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Neubau der Continental-Unternehmenszentrale

Sehr gute Schalzeiten erreicht

Auf Hannovers größter Baustelle geht es zügig voran: Insgesamt 46 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfasst die neue Unternehmenszentrale der Continental AG. Um die Rohbauarbeiten möglichst schnell abzuschließen, nutzt das bauausführenden Züblin-Team die enge planerische und logistische Zusammenarbeit mit den Schalexperten von Hünnebeck. Wichtigste Stellschraube: eine schnelle und sichere Deckenschalung. Das perfekt abgestimmte Zusammenspiel von Stahlrahmen-Deckenschaltisch Topmax und trägerloser Modulschalung Topec sorgt für die gewünschten Ergebnisse.

Hannover (ABZ). – Um die Rohbauarbeiten an der neuen Continental-Unternehmenszentrale in Hannover möglichst schnell abzuschließen, nutzt das bauausführenden Züblin-Team die enge planerische und logistische Zusammenarbeit mit den Schalexperten von Hünnebeck. Wichtigste Stellschraube: eine schnelle Deckenschalung. Ein sehr gut abgestimmtes Zusammenspiel von Stahlrahmen-Deckenschaltisch Topmax und trägerloser Modulschalung Topec bringt die gewünscht kurzen Schalzeiten. Auf Hannovers größter Baustelle geht es zügig voran: 46 000 m² Bruttogrundfläche (BGF) umfasst die neue Unternehmenszentrale der Continental AG, die auf beiden Seiten der mehrspurigen Hans-Böckler-Allee entsteht, einer Hauptzufahrtsstraße in die City. Die neue Continental-Unternehmenszentrale besteht aus insgesamt acht drei- und viergeschossigen Gebäudeteilen, die sich campusartig auf den beiden Bauflächen ausbreiten und über einen "Loop" verbunden sind, der sich als Rundweg in Form einer Acht durch alle Bauwerke im zweiten Obergeschoss windet. Der Entwurf stammt vom international renommierten Architekturbüro Gunter Henn. Gestalterisches Highlight des neuen Firmensitzes wird eine 71 m lange freitragende Brücke werden, die die Hauptverkehrsstraße und eine Straßenbahnlinie quert und die Verbindung zwischen den Gebäudekomplexen auf beiden Straßenseiten schafft.

Die Montage dieser vormontierten stählernen Brückenkonstruktion ist ein terminlicher Fixpunkt im Bauzeitenplan. So gibt die Sperrung von Straße und Straßenbahn im Herbst 2019 den ehrgeizigen Zeitplan für die Rohbauerstellung der Stahlbeton-Skelettbauten vor. "Erst Ende Februar, Anfang März haben wir mit den Arbeiten an den Sohlen begonnen; Ende Oktober sollen die Rohbauten zum größten Teil bereits stehen und die ersten Krane wieder abgebaut werden", beschreibt Projektleiter Tim Rengers von der bauausführenden Ed. Züblin AG die zeitliche Anforderung, die sein Baustellenteam zu erfüllen hat. "Auch für uns ist der enge Terminplan sowohl aus planerischer wie aus logistischer Sicht die größte Herausforderung bei diesem Großprojekt", erklärt der baubetreuende Hünnebeck-Projektleiter vom nahegelegenen Standort Laatzen. Er stimmt sich eng mit Züblin-Projektleiter Tim Rengers ab, besucht die Ortbeton-Baustelle regelmäßig und koordiniert das Zusammenspiel der Arbeiten im eigenen Haus. Denn an diesem Bauvorhaben arbeiten Schalexperten an drei Hünnebeck-Standorten parallel. "So schaffen wir es, die Zeitschiene für unsere technische und logistische Planung möglichst kurz zu halten. Die Auftragsvergabe erfolgte Ende Februar, bis Ende Juni haben wir bereits rund 100 Pläne erstellt und das benötigte Material inklusive Sonderschalungen termingerecht auf die Baustelle gebracht", berichtet er nicht ohne Stolz. Tim Rengers bestätigt die partnerschaftliche Zusammenarbeit: "Sämtliche Problemstellungen werden sehr zügig bearbeitet und umgesetzt. Wir sprechen stets auf Augenhöhe miteinander."

Die kranunabhängige "Topec"-Modulschalung zeichnet sich durch einfaches, schnelles Handling aus.

