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Mit wärmegedämmter Balkonanlage

Nach Brand Hotel größer wieder aufgebaut

Schöck, Baustellen, Dämmstoffe

Energieeffizienter Bau an der Schwarzwaldhochstraße: Die Balkone des Berghotel am Mummelsee wurden mit dem tragenden Wärmedämmelement Schöck-Isokorb Typ K50 von der Gebäudehülle entkoppelt.

SEEBACH (ABZ). - Das "Berghotel am Mummelsee", in Seebach, feierte seine Wiedereröffnung: Im Mai 2008 wurde das Hotel an der Schwarzwaldhochstraße durch einen Großbrand vollständig zerstört. Die alte Bausubstanz musste komplett entfernt werden, so dass nur noch ein Neubau möglich war. Innerhalb eines Jahres konnte das neue Berghotel errichtet werden. Der Neubau wurde optisch an das ehemalige Hotel angelehnt: Schwarzwaldtypisch wurde die Fassade mit Holzschindeln verkleidet und ein Walmdach aufgesetzt. Bei der Planung setzte Architekt Vögele aus Freudenstadt auf den Einsatz zeitgemäßer Baustoffe und Anschlusselemente: So sind die neuen Balkone mit dem Schöck-Isokorb Typ K thermisch vom Gebäude entkoppelt und reduzieren Wärmeverluste. Das idyllisch gelegene Hotel ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel für Touristen. Kein Wunder, denn mit 1036 m Höhenlage ist der Mummelsee der höchstgelegene und größte See der insgesamt sieben Karseen im Schwarzwald. In derart exponierter Lage, bot das rund 100 Jahre alte Hotel Unterkünfte im schwarzwaldtypischen Ambiente – bis zum Brand im Dachstuhl. Durch das Löschwasser war das Gebäude so sehr zerstört, dass es ganz abgerissen werden musste. In Anlehnung an das alte Hotel wurden schnell neue Pläne entworfen, die den Schwarzwaldcharakter aufnehmen und optisch an das alte Hotel erinnern.

Die Fassade ist mit Holzschindeln verkleidet. Giebelwalme unterstreichen zudem die typische Bauweise im Schwarzwald. Ebenso verfügt das neue Hotel wieder über einen Natursteinsockel mit großen Rundbogenfenstern. Die großflächige Fensterfront bietet hier einen Panoramablick auf den Mummelsee. Insgesamt ist der neue Hotelkomplex mit 12 000 km³ umbautem Raum und einer Nutzfläche von 3700 m² um rund ein Drittel größer als das ehemalige Hotel. Zudem ist die Raumaufteilung im Inneren verändert: Im Erdgeschoss befinden sich fünf Themenrestaurants mit einem direkten Zugang zum See. Das Hotel ist mit einem Aufzug ausgestattet und grundsätzlich barrierefrei. Das Obergeschoss umfasst insgesamt 25 großzügig geschnittene Zimmer zwischen 30 und 54 m². Die modern ausgestatteten Hotelzimmer verfügen bis auf drei Ausnahmen über einen Balkon. Neben den festgeschrieben Anforderungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) sorgen gerade bei großen Bauprojekten die steigenden Energiekosten für einen verstärkten Einsatz energieeffizienter Bauteile: Auch beim Neubau des "Berghotels am Mummelsee" wurde daher bereits bei der Planung des traditionell gestalteten Gebäudes auf entsprechende Details Wert gelegt. Aus diesem Grund kam als Balkonanschluss der Schöck-Isokorb Typ K50 zum Einsatz. Er entkoppelt die außenliegenden Beton-Bauteile thermisch vom Gebäude und reduziert damit an den Anschlussstellen den Wärmeverlust. Wärmebrücken werden auf diese Weise reduziert. Damit trägt der Isokorb dazu bei, dass die Energieeffizienz des Gebäudes gesteigert wurde. Das Wärmedämmelement überträgt Biegemomente und Querkräfte. Eine integrierte Aufhänge- und Randzugbewehrung erspart zudem die balkonseitig erforderlichen Steckbügel und Bügelmatten. Das integrierte Drucklager aus mikrostahlfaserbewehrtem Hochleistungsfeinbeton trägt mit seiner geringen Wärmeleitfähigkeit zu der guten Wärmedämmeigenschaft bei.

Schöck, Baustellen, Dämmstoffe

Wiedereröffnet: Das neue Berghotel am Mummelsee ist optisch an den alten Hotelkomplex angelehnt. Die schwarzwaldtypische Fassade passt sich in die Umgebung ein. Im Inneren verfügt es über eine moderne Raumaufteilung.

Die 22 Balkone sind insgesamt durch den Einbau von 127 Isokörben thermisch entkoppelt. Der Typ K50 minimiert Wärmebrücken der rund 1,80 m auskragenden Balkone. Wir wollten die Chance nutzen, das Hotel wärmedämmtechnisch auf den neuesten Stand zu bringen und entschieden uns deshalb für den Isokorb", so Architekt Vögele. Ein weiterer Vorteil ist der einfache Einbau durch nonverbale Einbauanleitungen. So werden Fehler bei der Verarbeitung auf der Baustelle vermieden.

Die bereits großzügig angelegten Zimmer des Berghotels werden durch die Balkone nochmals erweitert. Die Möglichkeit einfach ins Freie treten zu können, ist für viele Urlauber ein ausschlaggebender Faktor für eine Buchung. Den freien Blick auf den Mummelsee und die Berge können die Gäste im Berghotel jetzt wieder ungestört genießen. "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nach einer so kurzen Bauphase das Hotel wieder eröffnen konnten. Dazu haben auch die gute Zusammenarbeit der Baubeteiligten und insbesondere die Schöck-Ingenieure beigetragen", erklärt Pächter Karl-Heinz Müller.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 02/2011.

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