Mitgliederversammlung des Holzfertigbau-Verbandes

Holzbauten adäquatvor Witterung schützen

Essen (ABZ). – Rund 100 Teilnehmer setzten sich kürzlich auf der Herbsttagung und Mitgliederversammlung des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes (DHV) mit bauphysikalischen und technologischen Fragen und Herausforderungen des Klimawandels auseinander. Dabei ging es auch um Wetterschutzdächer. "Die Bauwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel", sagte DHV-Präsident Erwin Taglieber. "Das Bauen mit Holz erfährt in den letzten Jahren sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik enormen Zuspruch. Wachstumschancen bieten vor allem die Gebäudeklassen vier und fünf", so Taglieber. Gerade bei ambitionierten Großprojekten müsse der Holzbau seine Qualität beweisen. DHV-Mitgliedsunternehmen sollten Bauvorhaben sehr sorgfältig planen und umsetzen. Beim Holzbau müssten besonders witterungsbedingte Schwierigkeiten berücksichtigt werden. "Natürliche Feinde des Holzbaus sind Wasser und Pilze. Deshalb gilt es, den Feuchteschutz von Anfang an mit einzuplanen, um die Konstruktion keinerlei Wetterstress auszusetzen", so Karl-Heinz Weinisch, Inhaber des Instituts für Qualitätsmanagement und Umfeldhygiene (IQUH) in Weikersheim.

Daher sei witterungsgeschütztes Bauen wichtig. Anwender könnten riesige Schutzzelte um die jeweiligen Häuser errichten. Dies sei auch bei der Vorfertigung von Gebäudeteilen in Hallen von Holzbaubetrieben möglich. Hermann Spanier, Geschäftsführer des Planungsbüros MoselCopter aus Longuich, präsentierte wie Wetterschutzdächer Schäden minimieren können. Seine Lösungen seien vom eigentlichen Bauwerk statisch vollkommen entkoppelt und könnten im Einzelfall so hoch wie Kirchtürme werden. "Unter einer Komplett-Einhausung kann zum Beispiel das Dach eines Baudenkmals geöffnet und das Tragwerk erneuert werden, ohne dabei auf die Jahreszeit oder das Wetter Rücksicht nehmen zu müssen", so Spanier. "Regen, Wind und Schnee werden von der reißfesten Plane abgehalten, die am Gerüst sicher befestigt ist", sagte er.

Wie Anwender Holz durch mineralische Beschichtungen schützen können, erläuterte Maler- und Lackierermeister Ronald Sterr aus Diedorf. Er stellte das Produkt Lignosil der Keimfarben GmbH vor. Damit ließen sich Sterr zufolge naturschöne Oberflächen an Holzfassaden gestalten. Diese seien dann vor Schlagregen und anderen Umwelteinflüssen geschützt.

Am Beispiel der HafenCity und des Stadtteils Wilhelmsburg in Hamburg zeigte Henning Klattenhoff, Planungsingenieur der Assmann Beraten und Planen AG, dass Bauen mit Holz sich auch in Norddeutschland immer weiter etabliert. "Hamburg ist nach Baden-Württemberg das zweite Bundesland, das dass Bauen mit Holz erleichtert hat", so Klattenhoff. So konnten Arbeiter einige mehrgeschossige Gebäude im Hafengebiet der Hansestadt in Holzhybridbauweise planen.

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