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Nachhaltige Zementproduktion fördern

Qualität in fairen Preisen widerspiegeln

FRANKFURT/MAIN (ABZ). - Eric Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG, sprach auf der Power Pricing-Konferenz 2012 über Preisstärke bei Commodities.

"Preisstärke und Preisdisziplin in stagnierenden und boomenden Märkten" standen im Zentrum des von F.A.Z.-Institut, Convent und Simon-Kucher & Partners ausgerichteten Expertenforums.

Thematisiert wurden auf der Veranstaltung die neuen Prinzipien, Systeme und Praktiken im Pricing. Wie sind Volumen-, Marktanteils- und Margenziele auszubalancieren, wie Marktsegmente und Key Accounts zu bewerten und zu priorisieren? Warum und wie bedingen sich Preisführerschaft und Preisfolgerschaft und welche neuen Preiselemente werden in Zukunft eine besondere Rolle in der Preisdurchsetzung spielen? Nach Ansicht gleich mehrer Redner sei vor diesem Hintergrund vor allem die Preisstärke eines Unternehmens ein Thema von zunehmender Bedeutung. Diese werde für Anleger mehr und mehr zu einem wichtigen Kriterium, so der grundlegende Tenor der Konferenz. Die Redebeiträge von Prof. Dr. Hermann Simon und weiteren Preisexperten von Simon-Kucher & Partners wurden ergänzt von Referaten mehrerer Praktiker aus der Industrie. Zu den Rednern zählten auch Luis López-Remón, Senior VP Rubber Chemicals, Lanxess AG, und Dr. Nicholas Matten, Deputy Board Member, Hansgrohe SE. Eric Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG, sprach zum Thema "Preisstärke bei Commodities – am Beispiel der Zementindustrie". Er umriss die Problematik in seiner Branche: Brennstoff- und Energiekosten seien im Steigen begriffen, doch diese Kostensteigerungen habe man zwischen 2008 und 2011 nicht an den Markt weitergeben können. Umweltregulierungen führten zu zusätzlichen Kosten für die Zementproduktion in Deutschland und machten Zusatzinvestitionen erforderlich. So müsse die Industrie allein in die NOx-Reduzierung in Deutschland in den nächsten Jahren 300 bis 400 Millionen Euro investieren. Potenziale für Kostensenkung und Effizienzsteigerung seien allerdings nahezu ausgereizt.

Jetzt sei es an der Zeit für ein Umdenken: Ein verbessertes Preismanagement sei der einzige Hebel um eine Zementproduktion in Europa nachhaltig zu ermöglichen. Schon jetzt liege die Kapitalrendite der Zementindustrie in Europa nur noch bei vier Prozent und damit bereits weiter unter den Kapitalkosten. Die vorherrschende Volumenorientierung habe die Industrie in eine Sackgasse geführt. "Als Zementhersteller haben wir ein akutes Wertproblem", so Wittmann. "Wir produzieren Topqualität in den saubersten und umweltfreundlichsten Werken der Welt – zu den niedrigsten Preisen der Welt. Nirgendwo sonst ist Zement im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten so günstig wie in Deutschland. Wertvolle natürliche Ressourcen dürfen nicht länger zu Schleuderpreisen feilgeboten werden. Die Zementbranche kann stolz sein auf ihre Produkte. Deren hohe Qualität muss sich in fairen Preisen widerspiegeln."

Um ein angemessenes Preisniveau am Markt durchzusetzen, folge Cemex einer "Wert-vor-Menge-Strategie", die auf drei Säulen ruhe. Mit Kapazitätsmanagement gleiche man die Produktion der Nachfrage an, mit Preismanagement balanciere man Deckungsbeitrags- und Volumenziele und führe neue Preissysteme und Preiskomponenten im Markt ein. Mit Kommunikation und internen Schulungsmaßnahmen schließlich wirke man auf ein nachhaltiges Umdenken aller Stakeholder hin. Wittmann: "Das neue Zementpreissystem von Cemex sorgt für Preissicherheit, Konsistenz, Transparenz und Fairness. Das ist ganz im Sinne unserer Kunden."

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