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Neue DIN 19573

Ergelit-Mörtel erfüllen aktuelle Anforderungen

Von Rainer Hermes

Schwerte. – Schon vor 2500 Jahren wurden Abwasserkanäle unter Verwendung von Mörtel hergestellt. Die Cloaca Maxima aus dem antiken Rom legt dafür Zeugnis ab. Man konnte also schon lange vor der Kanalisation in Deutschland tragfähige, langlebige Kanäle mit zementgebundenen Baustoffen erstellen. Heute entspricht es allgemeiner Auffassung, mit Baustoffen zu arbeiten, deren Eigenschaften geregelt sind. Mit der DIN 19573 ist dies für den Abwasserbereich in Deutschland gelungen. DIN 19573 regelt die Anforderungen an zementgebundene Mörtel für den Neubau und die Sanierung von Abwasserbauwerken. Zur besseren Unterscheidung werden diese Mörtel für den Regenwasser- und Abwasserbereich mit dem Vorsatz 'WW' bezeichnet. Z. B. kennzeichnet WW-Mauermörtel einen Mauermörtel für den Abwasserbereich.

Grundsätzlich müssen alle WW-Mörtel einen Sulfattest bestehen. Für viele Mörtel wird gem. den in der DIN 19573 beschriebenen chemischen und biochemischen Angriffen auch ihre chemische Beständigkeit gegenüber XWW1 bis XWW4 nachzuweisen sein. Die WW-Reparaturmörtel und WW-Beschichtungsmörtel werden in zwei Festigkeitsklassen eingeteilt. In die Klassen B1 und B2. Wobei die Klasse B2 höher wertig ist und für Mörtel mit einer Druckfestigkeit von ? 45 MPa gilt.

Beim WW-Schachtkopfmörtel ist u. a. auch die 2 Stundenfestigkeit bei 5 °C nachzuweisen. Diese Mörtel gibt es in flüssiger und plastischer Konsistenz. Beispiel für die Bezeichnung eines fließfähigen WW-Schachtkopfmörtels: WW-Schachtkopfmörtel DIN 19573 — fließfähig.

Die DIN 19573 regelt den Anwendungsbereich von Mörteln im Abwasserbereich und ergänzt das europäische Regelwerk. Das DWA Regelwerk, besonders die 143er- und 144er-Reihe, hat dies bereits bei den neueren Merkblättern berücksichtigt. Die meisten Ergelit-Mörtel erfüllen die Anforderungen der neuen DIN.

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