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Mit zahlreichen Assistenzsystemen

Muldenkipper ist nutzerfreundlicher

Der neue Cat-Dumper 725 mit 252 kW und 24 t Nutzlast.

Garching (ABZ). –Cat hat kürzlich einen neuen knickgelenkten Muldenkipper vorgestellt, der mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet ist. Der neue 725er-Dumper ist nun leistungsstärker und soll den Aufwand für Maschinenführer halbieren, verspricht der Hersteller.

Mit einem Fahrerhaus der nächsten Generation, einem leistungsstarken Motor, der die aktuellen Emissionsnormen erfüllt und Assistenzsystemen zur Steigerung der Produktivität und Sicherheit, soll der neue knickgelenkte Muldenkipper Cat 725 den Klassenstandard setzen. Mit 24 t Nutzlast behalte der Cat 725 die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Vorgängers Cat 725C2 bei, so das Unternehmen. Gleichzeitig biete er Anwendern, die in der schweren Erdbewegung, Gewinnungsindustrie, auf Deponien oder bei industriellen Anwendungen tätig sind, mehr Leistung. Die Maschine kommt als erster Dumper mit einem neuen Design auf den Markt, dass 2019 vorgestellt wurde. Darüber hinaus hat Cat seinen neuen Muldenkipper mit einer aktualisierten Kabine ausgerüstet. Diese ist laut Hersteller das größte auf dem Markt verfügbare Fahrerhaus und setzt Maßstäbe bei Komfort und Bedienerfreundlichkeit. Die Lüftungsöffnungen seien nun mehr zum Fahrer hin positioniert worden, sodass die neue Klimaautomatik für ein angenehmes Raumklima in der Kabine sorgen kann.

Der Cat 725 ist mit einer verbesserten Beleuchtung für sichere Nachteinsätze ausgestattet. Sie besteht aus Hochleistungs-LED-Scheinwerfern für die Front, hochintensiven Arbeitsleuchten, LED-Positionsleuchten und Aufstiegsbeleuchtung auf beiden Maschinenseiten. Die neue Kabine ist Cat zufolge besser gedämmt und daher viermal leiser als die vorherigen Fahrerhäuser. Sie soll den Geräuschpegel am Ohr des Fahrers nun auf 69 dB(A) senken. Steigt der Fahrer in die Kabine, aktivieren sich beim Öffnen der Tür sämtliche Steuergeräte und das Touchscreen-Display. Die Überrollschutzvorrichtung (Rops) der Kabine kommt ohne Säulen im hinteren Bereich aus. Dadurch kann der Maschinenführer besser nach hinten schauen und den entsprechenden Baustellenbereich überblicken. Direkt an der Kabine montierte, elektrisch verstell- und beheizbare Spiegel bieten dem Fahrer beste Sicht, reduzieren die Vibrationen, erleichtern das Einklappen und die regelmäßige Reinigung, verspricht Cat.

Die neuen Assistenzsysteme sollen die Cat-Dumper noch produktiver machen: Das automatisierte Abkippen bringt das Getriebe in Neutralstellung, aktiviert die Parkbremsen und fährt die Mulde des Dumpers bei passender Motordrehzahl schnell in die Kippstellung. Der ganze Vorgang erfordere Herstellerangaben zufolge halb so viele Bedienereingaben wie zuvor.

Nach dem Entladen sinkt die Mulde sanft ab, wodurch ein harter Endaufschlag vermieden wird. Das schone die gesamte Maschine und verlängere zudem die Lebensdauer der einzelnen Komponenten. Das neue Stabilitätssystem "Cat Detect" hilft, ein Kippen der Maschine zu verhindern. Es warnt den Bediener akustisch und visuell und verhindert das Anheben der Mulde, wenn die Maschine beim Abkippen ungünstig steht. Der Fahrer kann dann entscheiden, ob er das Abkippen fortsetzen oder die Maschine neu positionieren möchte.

Zudem gibt es eine automatische Traktionskontrolle, die dem Maschinenführer alle Einstellungen abnimmt: Während der Fahrt aktiviert sie bei Bedarf automatisch die Differentialsperren, um die Traktion kontinuierlich aufrechtzuerhalten. Das verbessere die Zykluszeiten und sorge für bessere Produktivität, weniger Verspannungen im Antriebsstrang und geringeren Reifenverschleiß.

Die sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang aktive Retarder-Steuerung arbeitet jetzt vollautomatisch und steuert die Bremsanlage durch eine Kombination aus Motorbremse, hydraulischem Retarder, Gangwahl und zusätzlicher Betätigung der Betriebsbremsen. Der Fahrer muss lediglich bei gewünschter Geschwindigkeit den Fuß vom Gaspedal nehmen und die Maschine hält die aktuelle Geschwindigkeit bei, teilt Cat mit. Die automatische Berganfahrhilfe hält die Maschine in Steigungen, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt und verhindert damit das Zurückrollen.

Mit dem Standard-Cat-Flottenmanagement verbindet sich die Maschine drahtlos mit dem Büro. So können Betriebsdaten wie beispielsweise Standort, Stunden, Kraftstoffverbrauch, Produktivität, Leerlaufzeiten und Diagnosecodes über "VisionLink" überwacht werden.

Externe Anzeigeleuchten sind optional verfügbar und zeigen den Fahrer der Lademaschine, wenn die Nutzlast des Dumpers erreicht ist. Damit werde das Risiko, die Maschine zu überladen, minimiert. Auch Reifenverschleiß und stark beanspruchte Komponenten würden geschont. Das Wägesystem "Cat Production Measurement" zeigt genaue Nutzlastinformationen an, wodurch Produktivitätsverfolgungen und -analysen dargestellt werden können.

Der Cat-C9.3-ACERT-Motor ist Herstellerangaben zufolge sehr zuverlässig und hat sich schon in vielen Anwendungen bewährt. Er treibt den neuen knickgelenkten Muldenkipper Cat 725 mit einer Nettoleistung von 252 kW (343 PS) an. Das verbaute Cat-"Clean-Emissions-Modul" besteht aus einem Dieselpartikelfilter und einem Katalysator für die selektive katalytische Reduktion (Harnstoffeinspritzung), um die strengen Abgasnormen der EU-Stufe V zu erfüllen. Die automatische Regeneration erfolgt während des normalen Betriebs. So kann der Filter schnell und ohne Unterbrechungen gereinigt werden. Der Eco-Modus reduziert den Kraftstoffverbrauch laut Cat um bis zu 5 % und kann vom Bediener jederzeit aktiviert werden.

Die neue Maschine läuft mit einem Sechsganggetriebe, mit dem weicheres Schalten, bis zu 8 % höhere Beschleunigung und bis zu 9 % mehr Tempo in der Ebene möglich sein sollen. Die Vorderradaufhängung sorgt für ruhige Fahrt auf unebenem Gelände und für eine höhere Geschwindigkeit – wobei sie Stoßbelastungen gleichzeitig abfedert. Die Maschinenrahmen sind so konstruiert, dass sie hohe Verschränkungen bewältigen, die Belastung des Knickgelenks verringern und die Muldenaufhängung verbessern, verspricht Cat. Die Kardangelenke des neuen Knicklenkers sind mit einer Dauerschmierung ausgestattet, während für andere Schmierstellen automatische Schmieranlagen verbaut wurden.

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