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Neue Datenschutzgrundverordnung

Handwerk klagt über zu viel Bürokratie

Dresden (dpa). – Sachsens Handwerker rebellieren gegen Papierflut und überbordende Bürokratie. Der Sächsische Handwerkstag forderte, die Anzahl der auszufüllenden Formulare zu reduzieren. Die Chefs vor allem kleiner und mittlerer Betriebe seien inzwischen "richtig wütend", sagte Präsident Roland Ermer in Dresden. Mit Sorge sieht er die am 25.Mai in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). "Wir befürchten einen deutlich höheren Aufwand an Dokumentationen und Nachweisen." Die Datenschutzgrundverordnung soll den transparenten Umgang mit Daten stärken und sieht für Firmen eine Reihe von Auflagen vor. Der Handwerkstag-Präsident appellierte an Mitgliedsbetriebe, Firmen-Webseiten kritisch mit Blick auf die DSGVO zu überprüfen, um Bußgelder zu vermeiden. Viele im Handwerk empfänden die angedrohten Bußgelder auch als zu hoch.

Als weiteres Negativbeispiel wurde die Entsorgung von Gewerbeabfall im Baugewerbe angeführt. Auf Baustellen etwa seien viele verschiedene Container nötig, um Styropor und nicht mehr benötigte Abdeckfolien ordnungsgemäß und nach Farben sortiert zu entsorgen. Das müsse anders geregelt werden, verlangte Ermer. Hier stehe die Bundespolitik in der Pflicht, die bisherigen Gesetze zur Entlastung von Bürokratie seien nicht ausreichend. Gleichzeitig unterstrich der Präsident: "Wir fordern, dass unsere Sorgen auch von der Landespolitik endlich ernstgenommen werden."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2018.

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