmend durchlässig. Hohe Unterhaltskosten sind die Folge. Hinzu kommt, dass Lecks in der Kanalisation ein Risiko für die Umwelt darstellen, da austretende Materialien den Boden und das Grundwasser verschmutzen können. Wird die Sanierung zu lange verzögert, steigen die Betriebskosten der Kläranlagen aufgrund der zusätzlichen Belastung von eindringendem Wasser, Fahrmischer brachten dann den Flüssigboden wieder zurück zur Baustelle, wo er unmittelbar eingebaut wurde. Bodenerosion und Bodensenkungen bis hin zur Gefährdung von Gebäuden und Umwelt.

Um dies zu verhindern und mögliche Schäden rechtzeitig zu erkennen, führen die Stadtbetriebe Unna jährlich bis zu 20 km Kamerabefahrungen ihrer Kanäle durch. Bei der anschließenden Auswertung für einen Stahlbeton-Mischwasserkanal DN1200 in der Kurt-Tucholsky-Straße wurde in 2014 eine umfangreiche Deformation (Ovalisierung), verursacht durch eine Rissbildung im Scheitel und in der Sohle von mehr als 25 mm über größere Abschnitte festgestellt (Altrohrzustand II). Im Hinblick auf die Sanierung entschied man sich schnell für ein Kaliberberstverfahren mit Hobas GFK-Vortriebsrohren, mit denen man bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatte. Eine Sanierung mittels Schlauchliner kam aufgrund fehlender Statik nicht in Frage. Die Vorteile von Hobas GFK-Rohren, wie die leichte Verlegung und das günstige Verhältnis von relativ geringer Wanddicke bei gleichzeitig hoher Festigkeit, kamen hinsichtlich einer kurzen Bauzeit und der Sanierung in geschlossener Bauweise mit einem sehr engen Pressschacht von 2 x 2 m besonders zum Tragen. Beim eingesetzten Kaliberbersten wurden die vorhandenen Deformationen durch den Berstkopf zurückgedrängt und anschließend Hobas GFK-Vortriebsrohre Da 1099 mit F(max)=2040 KN/SN 32 000 eingezogen. Durch die grabenlose Sanierung bei einer Gesamtlänge von 77 m und der mittleren Sohltiefe von 7 m wurden so bis zu 180 Lkw Ladungen an Bodenaushub (1850 m³) und eine ansonsten notwendige Grundwasserabsenkung vermieden, sowie Anwohner und Umwelt größtmöglich geschont. Die Sanierung wurde innerhalb von sechs Wochen (eigentlicher Rohreinzug in zwei Tagen) erfolgreich abgeschlossen.

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