Nachhaltige Quartiersentwicklung

Buwog startet größtes Holzbauprojekt

Berlin-Kaulsdorf (ABZ). – Grünes Licht für ein grünes Projekt: Mit erteilter Baugenehmigung kann die Buwog nun das Neubauprojekt am Münsterberger Weg in Berlin-Kaulsdorf starten, das Teilt das Unternehmen nun mit. Insgesamt entstehen dort demzufolge 166 Wohnungen von einem bis fünf Zimmern mit rund 14 300 m² Wohnfläche und mit einer besonderen nachhaltigen Ausrichtung: Der Baustoff Holz steht hier im Mittelpunkt.
Bauen mit Holz
Das Neubauprojekt der Buwog wird in Holzbauweise entstehen und soll bis 2024 fertiggestellt werden. Abb.: Buwog

Bei der hier eingesetzten Holzbauweise – das Projekt wird laut Buwog das größte Holzbauquartier Deutschlands, das ein einzelner Projektentwickler aus einer Hand realisiert – werde im großen Umfang CO2 eingespart. Insgesamt rund 5200 t CO2 werden bei der Holzbauweise im Vergleich zum Bauen mit herkömmlichem Stahlbeton eingespart, wie die Buwog nach eigenen Angaben vorab evaluierte.

Dies entspräche der Menge an CO2, die ein Pkw bei 800 Erdumrundungen ausstoßen würde. Die CO2-Einsparung gegenüber herkömmlicher Massivbauweise liege bei rund 64 %. Auf dem Areal Münsterberger Weg 91 bis 95 realisiert die Buwog in Summe 18 Reihen- und Doppelhäuser sowie sieben Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungen, gibt das Unternehmen bekannt. Seit Januar 2022 und noch bis voraussichtlich Ende Juni 2022 würden bereits – in behördlicher Abstimmung – die Abbrucharbeiten der alten Bestandsgebäude auf dem Areal durchgeführt. Noch in diesem Jahr könne der Hochbau beginnen – voraussichtlich 2024 werde das Neubauprojekt fertig.

Buwog-Geschäftsführerin Eva Weiß: "Holz erzeugt ein angenehmes Wohngefühl, aber der nachwachsende Rohstoff hat als natürlicher CO2-Speicher auch eine ganz praktische Funktion für das Klima.

Bereits andernorts haben wir sehr gute Erfahrungen mit Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise gemacht. Wir freuen uns, mit dem Projekt am Münsterberger Weg nun ein ganzes Quartier in Holzbauweise zu errichten, das Vorbildcharakter haben kann für weitere Projektentwicklungen in ganz Deutschland."

Nachhaltigkeit werde bei dem Holzbauprojekt der Buwog großgeschrieben: So entsprächen die Wohngebäude dem Standard KfW Effizienzhaus 55 EE. Die Wärmegewinnung im Quartier erfolgt laut Bauherr überwiegend mit erneuerbaren Energien durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen. Ein moderner Gasbrennwertkessel werde lediglich punktuell zur Spitzlastabdeckung eingesetzt.

Durch das Neubauprojekt wird zudem Boden entsiegelt, erklärt das Unternehmen: Ein vorher zu 100 % versiegeltes Grundstück werde im Zuge der Quartiersentwicklung nur mit 35 % neu versiegelt.

Dies ermögliche, dass das Niederschlagswasser vollständig auf dem Grundstück versickern oder durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgelangen könne und künftig keine Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz mehr nötig sei. Im Zuge der Gestaltung der Außen- und Grünanlagen würden dabei 620 m² für Spielflächen eingeplant.

Darüber hinaus werde für die Bewohner ein sehr hochwertiges Fahrradkonzept realisiert, das den Verzicht aufs Auto attraktiv mache: Dafür werden laut Buwog rund 457 komfortable Fahrradstellplätze gebaut, 298 Fahrradstellplätze im Außenbereich und 159 in abschließbaren Fahrradräumen, die im Untergeschoss von der Tiefgarage aus erreichbar sind.

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