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Neue Geometrie

Monolithisches Mauerwerk

Baustoffe

Das Geheimnis des neuen Jasto-Steins liegt in seiner Geometrie. Es gibt keine Stelle im gemauerten Wandbereich, die nicht von einer integrierten Dämmstoffschicht geschützt wird.

Ochtendung (ABZ). – Die Jasto Baustoffwerke aus Ochtendung haben jetzt einen Mauerstein mit einer komplett neuen Steingeometrie vorgestellt. Der Amboss-Stein, wie zuvor schon der Z-Stein, zeigen, dass es gerade die auf den ersten Blick ungewöhnlichen Ideen sind, die die technische Entwicklung voranbringen. Vom Format her ist der "Neue" ein konventioneller 12 DF Stein aus Leichtbeton mit einer Wandstärke von 36,5 cm. Doch die Geometrie berge entscheidende Besonderheiten, so das herstellende Unternehmen: Durch die Anordnung und Größe der integrierten Dämmstoffkammern könne der Amboss-Stein mit sehr niedrigen Rohdichten und hervorragenden Wärmedämmwerten produziert werden. Mit der gleichen Geometrie lassen sich zudem hohe Rohdichten und Steinfestigkeiten bei immer noch sehr guter Wärmedämmung erreichen. Damit qualifiziert sich der neue Stein für unterschiedlichste Gebäude in monolithischer Bauweise ohne zusätzliche Wärmedämmung (Wärmedämmverbundsystem). Er eignet sich für Einfamilienhäuser, die den wärmetechnischen Anforderungen der EnEV 2014/16 und der höchsten KfW-Förderstufe (KfW-Effizienzhaus 40) genügen, er ist aber auch für den mehrgeschossigen Wohnungsbau prädestiniert.

Aufgrund einer sehr niedrigen Rohdichteklasse von 0,35 erreicht der Stein in der Steinfestigkeitsklasse 2 mit einer organischen Dämmstofffüllung eine Wärmeleitfähigkeit von 0,06 W/mK. Dies führt bei einer Wanddicke von 36,5 cm zu einem U-Wert von 0,16 W/m²K. Für den Geschosswohnungsbau wird der Stein in höheren Rohdichten mit den Steinfestigkeitsklassen 4 und 6 angeboten. Hier kommt jeweils eine mineralische Dämmung zum Einsatz. In der SFK 4 erzielt der Stein damit eine Wärmeleitfähigkeit von 0,08 W/mK und in der SFK 6 gibt es Varianten mit 0,10 und 0,11 W/mK.

Seine durchgehend hohe Wärmedämmung über die Festigkeitsklassen hinweg verdankt der Stein der speziellen Anordnung seiner Dämmstoffkammern. Zwei dieser Kammern sind so an den Steinseiten platziert, dass sich die Dämmstoffkerne nebeneinander liegender Steine in der Stoßfuge so miteinander verzahnen, dass eine zusammenhängende Dämmstoffschicht entsteht, die die Stoßfuge überbrückt. Ein dritter Dämmstoffkern, der mittig auf der gegenüberliegenden Steinseite eingelassen ist, vervollständigt die integrierte Dämmung. Die versetzt angeordneten Schichten vereinen sich im Mauerwerk so, dass sie die komplette Fassade einschließen. Wärmebrücken werden dadurch verhindert.

Wie von Jasto gewohnt, wird der Dämmstoff bereits ab Werk in den Amboss-Stein eingebracht. Ein zeitaufwendiges Befüllen der Steine auf der Baustelle entfällt. Auch der neue Jasto-Stein ist mit einem Nut- und Federsystem ausgestattet, so dass das Mauerwerk in der Stoßfuge unvermörtelt bleibt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 13/2017.

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