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Modern und leistungsfähig

Auf Kurzheckbagger gesetzt

Hyundai HX 145 L-CR beim Brecherbeschicken auf dem Recyclingplatz der Gemeinde Weihenzell. Bei 800 t Tagesleistung werden nur 80 l Diesel verbraucht.

Ornbau (ABZ). – Einen neuen Kurzheckbagger HX145LCR setzt das Unternehmen Sens ein. Er ist mit zweiteiligem Ausleger, Oilquick-Schnellwechsler und geschraubten Gummiplatten zur Schonung der Straßen ausgestattet.

Im Städtchen Ornbau, 20 km südöstlich von Ansbach in Mittelfranken gelegen, ist das Baugeschäft Sens ansässig. Klaus Sens gründete es 1999 und Sohn Thomas stieg als Maurermeister mit ein. Die Auftragslage war von Beginn an sehr gut und so investierte das Unternehmen nicht nur in ein 12 000 m² großes Betriebsgelände im Gewerbegebiet, sondern erneuert auch den Maschinenpark laufend. Insgesamt umfasst der Maschinenpark acht Bagger und drei Radlader, zudem Brecher und Siebanlagen.

Stefan Sens, der jüngste Spross, lernte den Beruf des Land- und Baumaschinenmechanikers und gründete ein eigenes Service-Unternehmen. So kam er mit Hyundai-Produkten in Verbindung. Mittlerweile leitet er den Maschinenpark, ist dritter Gesellschafter und bedient Hydraulikbagger, Radlader, Mobilbrecher und Siebanlagen.

Vom nahe gelegenen Hyundai-Vertragshändler Engelhardt Baumaschinen GmbH aus Schopfloch beschaffte das Unternehmen vor einiger Zeit einen neuen Kurzheckbagger HX145LCR. Ausgestattet ist er mit zweiteiligem Ausleger, Oilquick-Schnellwechsler und geschraubten Gummiplatten zur Schonung der Straßen. Das Unternehmen setzt den Bagger im Umkreis von rund 50 km um den Firmensitz ein. Jährlich kommen rund 500 Stunden "auf die Uhr".

Mit der HX-Serie (Einsatzgewichte von 14 bis 90 t) führte Hyundai Construction Equipment Europe nach eigenen Angaben eine neu konzipierte Serie moderner und leistungsstarker Hydraulikbagger ein. Vorteile der Maschinen sind Stufe IV/V-Motoren von Cummins, ein neues Design und Neu- und Weiterentwicklungen bei Kabine, Komponenten und Bedienung. Merkmal aller HX-Hydraulikbagger ist die um bis zu 4 dB im Innenraum leisere und 13 % größere Kabine. Sie sei bestimmendes Designelement und gebe den HX-Geräten ein unverwechselbares Aussehen mit hohem Wiedererkennungswert, so der Hersteller. Im Mittelpunkt der Weiterentwicklungen stehe der Fahrer mit seinen Ansprüchen an Komfort und Sicherheit. Die neue ROPS-/FOPS-Kabine werde auf gut isolierenden Dämpfern montiert, welche die Schwingungen am Fahrerplatz reduzieren. Fahrersitz und Bedienkonsolen mit Joysticks seien eine Einheit, die sich automatisch auf das Fahrergewicht einstelle.

Das kapazitive Touchscreen Display wurde auf 8 xyz vergrößert. Hier habe der Fahrer die Möglichkeit, zahlreiche Parameter in übersichtlichen und intuitiv geführten Menüpunkten einzustellen, erläutert der Hersteller. Zwei Ansichten und drei Modi können abgerufen werden. Neben Anzeigen und Schaltern lassen sich viele Einstellungen einfach mit einblendbaren Schiebereglern einstellen und mit wenig Aufwand anpassen. Um dem Fahrer effizientes Arbeiten zu erleichtern, hat das Display eine große farbige ECO-Anzeige. Farbige Balken im Drehzahlmesser signalisieren die Effizienz – ein grüner Balken steht für effizientes Arbeiten, ein roter entsprechend für hohen Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Drei Arbeitsmodi ECO, Standard und Power sind in der Steuerung hinterlegt und können angewählt werden. In einer Bibliothek können per Touchscreen Ölmenge und -druck von bis zu 20 Anbaugeräten hinterlegt werden (EPPR: Electronic Proportional Pressure Reduce Valve). Für besonders anspruchsvolle Anbaugeräte lässt sich die hydraulische Förderleistung durch das Zusammenschalten von zwei Pumpen steigern. Auch diese Konfigurationsdaten werden im Hyundai-System hinterlegt. Ein Feature, das im Abbruch wichtig ist.

Sicherheit hat bei Hyundai-Produkten nach Aussage des Herstellers höchste Priorität. Die Rückfahrkamera ist daher serienmäßig. Optional liefert Hyundai das System AAVM (Advanced Around View Monitoring – verbesserte Rundumsicht): Hierbei erscheint auf dem Display eine 360-Grad-Rundumsicht, zusammengesetzt aus Bildinformationen von vier am Bagger montierten Kameras. Das ebenfalls erhältliche Überwachungssystem IMOD (Intelligent Moving Objects Detection) erkennt Objekte, die sich rund um den Bagger bewegen, und visualisiert sie auf dem Touchscreen.

Mit dem zweiteiligen Ausleger und dem 3500-Millimeter-Stiel erreicht der Bagger eine Grabtiefe von 6000 mm und Losbrechkräfte von 111 kN, die Reißkraft beträgt mit dieser Ausrüstungskombination 62,8 kN. Die Besonderheiten der neuen HX-Serie im Überblick:

  • ÖKO-Anzeige,
  • IPC (Intelligent Power Control),
  • verbesserte variable Leistungssteuerung,
  • elektrisch angetriebene Visko-Lüfterkupplung,
  • Volumenstromregelung für Anbaugeräte vorwählbar,
  • Kühlsystem mit höherem Luftdurchsatz,
  • großer Lufteinlass mit Gitterabdeckung,
  • Einpedal-Geradeausfahrt (Option),
  • verschleißfeste Bolzen, Buchsen und Polymerscheiben,
  • Infotainment-Kabine,
  • intelligentes Kontrollsystem,
  • Wi-Fi Direct mit Smartphone (Miracast, neues Audiosystem),
  • proportionale Zusatzhydraulik,
  • einfacher Zugang zu DEF/AdBlue-Versorgung,
  • Hi-Mate (Maschinenmanagementsystem, Freischaltung optional),
  • Schwenksperre (Option),
  • Feinsteuerung Schwenken (Option),
  • Antriebsstrang mit Komponenten bekannter Hersteller (wie Cummins, Kawasaki, Hyundai und Rexroth),
  • gute Ergonomie,
  • große Leistung gepaart mit modernster Abgastechnik.

Je nach gewählter Funktion reagiert der Drehregler unterschiedlich mit physischen Rückmeldungen. Das Radio ist in Reichweite des Fahrers in die rechte Armlehne integriert und mit Bluetooth und USB-Schnittstelle für die Koppelung von Smartphone und Radio ausgerüstet. Das serienmäßige Mikrofon synchronisiert sich per Bluetooth über das Radio mit der Freisprecheinrichtung.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2020.

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