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Modularer Fröbel-Hort in Potsdam

Außenliegende Treppe ist Teil des Brandschutzkonzeptes

Die Fassade aus Holz und Putz in Kombination mit den modern interpretierten Erkern, welche farblich abgesetzt sind, verleihen dem Gebäude ein hochwertiges Erscheinungsbild.

Potsdam (ABZ). – Modern interpretierte Erker und eine Fassadenkombination aus Holz- und Putz charakterisieren das neue Hortgebäude am Nuthepark im Potsdamer Zentrum. Das Architekturbüro Leitplan aus Berlin übernahm im Rahmen der Objektplanung die Leistungsphasen 2 bis 8 und war bereits mit der vorangegangenen Machbarkeitsstudie betraut.

Kleusberg realisierte das Gebäude schlüsselfertig in Stahlmodulbauweise. Durch den Neubau wird eine Nachmittagsbetreuung von 240 Kindern sichergestellt. Da das bisherige Betreuungsangebot in Potsdam nicht mehr der Bedarfssituation entsprach, musste die Landeshauptstadt handeln und schnellstmöglich weitere Kita- und Hortplätze schaffen.

Um die Aufgabe im geforderten Zeitrahmen zu meistern, entschloss sich der Kommunale Immobilien Service (KIS) als Bauherr, unter Hinzunahme des in diesem Bereich bereits erfahrenen Planungsbüros Leitplan, für die modulare Bauweise. Hauptgrund für diese Wahl: Durch im Werk vorgefertigte Raumeinheiten verkürzt sich die Zeit auf der Baustelle um ein Wesentliches. Innerhalb weniger Tage entsteht ein geschlossener Baukörper; Witterungseinflüsse beeinträchtigen den Bauablauf nicht, wie es bei konventionell errichteten Gebäuden häufig der Fall ist.

Im Rahmen einer Ausschreibung erhielt Kleusberg den Zuschlag für das dreigeschossige Hortgebäude, in dem Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren betreut werden.

Eine logistische Herausforderung für alle Baubeteiligten stellte der zeitgleiche Umbau einer Bestandskita auf demselben Grundstück dar. Aufgrund der guten Abstimmung zwischen Planer, Bauherr und Kleusberg konnte der Bauverlauf nach Plan erfolgen und der Hort zum vereinbarten Zeitpunkt fertiggestellt werden. Das Hortgebäude befindet sich im Zentrum Potsdams in der Lotte-Pulewka-Straße 5–7. Der Haupteingang liegt zurückversetzt und ist somit vor Witterungseinflüssen geschützt. Dahinter verbirgt sich das Treppenhaus mit Aufzugsanlage. Als barrierefreie Einrichtung verfügt das Modulgebäude außerdem über automatische Türöffner sowie beispielsweise kontrastreiche Markierungen der Treppenstufen.

Die Erschließung der Gruppenräume, des Essbereiches sowie der Personalräume erfolgt über einen zentral angeordneten, großzügigen Multifunktionsbereich mit Stichfluren. Dieser fungiert zusätzlich als Begegnungszone und allgemeiner Treffpunkt für Kinder, Eltern und Erzieher.

Die Fassade aus Holz und Putz in Kombination mit den modern interpretierten Erkern, welche farblich abgesetzt sind, verleihen dem Gebäude ein anspruchsvolles Erscheinungsbild. Im Inneren bilden sich diese Auskragungen als kleine Nischen aus, die für Spiel- und Sitzzwecke genutzt werden und einen optimalen Blick ins Freie bieten.

Ganz nach dem pädagogischen Konzept der Fröbel-Bildung verfügt der Hort über abwechslungsreiche Räume, die die Selbstbildungspotenziale der Kinder anregen. Die Gruppen werden nicht bestimmt, sondern ergeben sich je nach Interessensgebiet. Der Neubau bietet daher Bereiche, in denen ausreichend Bewegungsfreiheit zum Toben, Turnen oder auch musizieren gegeben ist, genauso jedoch Rückzugsorte, die zum Ruhen oder Lesen einladen.

Die außenliegende Treppe ist Teil des Brandschutzkonzeptes. Um diese harmonisch in das Gesamtbild einzufügen, wurde sie mit grauen Stahlplatten und Alu-Lochblechen verkleidet. Der Neubau am Nuthepark stellt eines von mehreren Modulgebäuden dar, die Kleusberg im vergangenen Jahr in Potsdam errichtet hat.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 04/2021.

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