Zurzeit ist das Maximum an Schalsystemen vor Ort: Das sind neben Stützböcken, Stützen- und Sonderschalungen für runde Fassadenflächen in etwa 4300 m² "Manto"- Großrahmenschalung für die Wandflächen, 4500 m² der handbedienbaren Deckenmodulschalung "Topec" sowie 6000 m² des Stahlrahmen-Deckenschaltisches "Topmax". Bereits bei vorangegangen Großprojekten (zum Beispiel Daimler Office in Vaihingen) hat Züblin erfolgreich mit dem "Topmax"-System gearbeitet, das konstruktiv durchgängig auf Sicherheit und Effizienz ausgelegt ist und deshalb gerade bei großen Deckenflächen mit Wiederholcharakter als Garant für schnelle Schalzeiten steht. "Mit den 13 m² großen ,Topmax'-Tischen kann man sehr schnell sehr viel Fläche herstellen", bestätigt Projektleiter Rengers und ergänzt: "Eine zusätzliche Zeiteinsparung bringt die einfache Montage der Absturzsicherung direkt am Deckentisch." So wundert es nicht, dass die Hünnebeck-Schalungsplaner ihr Schalkonzept bereits in der Angebotsphase auf einen intensiven "Topmax"-Einsatz abgestimmt haben.

Allerdings handelt es sich beim Neubau der Continental-Unternehmenszentrale aus schalungstechnischer Sicht eigentlich um zwei Großbaustellen. Die unterschiedlichen Geometrien der Gebäudekomplexe nördlich und südlich der Allee bedingen jeweils andere Schalkonzepte. Weil im Bauteil Nord die Grundrisse in den Untergeschossen keinen Einsatz der "Topmax"-Tische ermöglichten, wird hier mit der kranunabhängigen "Topec"-Modulschalung gearbeitet, die für ihr schnelles Handling bekannt ist. Eingesetzt wird vor allem die "Topec"-Großtafel (1,8 m x 1,8 m) mit 3,24 m² Schalfläche. Durch die leichte Alu-Rahmenkonstruktion reichen maximal zwei Personen aus, um die trägerlose Schalung vom Boden aus in nur drei Arbeitsschritten auf- und abzubauen: Tafel einhängen, hochschwenken und abstützen. Die Demontage erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. Zur Optimierung der Schalungsvorhaltung wird das "Topec"-System durchgängig bis ins letzte Obergeschoss zur Schalung der inneren Deckenbereiche eingesetzt. Die Randbereiche werden mit "Topmax"-Tischen geschalt.

Anders im südlichen Gebäudekomplex: Hier wird überwiegend mit dem "Topmax"-System geschalt, das bereits in den Untergeschossen, zum Beispiel beim Bau der Tiefgarage, eingesetzt werden konnte. "Topec" wird vor allem zum Schalen von Passbereichen genutzt. Die Kombination der "Topmax"-Tische mit der Modulschalung funktioniert problemlos. Dafür sorgt ein spezielles Systembauteil ("Topec" "Topmax"-Kopf), mit dem sich die Deckentische an die "Topec2-Modulschalung anschließen lassen.

Das ist nur eine Variante der multifunktionalen Anschlussmöglichkeiten am wartungsfreien, nur 12 cm hohen Stahlrahmen der "Topmax"-Tische. Sie ermöglichen zum Beispiel auch die einfache Verbindung zweier Deckentische per Zentrierspanner oder die Kombination mit der Hünnebeck-eigenen Absturzsicherung Protecto. Fazit des Herstellers: Auch auf der Baustelle von Continental falle das "Topmax"-System durch seinen durchgängig zeit- und kostensparenden Praxiseinsatz auf. Dazu würden auch die kurzen Umsetzzeiten durch die systemeigene "Topmax"-Umsetzgabel gehören, mit der sich 26 m² Tischfläche in einem Kranhub bewegen lassen.

In Hannover brachte die niedrige Bauhöhe der "Topmax"-Tische noch einen zusätzlichen technischen Vorteil: Ab dem ersten Obergeschoss verspringt in den Randbereichen die Unterkante der Decke um 20 cm und die Oberkante um 10 cm. Beim Einsatz herkömmlicher Deckenschaltische aus Holz hätte man diesen Versprung nur mit einer Aufdopplung der Schalung realisieren können, was einen sehr großen Zeitaufwand bedeutet hätte. Mit "Topmax" stellen die Rohbauer die Schalungen einfach überlappend übereinander und schalen den Versprung (ca. 4500 lfd. M.) ohne weiteren Aufwand.

Ein weiteres schalungstechnisch anspruchsvolles Bauteil ist derzeit noch in der Planung: eine rund 12 m hohe auskragende Decke, die mit "Topmax"-Tischen und einer Unterstützung aus dem Aluminium-Baukastensystem Gass realisiert werden wird. Läuft wie bislang alles nach Plan, wird der größte Teil der Rohbauarbeiten Ende Oktober beendet sein. Projektleiter Rengers ist sicher: "Das schaffen wir."

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