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Müllheizkraftwerk Ruhleben

Schalung und Gerüst projektspezifisch kombiniert

Peri, Baustellen, Schalungstechnik, Gerüstbau

Die Kettenzüge zum Anhängen der Seitenschalung sind an einer Variokit-Galgenkonstruktion angebracht.

Berlin (ABZ). – Peri-Ingenieure entwickelten zur Bestandssanierung eines Müllbunkers ein wirtschaftliches Gesamtkonzept auf Basis mietbarer Systembauteile. Zur Durchführung der unterschiedlichsten Maßnahmen ließen sich Schalung und Gerüst ideal kombinieren.

Täglich werden 2000 t Müll im Berliner Müllheizkraftwerk Ruhleben angeliefert, um durch thermische Verwertung elektrische Energie und Fernwärme zu erzeugen. Zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit wird der 130 m lange Müllbunker derzeit in drei Bauabschnitten saniert und ertüchtigt. In enger Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Bauunternehmung Matthäi und den regional ansässigen Gerüstbauern von OHV und MA-RE trägt die Peri-Komplettlösung maßgeblich dazu bei, dass die Sanierungsarbeiten unter laufendem Kraftwerksbetrieb ausgeführt und Sektionen sukzessive in Betrieb genommen werden können. Das minimiert die Stillstandzeiten und erhöht die Wirtschaftlichkeit der aufwändigen Modernisierungsmaßnahme.

Das umfangreiche Maßnahmenkonzept der Peri-Ingenieure basiert auf dem perfekten Zusammenspiel von Schalung und Gerüst. Mithilfe von mietbaren Peri UP, Variokit, Vario GT 24 und Multiprop-Systembauteilen wurden unterschiedliche Projektlösungen geschaffen. So dient ein fahrbarer Gerüstbock für die Strahl- und Schalungsarbeiten. Den Materialtransport des teils schweren Arbeitsgeräts in und aus dem Bunker übernehmen bis zu 6,50m auskragende Ausfahr- und Übergabeplattformen, so genannte Schubladen. Zudem schotten 30 m hohe Gerüsttrennwände den Sanierungsbereich von den in Betrieb befindlichen Abschnitten ab. Der 13 m lange, 11 m breite und im Endzustand über 30 m hohe und 90 t schwere Gerüstbock erfüllt gleich mehrere Funktionen. Nach dem Abstrahlen und Erneuern der Betonsohle diente er im ersten Schritt als fahrbare Plattform für die HDW-Teleskop-Roboter zum Freilegen der Bunkerwände. Tragfähige Basis für die Peri-UP-Gerüstkonstruktion sind Variokit-Fachwerkbinder, mittels elektrischen Fahrantrieben auf Kranschienen laufend. Bis zur endgültigen Plattformhöhe von 18 m wurde Peri UP sukzessive in 4- bis 6-m-Schritten aufgestockt.

Im zweiten Schritt – nach Abschluss der Strahlarbeiten – wird der Gerüstbock als Schalungsgerüst eingesetzt. Hierfür sind längsseitig Vario GT 24 Träger-Wandschalungselemente an einer Galgenkonstruktion abhängt und dienen zur lagenweisen Betonage der Vorsatzschale. Die Queraussteifung erfolgte über horizontal eingesetzte, mit MRK Rahmen verbundene Multiprop-Lasttürme innerhalb der Gerüstkonstruktion. Wichtiger Bestandteil der Peri-Komplettlösung sind die beiden Übergabeplattformen mit 9 t bzw. 4 t Traglast und 5 m bzw. 6,50 m Auskragung. Die jeweils 2,50 m breiten und 11,50 m langen Bühnen auf Basis von Variokit und Peri-UP-Systembauteilen lassen sich auf Wälzwagen wie Schubladen einfahren. Diese dienen zum Transport vormontierter Schalungs- und Gerüsteinheiten sowie der schweren HDW-Roboter in den Bunkerbereich als auch der kontinuierlichen Entsorgung von anfallendem Schuttmaterial.

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