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Neue Feuerwache

Pflaster trotzt schweren Fahrzeugen

Links die umgebaute Halle für die Feuerwehrfahrzeuge, rechts das neu errichtete Feuerwehrgebäude.

Oy-Mittelberg (ABZ). – Vor Hallentoren von Feuerwachen müssen die Flächen große Belastungen aushalten: 16 t Gesamtmasse sind für Feuerwehrfahrzeuge üblich. Werden solche Flächen neu angelegt, greifen Planer häufig auf Schwerlastpflastersysteme aus Beton zurück. So auch in Oy-Mittelberg im Allgäu.

Schwerlastpflastersysteme aus Beton nehmen Verkehrsbelastungen auf und verteilen sie in tiefer gelegene Schichten. Ein System, das bereits seit vielen Jahren für die Befestigung von Schwerlastflächen verwendet wird, ist das Einsteinpflaster. Etliche zigtausende Quadratmeter wurden davon bereits in Deutschland und dem europäischen Ausland verlegt – darunter auch auf zahlreichen Feuerwachen. Das Beispiel der neuen Feuerwache in Oy-Mittelberg im Allgäu zeigt, dass diese Art der Flächenbefestigung auch heute noch eine sehr gute Wahl ist.

"Mit dem Ausbau der A 7 und zahlreicher weiterer Landstraßen wuchs in den letzten Jahren auch das Aufgabengebiet unserer Feuerwehr", erklärt Nico Haug, Bürgermeister der Gemeinde Oy-Mittelberg. "Das alte Gebäude war hierfür mittlerweile zu klein und ohnehin in die Jahre gekommen. Als 50 m gegenüber unserer bisherigen Feuerwehr die Maschinenhalle einer alten KFZ-Werkstatt zum Verkauf anstand, ergab sich für unsere Gemeinde eine gute Chance für eine Umnutzung dieser Halle und den Bau einer zentrumsnahen neuen Feuerwache", so Haug. Im Zuge dieser Maßnahme wurden auch die etwa 1900 m² umfassenden Außenanlagen rund um das neue Feuerwehrgebäude komplett neu befestigt. Während auf den Pkw-Stellplätzen Rasengittersteine zum Einsatz kamen, setzten die Planer auf der restlichen Fläche auf ein Einstein-Pflastersystem aus dem Hause Diephaus in Munderkingen. André Lingg vom gleichnamigen Architekturbüro aus Oberstdorf erklärt diese Entscheidung: "Die Flächen vor den vier neuen Hallentoren werden durch die schweren Feuerwehrfahrzeuge extrem belastet. Beim Rangieren entstehen Schub- und Scherkräfte, die mit großer Kraft auf die Flächen einwirken. Nur Flächen mit einwandfrei ausgebildeten Fugen halten auf Dauer derartigen Belastungen stand."

Das Einstein-Pflastersystem hält Herstellerangaben zufolge die Fuge, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendig ist, stets ein. Durch eine spezielle Verbundtechnologie, die D-Punkt-Fugentechnik, kommt es auch im Falle einer Knirschverlegung der Steine höchstens zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten. Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen bleibt deshalb der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren, sehr gering. Die oft übliche Knirschverlegung wird so vermieden, und eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen ist gegeben.

"Aus diesem Grund ist das System in der Lage, Schub- und Horizontalkräfte abzupuffern und gleichmäßig in die Tragschichten weiterzuleiten", so Lingg. Dies gewährleiste, dass die Fläche dauerhaft ohne Schaden bleibt. "Ein weiterer Vorteil des verwendeten Pflastersystems war für uns seine Wirtschaftlichkeit, denn der optimale Fugenabstand beim Verlegen der Steine im Format 30 x 20 cm ergibt sich dank der speziellen Abstandhalter quasi automatisch von selbst", so Lingg.

Darüber hinaus spielte für die Planer aber auch die Optik der Außenanlage eine wichtige Rolle. "Der neue Hochbau passt sich mit seiner Holzfassade sehr schön in die dörflich-bayerische Umgebung ein. Passend zum Holzfarbton haben wir daher für die Pflasterflächen den changierenden Farbton Muschelkalk ausgewählt. Hiermit gelingt es, eine gute Verbindung zwischen den Flächen und dem schönen Feuerwehrhaus herzustellen", sagt Lingg.

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