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Miteinander hoch hinaus

50 Jahre Beutlhauser und Liebherr-Krane

Als Dank für die erfolgreiche 50-jährige Partnerschaft übergaben Vertreter der Liebherr-Gruppe ein Gemälde an Geschäftsführer Dr. Thomas Burgstaller und Seniorchef Gisbert Burgstaller der Beutlhauser-Gruppe. (v. l.): Martin Schlegel, Verkaufsleiter Inland Turmdrehkrane bei Liebherr, Rupert Wieser, Marktverantwortlicher Europa Turmdrehkrane Liebherr, Matthias Burgstaller, Oliver Sowa und Dr. Thomas Burgstaller von der Geschäftsleitung der Beutlhauser-Gruppe, Stéfanie Wohlfarth, Beutlhauser-Senior-Chef Gisbert Burgstaller und Marco Guariglia, Managing Director Sales Liebherr.

Passau (ABZ). – Die Passauer Gruppe und das Biberacher Unternehmen feiern Jubiläum einer erfolgreichen Partnerschaft – Insgesamt wurden 1900 Krane der Marke verkauft. Ehrgeizig, erfolgreich und trotz der expansiven Aufwärtsentwicklung nach wie vor familiengeführt – das und noch viel mehr haben die Unternehmen Beutlhauser und Liebherr mit seiner Kran-Produktion in Biberach an der Riß gemeinsam.

Im Jahr 1969 kreuzten sich erstmals die Wege und seither schreiben der Baumaschinen-Spezialist mit Firmensitz in Passau und der Global Player mit Wurzeln in Baden-Württemberg gemeinsam Erfolgsgeschichte. "Beutlhauser ist für uns einer der leistungsstärksten Partner weltweit", betont Geschäftsführer Vertrieb für Liebherr Biberach Marco Guariglia zum Jubiläum. Allen Grund, miteinander die 50-jährige "eheähnliche" Beziehung im Bausektor zu feiern, auf dem gegenwärtig noch keine Anzeichen für eine wirtschaftliche Krise auszumachen seien, sieht Guariglia. Den Einsatz der Verantwortlichen für Beutlhauser und die Firma Liebherr beziffert Guariglia auf 120 Prozent. Nach seinen Worten hat die Liebherr-Kran-Sparte in den zurückliegenden 50 Jahren rund 1600 Schnellmontage-Krane an Beutlhauser verkauft. Zusammen mit 300 großen Obendreherkranen ergibt sich eine Summe von 1900 Geräten – "Serienkrane, aber auch Sonderprojekte", wie der Konzern-Manager zusammenfasst.

Aktuell ist Beutlhauser mit 40 Kranen an einer Großbaustelle am Flughafen in Frankfurt am Main beteiligt, wie Marco Guariglia unterstreicht, nach dessen Überzeugung sich viele Themen bei den beiden Unternehmen decken. "Wir sind ähnlich aufgestellt", sagt der Manager mit Blick auf das von ihm repräsentierte Familienunternehmen, das auf Erfahrung und Tradition baue, zugleich definitiv die Mitarbeiter als mit das wichtigste Gut betrachte. Es gebe "ganz wichtige Synergien", merkt Guariglia ergänzend an, der den Vergleich mit einer Ehe zieht, in der Kompromissbereitschaft, Toleranz und Vertrauen gefragt seien.

Beutlhauser-Senior-Chef Gisbert Burgstaller erinnert an das bereits 2016 begangene Jubiläum "50 Jahre Partnerschaft mit Liebherr Kirchdorf", dem Sitz der Hydraulik-Bagger GmbH des namhaften Herstellers. Der weitere Vertragsabschluss im Januar 1969 habe den Einstieg in das Liebherr-Krangeschäft bedeutet – "bestimmt nicht einfach" unter den Voraussetzungen, anfangs nur ein Mitverkaufsrecht eingeräumt bekommen zu haben. Burgstallers Fazit: "Beutlhauser hat in den langen 50 Jahren bewiesen, der richtige Liebherr-Händler zu sein." Es bestehe auch keine Angst vor der Zukunft mit weiterer Expansion, zumal die Nachfolge innerhalb der Familie Burgstaller geregelt sei.

Dr. Thomas Burgstaller, Mitglied der dreiköpfigen Beutlhauser-Geschäftsführung mit Matthias Burgstaller und Oliver Sowa, richtet den Blick nach vorn, ohne die Historie mit dem Ursprung des Unternehmens in der Eröffnung eines Porzellan- und Haushaltswarengeschäftes in Pfarrkirchen 1898 samt späterem Werkzeughandel für das Handwerk und dem frühzeitigen Import erster landwirtschaftlicher Geräte aus Chicago außer Acht zu lassen. Als Meilensteine nennt er unter anderem die Produktion des ersten mobilen Krans nach dem Zweiten Weltkrieg durch Liebherr und den Neubau des Krankenhauses in Eggenfelden (Niederbayern) 1974 mit fünf Liebherr-Kranen von Beutlhauser.

Mit den Schlagworten "Weg von Eisen und Stahl" sowie "Beutlhauser 4.0" skizziert Dr. Thomas Burgstaller die verstärkte Unternehmensausrichtung auf Digitalisierung. "Es geht um ganzheitliche Prozesse und Lösungen, vom Kunden hergedacht", beschreibt er die Marschroute in die Zukunft – sowohl analog als auch digital mit völlig anderen Anforderungen an die Mitarbeiter.

Viele Beispiele zählt der Geschäftsführer auf, darunter die schon vor fünf Jahren aufgebaute Abteilung "Smart Systems", fokussiert auf den Trend hin zu Vernetzung, Automatisierung bis hin zu fahrerlosen Steuerungen im Bau- und Transportbereich. Entscheidende Basis des Erfolgs von Beutlhauser sind nach Dr. Burgstalles Ansicht langfristige Partnerschaften mit Lieferanten und Kunden, aber auch das Augenmerk auf die Zusammenarbeit untereinander "auf Augenhöhe" nach dem Grundsatz, die Menschen mitzunehmen, Selbstverantwortung zu fordern und Vertrauen zu schenken.

In der Beutlhauser-Gruppe, die weiterhin Familienunternehmen bleiben soll, sind in den drei Geschäftsbereichen Baumaschinen und Baugeräte, Flurförderzeuge und Kommunaltechnik in neun Gesellschaften an 22 Standorten in Deutschland, Österreich und Polen weit über 1000 Menschen tätig. Der 2018 generierte Umsatz liegt bei 378 Millionen Euro.

"Wir haben noch viel vor", sagte Dr. Thomas Burgstaller bei der schönen Feier am 19. September in Passau, die zugleich Mitarbeiter-Fest war. Stéfanie Wohlfarth, geborene Liebherr und Mitglied im Verwaltungsrat der Unternehmensgruppe Liebherr, bat er, mit einem Liebherr-Baukran ein Jubiläumstransparent zu hissen. Wahrlich keine Schwierigkeit für die Leiterin des Liebherr-Unternehmensbereichs Turmdrehkrane, die unter dem Jubel der Festversammlung auch noch einen aus Brezelteig geformten essbaren Liebherr-Kran anschnitt.

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