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Mittelstandsausschusses des HDB und ZDB

Staatssekretär im Dialog mit der Bauwirtschaft

Berlin (ABZ). – Fachkräftesicherung und Wohnungsbau waren die zentralen Themen beim Besuch von Christian Hirte, dem Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, bei der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses Wirtschafts- und Rechtspolitik des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und des Mittelstandsausschusses des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB). Michael Philipp, Vorsitzender des Mittelstandsausschusses des HDB, begrüßte die Pläne der Bundesregierung zu dem angedachten Fachkräfteeinwanderungsgesetz: "Im Sinne der Fachkräftesicherung müssen wir Möglichkeiten für qualifizierte Fachkräfte schaffen, in unserem Land in einem Bauberuf tätig zu werden. Es ist daher richtig den Fokus einer gesetzlichen Regelung hierzu auf beruflich qualifizierte Fachkräfte zu legen und nicht nur akademisch Ausgebildete zu berücksichtigen." Rüdiger Otto, Vizepräsident des ZDB, wies zudem auf die Notwendigkeit einer schnellen Umsetzung der Verfahren hin: "Wir sehen bspw. bei Zuwanderern der 'Westbalkanregelung' teils sehr lange Bearbeitungszeiten für Visaanträge . Hier müssen Möglichkeiten gefunden werden, die Antragsbearbeitung ins Inland zu verlagern und die Verfahren zu beschleunigen." Staatssekretär Hirte sicherte zu, den Vorschlag zu prüfen.

Mit Blick auf die Diskussion um Kapazitäten in der Bauwirtschaft wurde seitens der Unternehmer betont, dass die Bauunternehmen in der Lage seien, die Nachfrage im Wohnungsbau zu bedienen. Notwendig sei aber mehr Effizienz bei Planung und Vergabe von Projekten. "Es könnte mehr gebaut werden, wenn die Rahmenbedingungen besser wären, insbesondere bei der Planung, Genehmigung und Vergabe von Projekten.", so Philipp.

Weiteres Thema war die Meisterpflicht. Die Unternehmer wiesen darauf hin, dass die Meisterpflicht für das Ausbildungssystem in den Bauberufen und somit für die Fachkräftesicherung von zentraler Bedeutung sei. "Im Fliesenlegerhandwerk hat sich die Ausbildungsleistung seit 2002 mehr als halbiert – allein aus volkswirtschaftlichen Gründen kann diese Folge der Handwerksnovelle nicht gewollt sein," warnte Otto. Betont wurde seitens der Mittelständler zudem die Notwendigkeit, einen bundesweit einheitlichen Umgang mit Abbruchabfällen sicherzustellen. Die Mantelverordnung in ihrer derzeitigen Form sei aber abzulehnen, da sie zu einer weiteren Verschärfung der Deponiesituation führen werde.

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