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Mit Roboterunterstützung

Müllfahrzeug wird rein elektrisch betrieben

In Bremerhaven fährt das erste rein batterieelektrische Müllfahrzeug, das mit Strom aus der Müllverbrennung betrieben wird.

Bremerhaven (ABZ). – Seit einigen Wochen ist bei BEG das erste rein elektrisch betriebene Müllfahrzeug erfolgreich im Einsatz. Der Lkw ist im Rahmen des Projektes "BEAR – Batterieelektrische Abfallentsorgung mit Roboterunterstützung" durch den "Energie- und Klimafond" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (heute: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit), Berlin, gefördert und durch Faun gebaut.

Das Pilotprojekt ist für das Unternehmen laut eigenen Angaben ein wegweisender Schritt hin zu einer emissionsfreien Entsorgung. Es sei zudem ein wertvoller Beitrag für die Klimastadt Bremerhaven.

Die Zielsetzung im Rahmen des Vorhabens "BEAR" war es, ein rein elektrisch betriebenes Abfallsammelfahrzeuges und dessen Aufbau zu entwickeln. Das Fahrzeug ist so ausgelegt, dass es eine Geschwindigkeit von 80 km/h erreichen kann.

Auch die Nebenaggregate (wie Klimatisierung, Lenkkraftunterstützung, Druckluftbereitstellung und Bordnetzversorgung) werden vollständig durch elektrisch angetriebene Systeme ersetzt. Die Energie für den Antrieb und für Aufbau und Lifter liefert ein schnellladefähiges Batteriepaket. Dazu wurde am Standort eine Hochleistungsladestation installiert, welche direkt vom Müll-Heiz-Kraftwerk (MHKW) gespeist wird.

Schlüsselübergabe in Bremerhaven (v. l. n. r.) Josef Holtermann (Leiter Einkauf Remondis Lünen), Dr. Ulf Eversberg (Stadtrat Bremerhaven), Torsten von Haaren (Stadtverordnetenvorsteher Bremerhaven), Patrick Hermanspann (CEO FAUN Gruppe), Torsten Neuhoff (Bürgermeister Stadt Bremerhaven), Stefan Ketteler (Geschäftsführer BEG Gruppe), Dr. Addissou Makonnen (Geschäftsführer BEG Gruppe), Thomas Templin (Aufsichtsratsvorsitzender BEG).


Ein weiteres Ziel des Projekts war es, die erforderliche Batterieauslegung zu erforschen. Hierbei wurde eine Batterielebensdauer von mindestens acht Einsatzjahren angestrebt. Im Zuge der Untersuchungen zur Batteriedimensionierung soll zusätzlich ein allgemeines Tool zur Planung der Batteriekapazität entwickelt werden.

Das für das Projekt gebaute Prototypfahrzeug soll mindestens zwölf Monate lang in Bremerhaven im Realbetrieb erprobt werden. Dabei werden neben Daten zur Wirtschaftlichkeit und technischen Zuverlässigkeit auch Daten zur Klima- und Umweltwirkung des Fahrzeugeinsatzes erhoben. Die Projektergebnisse werden unter der Maßgabe generiert, wesentliche Erkenntnisse auch auf elektrisch betriebene schwere Nutzfahrzeuge in anderen Einsatzbereichen (zum Beispiel innerstädtische Logistik) übertragen zu können.

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