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Mögliche Absprachen

Kartellamt ermittelt in Dämmstoff-Industrie

BONN (dpa). - Das Bundeskartellamt ermittelt wegen des Verdachts unerlaubter Absprachen in der deutschen Dämmstoff-Industrie.

Bereits Mitte März habe es dazu eine groß angelegte Durchsuchungsaktion von 59 Kartellfahndern mit Unterstützung der Polizei gegeben, sagte jetzt ein Kartellamtssprecher in Bonn auf Nachfrage. Die Behörde prüfe, ob die Unternehmen Preise und Vertriebsgebiete für Hartschaum zur Dämmung von Neubauten zulasten der Kunden untereinander abgestimmt haben.

Ein Sprecher des Industrieverbands Hartschaum (IVH) betonte in einem ersten Statement, man sehe keinerlei Hinweise auf verbotene Absprachen. Schon 1997 habe es ein ähnliches Verfahren gegen Mitglieder der Branche gegeben, das später eingestellt worden sei. Dennoch unterstütze der IVH die Arbeit des Bundeskartellamts, sagte der Sprecher. Es geht um den Zeitraum von 1998 bis heute. Ermittelt wird vom Bundeskartellamt gegen 20 Unternehmensgruppen und zwei Industrieverbände. Ungeachtet der Ermittlungen gelte bis zu deren Abschluss die Unschuldsvermutung, betonte der Kartellamtssprecher in einer Stellungnahme.

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