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Modellvarianten mit BIM erstellen

Virtual Reality gibt Bauherren mehr Entscheidungsfreiheit

Mit BIM lassen sich vergleichbare Modellvarianten in kurzer Zeit erstellen.

München (ABZ). – Zwei realitätsnahe Modelle stellte der Bauherr Eckerl Immobilien & Baubetreuung Interessenten für die Bebauung eines Grundstückes vor. Architekten hatten beide Entwürfe bis zur Genehmigungsreife ausgearbeitet. Auf einem 500 m² großen Grundstück im Münchner Stadtviertel Schwabing-Freimann sollte der Altbestand aus den 50er Jahren durch ein neues Haus ersetzt werden. Als Wohnfläche waren etwa 300 m² vorgesehen. Unklar war jedoch, ob ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten auf mehr Interesse im Markt stoßen würde oder eher zwei Doppelhaushälften. Die Eckerl Immobilien & Baubetreuung als Bauherr wollte bei der Planung und Genehmigung flexibel bleiben und ließ vom Münchner Architekturbüro co.mod beide Varianten als 3D-Gebäudemodell umsetzen. Das Team um die Geschäftsführer Sebastian Doppelhammer, Michael Mutard und Florian Obermeier setzt auf digitale Prozesse. "Ich kenne aus meiner Ausbildung noch die Zeit, in der man mit Tusche und Rasierklinge über Pergamentplänen saß", erinnert sich Sebastian Doppelhammer, Geschäftsführer von co.mod Architekten. Durch BIM sei dies heute nicht mehr nötig. Mit Tools wie der Cloud-basierten Datenplattform BIM 360 arbeiteten alle Beteiligten standort- und zeitunabhängig an einem Revit-Gebäudemodell. In Echtzeit und ohne Informationsverlust könnten Architekten, Planer und Bauausführende ihre Daten koordinieren, aktualisieren und miteinander abstimmen. Das spare Zeit und verhindere Fehler und Verzögerungen in der Planungs- und Bauphase.

In der Regel wird bei Neubauten ein Gebäude so verkauft, wie es in der Visualisierung gezeigt wird. Bei der Aufteilung und baulichen Gestaltung hat der Käufer selten die Möglichkeit der Mitsprache. Kleinere Bauträger haben hier einen Wettbewerbsvorteil: Sie sind flexibel genug, um zwei oder mehr Varianten zur Auswahl anzubieten. Für die Eckerl Immobilen & Baubetreuung entwickelten die Architekten von co.mod jeweils ein 3D-Modell für ein Mehrfamilienhaus und für ein Doppelhaus. Potenzielle Käufer konnten sich mit Virtual-Reality-Brille durch beide Modelle bewegen und deren Vor- und Nachteile realitätsnah erleben. So musste der Architekt die Pläne nicht mehr aufwendig erklären, sondern konnte die Interessenten virtuell durch das künftige Haus führen. Auch bei kleineren Objekten hat die Planung mit Revit nach Angaben des Softwareanbieters Autodesk Vorteile. Zum einen lasse sich der gesamte Prozess inklusive Entwurf, Genehmigung, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vermarktung auf Basis eines Gebäudemodells steuern.

Bereits in frühen Phasen des Konstruktionsprozesses könnten Kosten geschätzt und Leistungsänderungen über die Lebensdauer des Projekts und des Gebäudes hinweg überwacht werden. Zum anderen gebe es durch die modellbasierte Planung in sehr kurzer Zeit eine realitätsnahe Simulation, die virtuell besichtigt werden könne. "Wenn die Planer mit 3D-Modellen arbeiten, können wir schneller und flexibler auf den Markt reagieren", erklärt Helmut Eckerl, der Inhaber von Eckerl Immobilien & Baubetreuung. Darüber können Anwender auf Knopfdruck eine 3D-Visualisierung zu erzeugen. Die dabei erstellten Gebäudeansichten seien so hochwertig, dass sie auch für Anzeigen und Exposés verwendet werden können.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 49/2019.

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